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Im Urlaub, wo man die Sitten und Gebräuche des Gastlandes nicht kennt, sollen Touristen schon so manche Peinlichkeiten passiert sein. OPINIO fragte seine Leser, in welche Fettnäpfchen sie schon getreten sind, oder was sie beobachtet haben - hier können Sie sich nach Herzenslust fremdschämen:
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Gummibroetchen
Erster Frankreich-Aufenthalt von mir. Hotel (etwa drittklassig). Ich habe gleich in gebrochenem Französisch gefragt, wozu denn die zweite kleinere Toilette da ist. Und wurde von anderen Touristen aufgeklärt, was ein "Bidet" ist. Die Ärmsten haben sich da wohl für mich "fremdgeschämt"!
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Nick Charles
1998 in Polen hatte ich vergessen, dass die den Kaffe so kochen, daß das normale Pulver für die Maschine in die Kanne und Wasser drüber kommt. Man muß warten, bis sich das Pulver unten gesetzt hat, sonst hat man lauter Pulver zwischen den Zähnen. Ich vergaß das und goß morgens beschwingt sozusagen volle Kanne ein und setzte den Tisch mit halb aufgelöstem Kaffepulver unter "Kaffee", weil der ganze Sud mitkam und überall hin flatschte. Für sowas bin ich aber heute auch noch gut.
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Michi66
Am meisten kann ich mich im Urlaub aufregen, wenn wir Deutschen mal wieder richtig heftig dränglen um möglichst als erste im Bus oder der Bahn zu sein, auch wenn wir als letzte gekommen sind.
Es stände uns auch gut zu Gesicht, mal alles gelassener zu sehn. Nein wir schimpfen gleich rum wenn die Bedienung nicht schnell genug ist , der Bus nicht rechtzeitig kommt, es irgendwo zu voll ist.
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teamchefgott
Vor allem aufgrund unserer Sandalen mit weißen Socken, zu kurze Bermuda-Shorts und Feinripp-Unterhemd tragenden Landsmänner, ich amüsier mich jedesmal köstlich. Ähnlich ist es mit den Engländer, die man dank ihrer leuchtend roten Haut schon aus der Ferne erkennen kann.
Komisch hab' ich mich im Ausland erst einmal gefühlt, als ich in den USA eine Landstraße entlang spazierte und plötzlich ein Auto neben mir hielt dessen Fahrer mich fragte, ob es mir gut ginge oder ob ich Hilfe bräuchte.
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Micasa
Etwas peinlich war es schon, vor allem aber nass für mich, als ich mich im Supermarkt in den USA über die wahnsinnig frischen Gemüse- und Obstauslagen in der Theke beugte, aus der von oben plötzlich Wasser rieselte. Allerdings erklärte dies die unnachahmliche Frische!
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Blumenschockerin
Mein erster Besuch in Thailand/Bangkok: Die Besitzerin eines Internetladens trug ein frisch geborenes zucker süßes Kind auf dem Arm! Meine Mutterinstinkte brachen aus mir herraus & ich sagte ihr, wie wunderschön dieses Baby sei! Die Mutter sah mich daraufhin völlig entsetzt an. Zuckte ihr Kind pikiert von mir weg & rannte in den Hinterhof. Da stand ich dann ganz alleine in dem leeren Internetcafe & war ebenso verwirrt. - Viel später las ich dann, dass Thailänder sehr aberggläubisch seien & das meine Aussage "Ihr Kind ist aber süß!", aufgenommen wurde, als habe ich das Kind mit einem bösen Fluch belegt. Thailänder sagen Müttern von Neugeborenen, wie hässlich ihre Kinder seien. Denn dann erzürnt man nix & niemanden & aus dem Kind kann ein schöner Mensch wachsen.
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Gummibroetchen
3 Fremdsprachen-Dönekes:
1. und 3 wurden mir erzählt, 2 ist mir selbst passiert.
1. Ein deutscher Student in England antwortete seiner Landlady auf die Frage, wie er geschlafen habe, "Thanks, quite well, but I had a SPINSTER in my bed!"
(Spinster heißt "Alte Jungfer"; er meinte "Spider=Spinne)
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Gummibroetchen
2. Ich kaufte ein Geschenk und wollte es eingepackt haben: "please WALLOP it for me" (Bitte verprügeln Sie es für mich) statt "WRAP=verpacken"
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Gummibroetchen
3. Ein junger Mann war erkältet, mußte ständig niesen und wollte seine Gesprächspartnerin warnen, ihm nicht zu nahe zu kommen: "...I'm throwing my SPERMS over you!" Er meine natürlich "GERMS=Krankheitserreger"
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etaner
Urlaub in den Emiraten: Es fand ein großer Viehmarkt statt und es sollte auch ein Erinnerungsphoto geben. Ich stellte mich also vor eine Gruppe junger Händler.So ließ ich mich auch von einem der Männer umarmen damit er auch aufs Photo käme. Mein ahnungsloser Mann merkte nicht womit ich durch das lange Gewand des freundlichen Mannes verwöhnt wurde aber alle anderen Viehhändler hinter uns wußten wohl Bescheid. Ja, ich hätte wissen müssen, dass in diesem Land eine anständige Frau einen Mann noch nicht eimal anguckt und ich hatte mich ja sogar berühren lassen. Leider hat unsere Camera gestreikt es gibt kein Bild.
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Dottir
Argentinien: Mein Mann und ich trafen unseren alten Reisegenossen in einem Kaffee in Buenos Aires. Ich bestellte ein Media Luna (Hörnchen) mit burro. Für mich war burro Butter, hergeleitet von Beuerre aus dem Französischem. Burro heißt im spanischem Esel.
Der Kellner aber verstand mich nicht, guckte mich entgeistert an. Ich wiederholte lautstark quiero media luna con burro. Der Kellner verstand nur burro: Esel. Er schaute etwas böse drein. Es dauerte einige Sekunden bis er verstand, daß ich Hörnchen mit Butter haben wollte. Er brach in tosendes Gelächter aus und ich habe was hinzugelernt.
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Riolit
Eine Bekannte von mir war mit ihrem Freund in Thailand unterwegs. Diese Bekannte ist oben herum sehr gut ausgestattet und hat stets Probleme passende Blazer, Blusen, etc zu finden. Sie wollte sich bei einem Schneider in Bangkok ein paar Oberteile maßschneidern lassen. Das Schneiderlein holte sein Zentimetermaß, legte es um die Brust, bekam angesichts der Zentimeterzahl große Augen, maß noch mal, schüttelte den Kopf, maß nochmal, schrieb auf.
2 Tage später sollte sie zur Anprobe wieder vorbei kommen. Als sie zum verabredeten Zeitpunkt den Laden betrat, saßen zu ihrem Erstaunen ca 6 Herren voller Vorfreude lächelnd ebenfalls dort. Der Schneider musste noch erstaunlich oft nachmessen...aber seine Kumpels hatten Spaß.
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Gummibroetchen
Folgendes wurde mir von einem Bekannten nach einem Italienurlaub erzählt. Der Gasthofinhaber wollte ihm was Gutes tun und hat ihm eine Mahlzeit spendiert.
Das Hauptgericht waren irgendwelche Meeresfrüchte.
Der Bekannte verabscheut jegliche Nahrung aus dem Meer.
Es war ihm peinlich, und er wollte den freundlichen Wirt nicht verletzen. Darum benutze er einen unbeobachteten Moment, die Meeresfrüchte in eine Plastiktüte zu kippen und diese in seiner Tasche verschwinden zu lassen.
Dem verblüfften Gesichtsausdruck des Wirts, als er den leeren Teller abtrug, schenkte er weiter keine Beachtung.
Ein paar Tage später beobachtete er zu seinem Entsetzen, wie andere Gäste das gleiche Gericht verzehrten, wobei jedes Teil geöffnet wurde, und die leeren Schalen auf dem Teller verblieben!
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Und was war Ihre peinlichste Urlaubsbeobachtung oder Ihr peinlichstes Erlebnis?
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