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Zeitmanagement: So meistern Sie den Tag richtig

VON SIMONE JANSON - zuletzt aktualisiert: 05.11.2008 - 07:42

Düsseldorf (RPO). Viele Existenzgründer gehen zwar hochmotiviert und mit kreativen Ideen an den Start, stoßen dann aber im Tagesgeschäft an ihre Grenzen, weil sie es versäumt haben, sich rechtzeitig um die optimale Arbeitsorganisation zu kümmern. Die Folgen sind nicht selten Dauerstress bis hin zum Burnout-Syndrom.

"Erstmal Kunden haben, dann kümmere ich mich um die Zeiteinteilung" - wer so denkt, hat schon ein Problem. Denn der Schlüssel zum erfolgreichen Arbeiten sind Organisation, Zeitmanagement und Motivation – und zwar von Anfang an. Wer bislang im allgemeinen Gründungsstress noch nicht die Muße hatte, sich mit Zeitmanagement zu beschäftigen, sollte schleunigst damit anfangen. Denn während Angestellte auch für verschwendete Arbeitszeit bezahlt werden, wirkt sich bei Selbstständigen Zeitverschwendung direkt auf den eigenen Geldbeutel aus.

Das beweist jährlich aufs Neue die weltweite Produktivitätsstudie der amerikanischen Unternehmensberatung Proudfoot Consulting: Demnach werden in deutschen Unternehmen im Schnitt 32,5 Tage im Jahr verschwendet - durch Managementfehler wie zu viel Verwaltung, Doppelarbeit und endlose Konferenzen. Dabei ist Zeit ist Geld: 170 Milliarden Euro pro Jahr verliert die deutsche Wirtschaft dadurch. Dabei stehen die Deutschen im internationalen Vergleich noch gut dar: Weltweit werden 30 Prozent der geleisteten Arbeitszeit unproduktiv zugebracht.

Denn es gilt: Je besser man sich organisiert, desto mehr kann man in der zur Verfügung stehenden Zeit erreichen. Denn wer seine Arbeitsorganisation im Griff hat, hat auch sein Unternehmen im Griff. Dazu gehört zum Beispiel auch, den Zeitbedarf für eine Arbeit richtig einzuschätzen und entsprechendes Geld dafür zu verlangen. Oder wichtige Termine einzuhalten und Entscheidungen zu fällen und diese nicht immer aufzuschieben.

Dabei ist jeder Selbstständige auch für sich selbst verantwortlich und nicht an die Weisungen eines Chefs gefunden. Das ist Segen und Fluch zugleich: Man muss sich praktisch stets selbst organisieren, zur Arbeit disziplinieren, gleichzeitig hält einen aber niemand davon ab, zu viel zu arbeiten. Und man muss alle Entscheidungen alleine treffen. Das kann auf Dauer belastend sein.

Doch nicht nur die Produktivität, sondern auch die Gesundheit leidet unter einem schlechten Zeitmanagement. Tatsächlich ist es gerade unter Existenzgründern en vogue, mehrmals am Tag per Handy angeklingelt zu werden oder über die ständige Dauerbelastung zu klagen. Aber ist das auch sinnvoll? Tatsache ist: Wer sich nicht regelmäßige Auszeiten gönnt, bleibt auf Dauer nicht gesund und damit produktiv. Und damit ist der Erfolg des Unternehmens wieder gefährdet. Nur wer für eine ausgeglichene Balance zwischen Arbeits- und Privatleben sorgt, kann auf Dauer motiviert und mit Freude arbeiten.

Schließlich hilft eine optimale Arbeitsorganisation Ihnen nicht nur, besser und produktiver zu arbeiten, sondern auch, andere von Ihrer Qualitäten zu überzeugen. Wie eine optimale Wirkung auf andere, seien es Mitarbeiter oder Kunden, ist praktisch auch das Ergebnis einer guten Selbstorganisation. Denn: Andere Menschen merken Unsicherheiten sehr schnell – ob das nun fehlende Motivation und Ziele sind oder eine Schlechte Planung und Vorbereitung Ihrer Arbeit.

Je stärker motiviert und überzeugt man von den eigenen Ideen ist und je besser organisiert und vorbereitet man anderen begegnet, desto kompetenter wirkt man nach außen und desto besser kann man andere von sich überzeugen. Und je organisierter man selbst arbeitet, desto besser und effizienter kann man auch Arbeitsabläufe mit anderen planen und durchführen.


 
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