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Gut ausgestattet
Die richtige Golf-Ausrüstung

Als Ausgleich zum Alltag und für ein sanftes Training ist Golf zum Volkssport geworden. Mehr! zeigt, welche Ausrüstung notwendig ist, und gibt Tipps für die richtige Kleidung. Von Brigitte Bonder

Wer sich für einen Schnupperkurs im Golfklub angemeldet hat, trägt feste Turnschuhe und bequeme Kleidung mit ausreichender Bewegungsfreiheit. Leihschläger und Bälle stellen die Trainer für die ersten Schwünge zur Verfügung. Erst wenn sich der Spaß am Golfspiel einstellt und der Sport zum längerfristigen Vergnügen werden soll, lohnt sich die Investition in eine eigene Ausstattung. Heute muss das erste Equipment nicht mehr teuer sein, ein Einsteiger-Set für wenige hundert Euro oder gebrauchte Schläger reichen aus.

Schläger für Einsteiger. Für den Anfang genügt ein halber Satz, alle 14 Schläger brauchen erst die Profis. Zur Basisausstattung gehören Hölzer für Abschlag und weite Schläge, Eisen für das Fairway und Putter fürs Einlochen. Experten nehmen noch Wedges für Schläge rund ums Grün und Driver für die weitesten Schwünge hinzu. Bei der Wahl des richtigen Spielgeräts hilft der Experte im Golfshop oder der Golflehrer. Einsteiger tendieren häufig zu leichteren Graphitschlägern, Profis setzen auf härteres Material wie Stahl.

Bälle. Neben unterschiedlichsten Marken und Modellen mit verschiedenen Eigenschaften werden insbesondere Übungs- und Spielbälle unterschieden. Auf der Driving Range kommen für das Trainieren langer Schläge andere Bälle zum Einsatz als auf der Platzrunde. Spätestens dort benötigt jeder Spieler dann seine eigenen Bälle. Gerade zu Beginn der Golf-Karriere verschwinden diese jedoch nur allzu oft in Biotopen oder Wasserhindernissen und sind unauffindbar. Auf jeder Runde sollten Einsteiger somit stets mehrere Bälle bei sich haben. Viele Shops bieten auch wieder gefundene Bälle an, die eine preisgünstige Alternative darstellen.

Zubehör. Für den Abschlag auf dem Grün wird dann ein sogenannter Tee in den Boden gesteckt, die Stifte sind meist aus Holz gefertigt. Der Ball wird auf das obere Ende gelegt und kann in dieser leicht erhöhten Position leichter vom Spieler getroffen werden. Eine Pitchgabel dient dem Ausbessern des Rasens. Wenn der Ball in hohem Bogen mit großer Wucht auf den empfindlichen Rasen trifft, entstehen kleine Löcher, die das Grün uneben machen und beim Putten für Fehlpässe sorgen können.

Die zweizinkige Gabel gehört deshalb zum Ausbessern der Vertiefungen immer in die Golftasche. Wer seinen Ball auf dem Grün entfernen muss, um andere Spieler nicht zu behindern, benötigt darüber hinaus noch einen Marker. Einige Spieler nutzen auch Münzen, um zu wissen, an welche Stelle der eigene Ball zurückgelegt werden muss.

Bequem und schick. Anfänger benötigen für das Üben auf der Driving Range nur Sportschuhe oder feste Schuhe mit Profil. Doch sobald es auf den Platz geht, sorgen Golfschuhe für den nötigen festen Halt auf dem Grün. Im Vordergrund sollte die Bequemlichkeit stehen, denn eine vollständige Golfrunde ist oft bis zu zehn Kilometer lang. Wer viel spielt, sollte sich zudem einen Golfhandschuh zulegen, damit keine Blasen an der Hand entstehen und der Schläger fest gehalten werden kann. Achtung: Rechtshänder kaufen einen Handschuh für die linke Hand und umgekehrt.

Aufbewahren. Eine gute Golftasche ist wasserabweisend und geräumig. Ideal sind Varianten mit eingebauten Standbeinen, dann sind die Schläger jederzeit griffbereit. Unterschieden werden Trage- und Cartbags: Für einen angenehmen Transport auf dem langen Weg über den Golfplatz sollte die Trage-Golftasche leicht sein und über breite, komfortable Tragegurte verfügen. Ein Cartbag muss einen einfachen Zugang zu den möglichst vielen Taschen ermöglichen. Wer sich den Transport seines Equipments besonders leicht machen möchte, ergänzt die Tasche um einen Trolley.

Quelle: RP