Existenzgründung: Wie gibt es Hilfe vom Staat?
VON SIMONE JANSON - zuletzt aktualisiert: 11.11.2008 - 10:56Düsseldorf (RPO). Businessplan erstellen, Anmeldung bei Finanz- und Gewerbeamt und für die Finananzierung sorgen - Existenzgründung ist kein Spaziergang. Gut, dass nicht nur der Staat sondern speziell auch das Land NRW Gründern mit Geld, Rat und Tat weiterhelfen. Wir geben einen Überblick.
Derzeit müssen Jungunternehmer rund 450 Fragen in 20 verschiedenen Fragebögen beantworten. Dabei müssen oft genug immer wieder die gleichen bzw. leicht variierenden Daten für die Finanzverwaltung, die Sozialversicherung, die Berufsgenossenschaften, die Agentur für Arbeit und für eine Vielzahl von Behörden und Einrichtungen angegeben und erfasst werden. Zu viel Aufwand, der viele Gründungswillige schließlich abschreckt.
Um Gründern zu helfen, diesen bürokratischen Kraftakt zu bewältigen, wurden Nordrhein-Westfalen in einer Kooporation von Handwerkskammern, den Industrie- und Handelskammern und den kommunalen Wirtschaftsförderer die Startercenter NRW ins Leben gerufen: Hier finden Gründer betriebswirtschaftliche Gründungsberatung und Hilfe beim erledigen der erforderlichen Gründungsformalitäten. Sie bekommen praktisch einen Fahrplan, der vom Notartermin bis zur Beantragung von einer Nutzungsänderung beim Bauamt alle Gründungsschritte umfasst. Damit können frühzeitig Fehlplanungen und kostenintensive Fehlinvestitionen vermieden werden.
Die Dienstleistungen der Startercenter NRW werden durch weitere Angebote des Go!-Gründungsnetzwerkes NRW, der Gemeinschaftsaktion von Land und Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen, ergänzt: Neben Angeboten rund um die Gründung gibt es z.B. auch Unterstützung, wenn ein Unternehmensnachfolger gesucht wird, Beratung bei der Gründungs- und Wachstumsfinanzierung benötigt wird oder wenn junge Unternehmen in Schwierigkeiten geraten.
Doch Bund, Länder, Kommunen und sogar die EU unterstützen Gründer nicht nur mit Beratungsleistungen, sondern auch bei der Finanzierung. Die meisten Gründer werden hierbei zunächst an den Gründungszuschuss und das Einstiegsgeld der Bundesagentur für Arbeit denken. Doch auch die Kreditprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau sind günstig. Die KfW erleichtert auch die Aufnahme zusätzlicher Darlehen bei einem Kreditinstitut.
Wer Probleme hat, einen Kredit zu bekommen, weil er weder Eigenkapital noch eigene Sicherheiten vorzuweisen hat, kann sich zudem an eine der Bürgschaftsbanken der 16 Bundesländer wenden. Diese unterstützen Unternehmensgründer bei Kredit- und Beteiligungsfinanzierungen mit Bürgschaften als Sicherheit für Hausbanken. Weitere Informationen gibt es unter www.vdb-info.de. Eine Übersicht über alle Förderprogramme des Bundes, der Länder und der EU finden Sie auf der Webseite www.foerderdatenbank.de.
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