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Radetzkymarsch

Kommentar: Sehenswert

Vater mit Sohn: Franz von Trotta (Max von Sydow, l.) und Carl Joseph (Tilman Günther)
Vater mit Sohn: Franz von Trotta (Max von Sydow, l.) und Carl Joseph (Tilman Günther)

Literaturverfilmung, Deutschland, Frankreich, Österreich 1994, Regie: Axel Corti, Gernot Roll, Buch: Georges Conchon, Louis Gardel, Erik Orsenna und Axel Corti, Kamera: Gernot Roll und Christian Reitz. Autor: Joseph Roth. Musik: Zwigniew Preisner. Mit: Max von Sydow, Tilman Günther, Alexander Strobele, Claude Rich, Charlotte Rampling, Julia Stemberger, Gert Voss, Elena Sofia Ricci, Bruno Dallansky, Friedrich von Thun, Jean-Louis Richard, Miguel Herz-Kestranek.

Joseph Trotta, ein junger Leutnant kleinbürgerlicher Herkunft, rettet Kaiser Franz Joseph von Österreich in der Schlacht von Solferino das Leben. Doch seine einfache und gerade Natur kann sich mit den Verdrehungen und Entstellungen von Tatsachen, wie sie politische Klugheit oftmals fordert, nicht abfinden, und er verlässt die Armee. Seinen Sohn Franz von Trotta lässt er zum Beamten erziehen. Dieser wird Bezirkshauptmann in einem kleinen mährischen Städtchen. Im Enkel soll wieder die militärische Tradition der Trottas fortgeführt werden: Carl Joseph wird Zögling einer Kavallerie-Kadettenschule ...

"Radetzkymarsch" gilt als eines der bedeutendsten Werke des Schriftstellers Joseph Roth (1894-1939), der die Familie von Trotta noch persönlich kannte. Diese brillant besetzte und gespielte dreiteilige Verfilmung dieses Romans sollte Axel Cortis letzte Regiearbeit bleiben - er starb noch während der Dreharbeiten am 29. Dezember 1993. Nach seinem Tod übernahm Kameramann Gernot Roll ("Friedrich Freiherr von der Trenck - Zwei Herzen gegen die Krone") die Regie. Nach der gleichnamigen Musikkomödie (1958) von Géza von Bolváry und der gelungenen TV-Adaption (1965) von Michael Kehlmann ist dies die dritte und sicherlich beste Roth-Verfilmung, die 1995 mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet wurde.

Foto: ZDF/ORF


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