Heidenheim (rpo). Der 17-jährige mutmaßliche Täter hat auch drei Tage nach den tödlichen Messerstichen vor einer Diskothek in Heidenheim gegen drei jugendliche Spätaussiedler noch nichts über die Tat ausgesagt. Die Hintergründe der Bluttat bleiben damit unklar.
Die Hintergründe der Bluttat bleiben weiter unklar. Foto: AP
Der Gymnasiast mache weiter von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch, sagte ein Polizeisprecher am Montag in Heidenheim. Zurzeit werde geklärt, ob ein Messer die Tatwaffe sei, das der 17-Jährige dabei hatte, als er sich stellte.
Unterdessen rief ein Bündnis "Antifaschistische Aktion Ulm/Neu-Ulm" für Dienstag zu einer Mahnwache am Tatort, einer Diskothek auf. Für den Montagabend hat die Stadtverwaltung zu einer Gedenkveranstaltung eingeladen. Das Verbrechen geschah nach Polizeiangaben am späten Freitagabend vor der Diskothek "K2": Der 17-Jährige war nicht hinein gelassen worden und hatte mit dem Türsteher eine Auseinandersetzung. Polizisten erteilten dem Schüler einen Platzverweis, doch eine halbe Stunde später war er wieder wieder da.
Gegen 23.30 Uhr kam es zwischen ihm und den jungen Spätaussiedlern zum Streit um "relative Nichtigkeiten", wie Oberstaatsanwalt Harald Stephan erklärt hatte. Bei der Rauferei habe der 17-Jährige "unvermittelt und überraschend" ein Messer mit einer 20 Zentimeter langen Klinge gezogen und den drei Jugendlichen gezielt in die Herzgegend gestochen. Nach Polizeiangaben stach der Täter jeweils ein bis zwei Mal zu. Wenige Stunden nach der Tat hatte sich der 17-Jährige gestellt.
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