Nach vier Jahren: Das Coffy geht zum letzten Mal Gassi
zuletzt aktualisiert: 06.09.2005 - 18:08Düsseldorf (dto). Für manch einen ist der kleine Club mit Bar in der Mertensgasse einer der besten Locations der Stadt. Neben dem Unique Club um die Ecke, dem Q-Stall und dem Baby Love auf der Andreasstraße gehört das Coffy in der Mertensgasse zu den Szene-Oasen der Altstadt, inmitten von Hausbrauereien, Ballermann und Co.. Jetzt schließt das von außen eher unauffällige Coffy Ende Oktober für immer seine Türen.
„Der Standort Altstadt mit seinen hohen Mieten macht das Betreiben eines solchen Clubs allein unter kaufmännischen Aspekten zum Wagnis“, sagt Coffy-Chef Hamed Shahi, der auch in der Kölner Szene aktiv ist. „Auf der anderen Seite wollen wir uns nach vier Jahren auch Mal weiterentwickeln. Ob es trotzdem noch mal ein Wiedersehen mit dem Coffy gibt „vielleicht nächsten Sommer wieder auf der Tonhallen Terrasse“, ließ er offen.
Während der letzten vier Jahre waren die OpenAir-Partys des Coffy auf der Tonhalle unter dem Namen „Coffy geht Gassi“ jedenfalls Kult. Aber auch sonst hinterlässt der Club seine Fans und Betreiber im wesentlichen mit positiven Erinnerungen. „Wir hatten riesigen Spaß“, findet Shahi und denkt dabei auch an musikalische Highlights wie die Phoneheads, Winston Hazel (Moloko DJ), Ursula 1000, das Xaver Fischer Trio, DJ Atta „und natürlich alle unersetzbaren Resident DJs“. Einer von der zahlreichen DJs wird den Laden sogar übernehmen: Alex Brassel aka Mr. Buzzpop, der mit der Reihe PopRocket für Brit- und Indie-Pop im Coffy steht.
Doch bevor es soweit ist, wird in der Mertensgasse noch mal richtig Gas gegeben. „Wir werden unsere Kräfte bündeln und uns mit einem Paukenschlag verabschieden“ verspricht Shahi: Los geht es am 2. Oktober mit der Drum’n’Bass-Größe Peshay und auch das Xaver Fischer Trio wird sich noch mal die Ehre geben, ebenso wie die Phoneheads. Auch fast alle DJs der letzten Jahre sollen noch einmal in der Mertensgasse das Vinyl drehen. Die Abschlussparty wird dann von den Coffy Residents und dem verrückten Mambo Kurt als LiveAct bestritten.
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