Der 88jährige Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki lehnte am Wochenende den deutschen Fernsehpreis ab, und löste so eine erneute Diskussion zum Niveau unserer Medienlandschaft aus. Wir zeigen, was unsere Leser dazu sagen.
"Aber warum soll ein Sender ein Programm einstellen oder ändern, wenn täglich Millionen von Menschen zuschauen? Dann ist nicht der Sender verblödet, sondern der Zuschauer."
"Das deutsche Fernsehen ist ungefähr so einzuordnen, wie das Publikum, welches dieses Programm schaut. Insofern hat MRR nicht nur den TV-Schaffenden, sondern auch den TV-Rezipienten schonungslos den Spiegel vorgehalten."
"Endlich, endlich, endlich sagt mal jemand etwas zu unserem Schwachsinns-TV, das unaufhaltsam und mit wachsender Geschwindigkeit in der Niveauspirale nach unten trudelt."
"Auch wenn MRR manchmal ein bisschen oft den Vorzeigeintellektuellen gibt und es schwer fällt ihn wirklich zu mögen, schätze ich doch seine Verdienste und Leistungen und halte ihn für einen der wenigen, die noch sagen was sie denken. "
"Sein Protest hat für mich etwas tragisches, (...) ist er doch seit vielen Jahren einem breiten Publikum als lebende Literatur-Freakshow-Legende bekannt, und ein großes Publikum hängt an seinen Lippen, wahrscheinlich ohne großes Interesse an den Inhalten."