Night-Talk: Heißes Wochenende mit vielen Promis
VON MARC-ANTOINE MEISSNER - zuletzt aktualisiert: 30.05.2005 - 10:33Düsseldorf (dto). Ein heißes verlängertes Partywochenende liegt, zumindest meteorologisch gesehen, hinter den Düsseldorfer Clubs. Dabei lagen die Extreme dicht beieinander, auf lange Schlangen vor der Tür folgte gähnende Leere. Carl Cox und die Turntablerocker am Mittwoch, Milk & Sugar am Samstag, das waren die herausragenden Clubevents der Woche in Düsseldorf. Am Samstag begeisterte das japanische Feuerwerk ein Millionen-Publikum, während in Neuss Cat Stevens und Paul McCartney für eine ehe kleine Gesellschaft sangen.
Den Anfang machte am Mittwoch Carl Cox im 3001. „Probably the world’s best DJ“, wie er in den Ankündigungen beworben wurde, füllte die Hafendiskothek wie erwartet. Der Resident-DJ des Space Club auf Ibiza, der traumhafte Gagen für seine Sets verlangen kann, ist nach wie vor ein Garant für ausverkaufte Häuser und tobende Menschenmassen. Mit seinen harten Beats brachte er auch die Düsseldorfer aus dem Häuschen.
Etwas intimer, wenn auch nicht minder extatisch, ging es in der benachbarten Harpune zu: die Turntablerocker (DJ Hausmarke von den Fantastischen 4 und DJ Thomilla) gaben ihr zweites Gastspiel in dem Hafenclub und brachten mit ihrem ‚Boogie’ die Partymeute in Wallung.
Angenehm überrascht zeigte sich Markus Kurz vom D-Sign Club auf der Berliner Allee von dem Zulauf der ersten R'n'B-Party im ehemaligen Berolina-Kino. Trotz strenger Tür füllte sich der Club an diesem Abend besonders gut. Unter den Gästen auch der langjährige Viva-Moderator Mola Adebisi mit seiner Clique. Einen besonderen Service bietet das D-Sign seinen Gästen neuerdings durch eine Kooperation mit einem Fahrservice: Für zwei Euro pro gefahrenem Kilometer kann man sich von einem Chauffeur in einem Phaeton durch die Stadt kutschieren lassen und bekommt dabei noch die wichtigsten Partyhotspots gezeigt.
Am Fronleichnamstag brachte es das Thermometer erstmals auf 30 Grad Celsius. Was könnte es da besseres geben, als sich nicht nur der Sommersonne, sondern auch verschärften House Beats auszusetzen? Das dachten wohl nicht wenige feierfreudige Tribehouse-Gäste und holten sich ihr Ibiza-Urlaubsfeeling an der Kiesgrube am Blankenwasser in Neuss. Tribehouse-Macher Erik Ludwig zeigte sich ob des großen Besucheransturms jedenfalls zufrieden. Nach dem verregneten Sommer 2004 hofft er dieses Jahr auf eine sonnige Saison.
Viele Düsseldorfer, die den Freitag nicht als Brückentag für einen Kurzurlaub nutzten, suchten am Abend nach der Hitze lauschige Biergärten auf oder chillten in angesagten Open-Air-Locations wie dem Monkey’s Island. In den Clubs herrschte jedenfalls vorwiegend gähnende Leere: In die Nachtresidenz beispielsweise verirrten sich nur eine Handvoll Gäste.
Dafür wurde es in der Nachtresidenz am Samstag umso voller, denn mit der 'Playboy Club-Tour' und dem bekannten DJ-Duo Milk & Sugar gab es hier ein echtes Partyhighlight. Zahlreiche Bunnys schwirrten durch die Location, immer unter dem strengen Blick des Playboy-Gründers Hugh Heffner, dessen Konterfei an einer Kaminatrappe hing.
Zuvor hatten schätzungsweise 1,2 Millionen Menschen das Feuerwerk zum Abschluss des Japantages bewundert. Von den Rheinbrücken, dem Rheinufer oder einem der zahlreichen Passagierschiffe aus konnten sie bei bestem Sommerwetter das bunte Spektakel bestaunen.
Zeitgleich gab es im Swissotel in Neuss ein anderes Highlight: Wer bereit war, für den guten Zweck den stolzen Eintrittspreis von 450 Euro zu zahlen, bekam auf der „Adopt-A-Minefield“-Gala unter der Schirmherrschaft von Paul McCartney und Heather Mills McCartney einiges geboten. Neben den Auftritten des niederländischen Magiers Hans Klok, den Weather Girls und Bonnie Tyler war der unbestrittene Höhepunkt des Abends der Auftritt von Cat Stevens, der sich seit seinem Übertritt zum Islam in den 70er Jahren Yusuf Islam nennt, und Klassiker wie „Peace Train“, aber auch neue Stücke zum Besten gab. Als er zum Ende seines Auftritts Paul McCartney auf die Bühne holte und sie gemeinsam „Let it be“ intonierten, war das Gänsehautfeeling perfekt. Unter den zahlreichen prominenten Gästen und Mitgliedern des Ehrenkomitees, die Zeugen dieses wohl einmaligen Duetts werden durften, waren unter anderem Robin Gibb, Boris Becker und Jörg Immendorff.
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