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Trio Infernal

(Le trio infernal)

Kommentar: Sehenswert

Tja, du musst leider auch dran glauben! Romy Schneider und ihr nächstes Opfer
Tja, du musst leider auch dran glauben! Romy Schneider und ihr nächstes Opfer

Schwarze Komödie, Deutschland, Frankreich, Italien 1974, Regie: Francis Girod, Buch: Francis Girod und Jacques Rouffio, Kamera: Andréas Winding, Musik: Ennio Morricone, Produzent: Wolfdieter von Stein, Raymond Danon, Jacques Dorfman. Mit: Michel Piccoli, Romy Schneider, Mascha Gonska, Andréa Ferréol, Monica Fiorentini, Jean Rigaux, Papinou, Hubert Deschamps, Philippe Brizard, Monique Tarbès, Francis Claude, Pierre Dac.

Rechtsanwalt Sarret aus Marseille hat es faustdick hinter beiden Ohren, denn niemand ahnt, dass der Biedermann Kopf einer Bande ist, die Versicherungen um riesige Summen prellt. Dabei geht Sarret immer nach dem gleichen Muster vor: Mit Hilfe der beiden attraktiven Schwestern Philomene und Catherine guckt er sich wohlhabende Männer aus, die schon nach kurzer Zeit dem Charme und der Schönheit der beiden erliegen. So treten die beiden häufiger vor den Traualtar, als es üblich ist, denn sie überleben ihre Ehemänner regelmäßig. Natürlich hilft Sarret etwas nach, dass diese nicht zu lange die Freuden der Ehe erleben können. Doch dann ziehen dunkle Wolken über dem einträglichen Geschäft auf, denn zwei Komplizen wird die Sache zu heiss...

Ein authentischer Fall aus den Dreißigerjahren, der 1934 zur Enthauptung des Angeklagten Sarret führte, lieferte den Stoff für diese temporeiche und rabenschwarze Krimi-Komödie über Betrug, Mord, Habgier und eine äußerst extravagante Methode, sich Leichen zu entledigen. Durch prägnante Charakterzeichnungen gelingt Regiedebütant Francis Girod ("Die Bankiersfrau") mit seinem prachtvoll ausgestatteten Schauerstück eine furiose Gratwanderung zwischen makabrem Realismus und bitterböser Ironie. Neben dem unwiderstehlichen Michel Piccoli brilliert in der Rolle der skrupellosen, lebenshungrigen Luxusfrau eine enthemmte und entfesselte Romy Schneider, die hier endgültig mit ihrem "Sissi"-Image aufräumt, die "Sissi"-Fans schockte und von der französischen Presse als das "charmante Monster" gefeiert wurde.

Foto: ARD/Degeto


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