Sturmerprobt und stabil, seit zwei Jahrzehnten auf dem Dach Foto: Kurt Willutzki
Rheinhausener Funkamateure melden nur geringe Schäden
Der orkanartige Sturm Xynthia war für die Antennen der Funkamateure ein richtiger Härtetest. Dabei sind die oft recht großen Gebilde aus Aluminiumrohren selbst nicht so sehr das Problem. Sie sind von Fachleuten sorgfältig berechnet, zugeschnitten auf den jeweiligen Einsatzort mit den zu erwartenden Windgeschwindigkeiten. Wenn aber außergewöhnlich starke Böen auftreten, sind sie oft bis an die Grenze ihrer Belastbarkeit gefordert. Die langen Elemente aus Aluminium werden zwar heftig hin und her gewirbelt, sie sind jedoch elastisch genug, solchen Verbiegungen Stand zu halten.
Noch mehr gefordert sind meist die Masten, bzw. deren Halterungen, an denen die Antennengebilde befestigt sind. Sind sie doch meist von Laien montiert oft überdimensioniert, aber eben auch gelegentlich, mit großem Optimismus, zu knapp bemessen. Diese sind dann schon mal gefährdet.
Ein anderes Problem stellen die Bäume dar. Langdrahtantennen werden gerne daran befestigt, und je höher, je besser. Nur wenn der Wind die Wipfel arg hin und her schaukelt, wird die Drahtantenne oft bis zum Bersten gespannt und zerreist schon mal. Einem Funkfreund hat Xynthia gleich drei Bäume im Garten geknickt, da war die daran befestigte Antenne natürlich nicht mehr zu retten.
Insgesamt sind jedoch nur geringe Schäden entstanden, die Funkfreunde hatten Glück, bzw. hatten doch weitsichtig alles ausreichend dimensioniert.
Als sie am Morgen nach dem Sturm ihre Antennen inspizierten, konnten sie mit sich zu frieden sein. Nur viel stärker dürfen die Stürme nicht werden, dann, dann müssten sie durchaus mit verbogenen Antennen rechnen.
Auch die clubeigene Antennenanlage auf der alten Schule an der Schwarzenberger Straße in Rheinhausen hat das Unwetter gut überstanden, obwohl sie schon seit zwei Jahrzehnten Sonne, Wind und Regen ausgesetzt ist. Auch hier haben die Funkfreunde gute Arbeit geleistet.