Federico Fellini
- Geboren am Dienstag, 20. Januar 1920
- Geboren in Rimini, Italien
- Gestorben am Sonntag, 31. Oktober 1993
- Gestorben in Rom, Italien
Federico Fellini zählt zu den großen Figuren der Filmgeschichte. Wie kaum ein zweiter prägte er seinen unverwechselbaren eigenen Filmstil. Egal, ob er neorealistische oder surrealistische Sujets behandelte, stets waren seine Filme so individuell, dass sie zwar unzählige andere Regisseure beeinflussten, aber keine Filmschule bilden konnten. Jede Nachahmung wäre Plagiat gewesen. Es dauerte seine Zeit, bis Federico Fellini beim Film landete. Seine erste Liebe gehörte dem Theater und dem Zirkus. Im Alter von zwölf Jahren brannte er kurz von zu Hause durch, um sich einer Zirkustruppe anzuschließen. Später ging er auf die Hochschule, allerdings nicht aus Überzeugung,sondern um sich vor dem Militärdienst zu drücken.
In Rom arbeitete Fellini einige Jahre lang als Journalist und Karikaturist, sowie als Song- und Gag-Schreiber. 1939 begann er seine relativ lange Lehrzeit als Co-Autor von Drehbüchern für Filme u. a. von Roberto Rossellini, Pietro Germi und Alberto Lattuada. Bereits dafür erhielt er einige Oscar-Nominierungen, so für seine Mitarbeit an den Büchern von "Rom, offene Stadt" (1944) und "Paisà" (1946), beide von Roberto Rossellini inszeniert. 1952 drehte Fellini mit "Der weiße Scheich" seinen ersten Film, eine Satire auf die damals sehr beliebten Fotoromane. "Die Müßiggänger" (1953) war eine Schilderung des Alltags in einer italienischen Provinzstadt. In den scheinbar unbedeutenden Menschen und den banalen Geschehnissen zeigt Fellini ohne viel Brimborium das Milieu junger Leute im Nachkriegs-Italien.
Zum Star wurde Fellini mit "La Strada - Das Lied der Straße" (1954), der mit einem Oscar als bester nicht englischsprachiger Film ausgezeichnet wurde. In dieser poetischen Tragödie zieht das einfältige Mädchen Gelsomina (Fellini-Gattin Giulietta Masina) mit dem brutalen Schausteller Zampano (Anthony Quinn) umher. Als sie dem Seiltänzer Matto begegnen, kommt es zur Katastrophe. Bis heute zieht dieser Film, der von Einsamkeit und tiefer Menschlichkeit berichtet, das Publikum in seinen Bann. Fellini verstand es hier, zwei Außenseiter zu Helden zu machen.
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