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Das große Fressen

(La grande bouffe)

Kommentar: Sehenswert

Bist du immer noch nicht satt, Süßer? Andréa Ferréol und Michel Piccoli
Bist du immer noch nicht satt, Süßer? Andréa Ferréol und Michel Piccoli

Gesellschaftssatire, Frankreich, Italien 1973, Regie: Marco Ferreri, Buch: Francis Blanche und Marco Ferreri, Rafael Azcona, Kamera: Mario Vulpiano, Musik: Philippe Sarde, Produzent: Vincent Malle und Produktionsfirma: Mara/CPC. Mit: Michel Piccoli, Marcello Mastroianni, Ugo Tognazzi, Philippe Noiret, Andréa Ferréol, Monique Chaumette, Florence Giorgetti, Michele Alexandre, Solange Blondeau, Cordelia Piccoli, Michèle Alexandre, Rita Scherrer.

Einer der Skandalfilme der Siebzigerjahre: Vier Freunde sind ihres Lebens überdrüssig und wollen sich mit aller Gewalt zu Tode fressen. Die etwas moppelige Andréa findet an den ganzen Sauereien Gefallen. Am Ende, damit wird nicht zu viel verraten, haben die vier dekadenten Herren mit ihrer Dauervöllerei auch den verdienten Erfolg: Einer nach dem anderen reicht den Abschied ein...

Marco Ferreris Satire ist eine Parabel auf die Überflussgesellschaft und ihre Auswüchse. Dabei bedient er sich bewusst äußerst grober Mittel. Das Resultat kann naturgemäß nicht jedermanns Geschmack sein, aber das soll es auch nicht. Sehenswert ist der Film insoweit, als er ein alles in allem typisches Produkt der Siebzigerjahre ist. Gerade Michel Piccoli fand in der Folgezeit großen Spaß daran, in ähnlich Geschmack verachtenden Filmen die Sau rauszulassen, etwa in "Themroc" (1972). In unserer heutigen Zeit, in der auch im Film eine vordergründige "political correctness" als höchstes aller Ziele gilt und niemand beleidigt werden darf, wäre ein Film wie "Das große Fressen" vollkommen undenkbar.

Foto: Kinowelt


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