Alle Artikel vom 31. März 2015
Neuss

Neun Fördervereine planen erstes gemeinsames Projekt für Jugendliche

Vertrauen und Wir-Gefühl - zwei Stichworte, die gerade Heranwachsenden Orientierung für ihr (künftiges) Leben geben können. "Teamfähigkeit ist wichtig", sagt Volker Staufert, "sie ist für Arbeitskollegen ebenso wichtig wie für pubertierende Jugendliche." Darum plant der Neusser ein Erlebnisprojekt, bei dem 12- bis 18-Jährige unter professioneller Anleitung gemeinsam auf Plattbootfahrt gehen oder eine Zirkus-Vorstellung einstudieren. mehr

Mönchengladbach

Ex-OB Norbert Bude hilft Kommunen bei Personalsuche

Der ehemalige Oberbürgermeister Norbert Bude ist jetzt Seniorpartner bei der Enerson AG in Mülheim/Ruhr. "Ich helfe Kommunen bei der Personalsuche und berate sie bei der Auswahl der Kandidaten", bestätigte Bude gestern der RP. Enerson nutzt dabei die Dienste der Bude Consulting GmbH, mit der sich der Ex-OB Ende vergangenen Jahres selbstständig gemacht hat. "Ich habe noch einige andere Kunden und gut zu tun", sagte er. mehr

Solingen

Zentrum für verfolgte Künste ist da, lebt aber noch nicht

26 280: Die Zahl hört sich unspektakulär an. Es könnte sich um ein Jahreseinkommen handeln, eine Telefon- oder Katalognummer. Tatsächlich stehen diese fünf Ziffern für eines der wahrscheinlich wichtigsten Projekte zur Aufarbeiten von Nazi-Zeit speziell und Diktaturen allgemein. Es geht um das Zentrum für verfolgte Künste, dass im Februar an den Start gegangen ist. 26 280 ist die nun eingetragene Handelsregisternummer. mehr

Azubiprojekt News To Use

Ein Abend mit Ingo Appelt im "Roten Krokodil"

Statt Comedian hätte Ingo Appelt eigentlich Konditor werden sollen. Für diesen Job hielt ihn zumindest das Arbeitsamt für besonders geeignet, nachdem Appelt als 15-Jähriger dort einen Test zur Berufswahl gemacht hatte. Dass es anders kam, wussten die Auszubildenden und Ausbilder, die als Teilnehmer des RP-Projektes "News to Use" Ingo Appelt nach einem Auftritt im Mönchengladbacher "Roten Krokodil" noch im kleinen Kreis treffen durften. mehr

Mönchengladbach

Nippon Express und Zalando beim Tag der Logistik

Unter dem Motto "Nippon meets Germany" beteiligt sich das japanische Unternehmen Nippon Express am deutschlandweiten "Tag der Logistik" am 16. April. Der Logistiker ist seit 1993 am Standort Güdderath tätig und mit 53 000 Mitarbeitern in 40 Ländern und über 480 Standorten einer der größten Logistikdienstleister weltweit. Tagtäglich steuern bis zu 180 Mitarbeiter die Distributionslogistik für führende Markenhersteller im Bereich der EDV-Peripherie und Bürokommunikation. mehr

Kreis Kleve

Kreisfeuerwehr warnt vor Gefahren des Osterfeuers

Sie gelten über Jahrhunderte als Tradition, die Osterfeuer, die in Kürze wieder hundertfach entzündet werden dürften. Allerdings können Leichtsinn und Unkenntnis eine solche Tradition, die oftmals auch ein Erlebnis ist, sehr schnell trüben. So sollen die nachfolgenden Tipps des Kreisfeuerwehrverbandes Kleve helfen, die Gefahren zu minimieren, wobei es gilt, nötige Sicherheitsabstände wie zum Beispiel 100 Meter zum Wald und 50 Meter zu Gebäuden einzuhalten. mehr

Hückeswagen

Sozialarbeit an den Schulen in Hückeswagen läuft weiter

Die Sozialarbeit an den Hückeswagener Schulen läuft weiter - allerdings stark reduziert, weil nicht mehr so viel Geld dafür zur Verfügung steht wie in den Vorjahren. Der Diplom-Sozialpädagoge Michael Kritzler, seit März 2012 als Schulsozialarbeiter in Hückeswagen tätig, wird künftig nur noch halb so viel Zeit an den Schulen der Stadt arbeiten wie bisher. Die Hintergründe erläuterte Michael Kirch als auch für die Schulen zuständiger Fachbereichsleiter innerhalb der Stadtverwaltung jetzt im Schulausschuss. mehr

Mönchengladbach

Bunter Garten: Großes Beet erst im April bepflanzt

Jedes Jahr ist die Bepflanzung des großen Blumenparterres des Bunten Gartens mit dem Frühjahrsflor ein lange erwartetes Ereignis. Die stattliche Anzahl von etwa 20 000 Stiefmütterchen wird seit Ende vergangenen Jahres von einer Mönchengladbacher Gärtnerei angezogen. Aufgrund des frühen Ostertermins in diesem Jahr und der nasskalten Witterung ist der Boden für eine Pflanzung derzeit noch nicht geeignet, teilte die Stadt gestern allerdings mit. mehr

Langenfeld

Schwarzer Renault beschädigt Opel

Der Fahrer eines schwarzen Renault Modus hat am Sonntagnachmittag gegen 15.45 Uhr auf der Von-Holstein-Straße in Langenfeld einen Opel gestreift. Dabei hat er laut Polizeibericht einen Schaden in Höhe von etwa 1000 Euro an der Stoßtange des Opels verursacht. Der Mann soll mit überhöhter Geschwindigkeit gefahren sein und konnte deshalb offenbar nicht schnell genug auf das Parkmanöver des 30-jährigen Opelfahrers reagieren, der rückwärts in eine Parkbucht wollte. mehr

Studie bestätigt – Rituale geben Halt und bringen Glück

Die beliebtesten Alltagsrituale: Kaffee, Tagesschau & Lotto

97 Prozent der Nordrhein-Westfalen haben es: ein Alltagsritual. In Zeiten von Hektik und Stress vermittelt es das Gefühl von Halt und Stabilität. 75 Prozent der Befragten glauben, Rituale gestalten ihren Alltag angenehmer. Neben dem Kaffee am Morgen, einem gemeinsamen Essen im Kreis der Familie oder der Tagesschau am Abend gehört für viele auch das Spielen von LOTTO 6aus49 zu den beliebten Ritualen. mehr

Rees

Toter Fuchs lag immer noch im Straßengraben

Am Wochenende meldete sich noch einmal der Anwohner, der wie berichtet, einen toten Fuchs an der B 8 in der Nähe der Rauen Straße entdeckt hat. Das Tier sei immer noch nicht abtransportiert, sagte er. Hier würden sich offenbar die verschiedenen Behörden die Zuständigkeit hin- und herschieben. Er ist davon überzeugt, dass die Stadt für die Entsorgung des Kadavers verantwortlich sei, weil sie auch das Jagdrecht in dem Gebiet verpachtet habe. mehr

Urdenbach

Schüler enttäuscht über Absage von Abistreich

Für die Abiturienten am Gymnasium Koblenzer-Straße sollte es der Höhepunkt der traditionellen Mottowoche vor den Abiturklausuren nach den Osterferien werden. Der für Freitag geplante Abistreich wurde jedoch von der Schulleitung abgesagt. "Nach schulinternen Ereignissen kurz vor der Veranstaltung, war keine Grundlage für eine fröhliche und heitere Stimmung gegeben. Wir haben uns daher entschieden den Abistreich nicht mehr vor den Prüfungen stattfinden zu lassen", sagt Schulleiter Peter Labouvie. Zu den genaueren Hintergründen wollte er sich nicht äußern. mehr

Rollhockey

IGR-Reserve baut nach der Pause stark ab

In der Regionalliga kassierte die Reserve des Bundesligisten IGR Remscheid am Sonntag beim RHC Recklinghausen II eine 4:14 (2:6)-Niederlage. Die ersten 20 Minuten fand Trainer Thomas Ullrich noch "richtig geil". Die Remscheider gingen in Führung und hatten in Torhüter Michael Raab einen sehr starken Rückhalt. Das blieb der Keeper auch bis zum Schluss, aber weil seine Vorderleute zunehmend abbauten, gab es am Ende eine klare Pleite. Die Tore der IGR erzielten Felix Krause (3) und Jan-Hendrik Kulessa. mehr

Leichtathletik

Reiner Görtz vom ASV Süchteln verpasst EM-Medaille nur knapp

Der 74-jährige Reiner Görtz vom ASV Süchteln schaffte bei den Winterwurfmeisterschaften im Rahmen der europäischen Senioren-Hallenmeisterschaften im polnischen Torun den vierten Platz im Speerwurf. Mit den dabei geworfenen 34,19 Metern in seiner Paradedisziplin ist er sehr zufrieden: "Die äußeren Bedingungen waren optimal." Görtz hatte insgesamt nur drei gültige Versuche, wobei ihm erst letzten Versuch die Weite gelang, die zu Platz vier reichte. mehr

Düsseldorf

BV-Politik votiert einstimmig für Kürten-Ehrung

URDENBACH Eine Straße oder einen Platz nach dem ehemaligen Oberbürgermeister und Urdenbacher Urgestein Josef Kürten benennen, dies ist nicht nur der Wunsch des Allgemeinen Bürgerverein Urdenbach (ABVU), sondern auch der der zuständigen Bezirksvertretung 9. In einem interfraktionellen Antrag bittet sie Oberbürgermeister Thomas Geisel, mit der Familie Kontakt aufzunehmen. Diesen Beschluss fassten die Stadtteilpolitiker in der Sitzung am Freitag einstimmig. mehr

Kiel

Kiel acht Monate ohne Handball-Weltmeister Klein

Handball-Rekordmeister THW Kiel muss im Titelkampf der Handball-Bundesliga auf Linksaußen Dominik Klein verzichten. Der Weltmeister von 2007 erlitt beim 36:22-Erfolg beim HC Erlangen einen Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie und fällt voraussichtlich acht Monate aus. Dies teilte der THW nach einer MRT-Untersuchung mit. "Das ist wirklich bitter. Dominik hat bisher eine ganz starke Saison gespielt und wird uns jetzt in der entscheidenden Phase sehr fehlen", sagte Kiels Geschäftsführer Thorsten Storm, "wir werden unserem Spieler auf seinem langen Weg zurück alle Unterstützung geben, die eine so schwere Verletzung erfordert." mehr

Berlin

WLAN im Nahverkehr lässt auf sich warten

Auf drahtlose Internetzugänge in Regional- und S-Bahn-Zügen müssen Fahrgäste vermutlich noch jahrelang warten. "Dass WLAN bei den Fahrgästen ein Bedürfnis ist, haben wir verstanden", sagte Thomas Geyer, Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft Schienenpersonennahverkehr der "Welt". "Aber eine Einführung im Nahverkehr ist kein Akt von ein, zwei Jahren. Realistisch ist, dass wir WLAN in circa fünf Jahren in nennenswerterem Umfang im Schienennahverkehr haben. mehr

Berlin

Brechts Handschriften gehen nach Berlin

Die Berliner Akademie der Künste hat wertvolle Handschriften von Bertolt Brecht (1898-1956) erhalten. Dabei handelt es sich um Werkhandschriften sowie Briefe und Postkarten an seine Tochter Hanne Hiob, ihre Mutter Marianne Zoff, Brechts erste Ehefrau, sowie an die Schauspielerin Therese Giehse und den Verleger Peter Suhrkamp. Auch ein Tagebuch von 1921 befinde sich unter den neu erhaltenen Handschriften, teilte die Akademie der Künste in Berlin mit. mehr

Persönlich

Angelo Provenzano . . . erzählt von Papa, dem Mafioso

Es ist für viele Touristen der Höhepunkt des Tages: 18 Uhr, Hotel "Plaza Opera" in Palermo. Der US-Veranstalter hat ein Treffen mit Angelo Provenzano arrangiert. Thema: die Mafia. Der 39-Jährige ist nämlich der erstgeborene Sohn eines Mannes, der die blutige Geschichte der sizilianischen Cosa Nostra über Jahrzehnte bestimmte. Bernardo Provenzano war einer der größten Verbrecher aller Zeiten. 43 Jahre war er auf der Flucht; nach elf Jahren als "Boss der Bosse" wurde Provenzano 2006 gefasst. mehr

Düsseldorf

NRW will Verbot der Massentötung von Küken

NRW drängt den Bund, die Massentötung männlicher Küken umgehend zu verbieten und das Tierschutzgesetz entsprechend zu ändern. Verbraucherschutzminister Johannes Remmel (Grüne) kündigte dazu eine Bundesratsinitiative an. Er warf Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) vor, auf Zeit zu spielen. Schmidt hatte angekündigt, die Tötung dieser Tiere spätestens 2017 beenden zu wollen. Die Brüterei-Betriebe sind nur an den eierlegenden weiblichen Tieren interessiert. mehr

Le Pen bleibt gefährlich

Die vierte Wahlschlappe in Folge haben die französischen Sozialisten am Wochenende kassiert, doch Präsident François Hollande hat nur eine Botschaft: "Weiter so". Weiter mit dem zaghaften Reformkurs, den keiner so richtig versteht und der im wesentlichen auf dem Prinzip Hoffnung beruht. Seit fast drei Jahren regieren die Sozialisten Frankreich und genauso lange hoffen sie vergeblich darauf, dass die Arbeitslosenzahlen endlich zurückgehen. Ernsthafte Reformen verhindert der linke Flügel der Sozialisten. mehr

Peking

Chinas Präsident lässt sich jetzt auch im Comic feiern

Ein Online-Cartoon über Staats- und Parteichef Xi Jinping und seine Frau Peng Liyuan macht in China Furore. Der Comic erklärt, warum Xi zu einem Wirtschaftsforum auf die Südseeinsel Hainan fährt. Der Trickfilm ist Teil des neuen Personenkults um Xi. In dem Streifen wird das Präsidentenehepaar "Xi Dada" (Onkel Xi) und "Peng Mama" genannt. Und es geht gleich despektierlich los mit der Frage, warum "Xi Dada" denn nun schon zum dritten Mal hintereinander nach Hainan fahre. "Will er Südseeatmosphäre unter Palmen schnuppern, am Strand baden oder sich unter andere Erlauchte mischen?" mehr

Düsseldorf

Am meisten Geld wird an Automaten in Köln verzockt

In Nordrhein-Westfalen wird immer mehr Geld an Spielautomaten ausgegeben. 2014 haben Spieler allein in Spielhallen rund 1,34 Milliarden Euro verzockt. An Spielautomaten in Gaststätten haben Spieler zusätzlich 155 Millionen Euro verspielt. In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Ausgaben am Spielautomaten damit mehr als verdoppelt: 2004 wurden noch fast 500 Millionen Euro in Spielhallenautomaten gesteckt. Das hat der Arbeitskreis gegen Spielsucht e.V. in Unna ermittelt. Die Zahlen werden alle zwei Jahre bei Kommunen in NRW mit mehr als 10 000 Einwohnern nachgefragt. mehr

London

Häftling entlässt sich selbst aus Gefängnis

Ein 28 Jahre alter Häftling hat sich mit Hilfe einer falschen E-Mail selbst aus einem der bestgesicherten Gefängnisse in Großbritannien entlassen. Der verurteilte Millionenbetrüger habe eine E-Mail-Adresse benutzt, die der amtlichen Adresse täuschend ähnlich sei. Von dieser Adresse habe er die gefälschten Entlassungspapiere an seine Aufseher im Gefängnis im Londoner Süden geschickt - und wurde prompt in die Freiheit geschickt, so die Staatsanwaltschaft. Der Fall ereignete sich im März des vergangenen Jahres. Nur drei Tage nach seiner Flucht stellte sich der Mann wieder den Behörden. Richter James Hunt bezeichnete das Verhalten als "genial kriminell". Ein Urteil wird für den 20. April erwartet. mehr

Hilden

Sozialhilfe-Empfänger ließ sich Luxus-Bleibe finanzieren

Mehr als drei Jahre hat ein alleinstehender Empfänger von Sozialleistungen in Hilden in einer 140 Quadratmeter großen Wohnung mit Schwimmbad, Sauna und Garage gelebt - und die Sozialbehörden mussten die Warmmiete von 1320 Euro bezahlen. Das hatte der Mann vor dem Sozialgericht Düsseldorf erstritten. Das Jobcenter Mettmann und das Sozialamt Hilden weigerten sich zunächst, die große Wohnung zu finanzieren, weil das "unangemessen" sei, und wollten nur den Regelsatz zahlen. Grundsätzlich seien bis zu 50 Quadratmeter Wohnfläche für einen Alleinstehenden angemessen, erläutert Richterin Angelika Preisigke, Sprecherin des Sozialgerichts Düsseldorf. Es gebe aber Fälle, dass jemand "nicht umzugsfähig" sei. Das müsse ärztlich festgestellt und auch überprüft werden. Der Hilfe-Empfänger aus Hilden hatte offenbar ein ärztliches Attest, das ihn vor einem Umzug bewahrte. Mit welcher Begründung, dazu dürfe sie nichts sagen, so Preisigke. "Gegen Sozialgerichte haben wir wenig Chancen", sagt Marion Bayan, Leiterin des Sozialamtes Kreis Mettmann. Es vertritt die kreisangehörigen Städte bei Gerichtsverfahren. Haben Amtsärzte denn das Attest nicht überprüft? Bayan: "Dazu darf ich nichts sagen." Auch das Jobcenter Mettmann schweigt sich aus. mehr

Chemie

Lanxess

Lanxess gilt als Turnaround-Story. Erste vorzeigbare Fortschritte bei der Restrukturierung des Konzerns hat der neue Vorstandsvorsitzende Zachert bereits vorzuweisen. Operativ lief es im Abschlussquartal 2014 besser als erwartet, wodurch sich die Stimmung gegenüber diesem Titel verbessert hat. Der Ausblick auf das Gesamtjahr ist vor dem Hintergrund des Rückenwinds durch die Währung und weiterer Kosteneinsparungen recht konservativ, mit unterjährigen Anpassungen der Jahresziele nach oben ist zu rechnen. Lanxess ist im Chemie-Sektor einer der attraktivsten Restrukturierungs-Werte, das Marktumfeld für das Kautschukgeschäft bleibt jedoch schwierig. Das Unternehmen sondiert hier mögliche Allianzen mit strategischen Partnern. (Xetra, 30.3.: 50,14 Euro) mehr

Sozialpolitik

Berlin und Paris regeln Steuer für Rentner

Berlin (dpa) Für deutsch-französische Grenzgänger sowie in Frankreich lebende Rentner soll es ab 2016 Erleichterungen bei der Besteuerung von Einkünften geben. Deutschland und Frankreich wollen dazu im Rahmen der Regierungskonsultationen ein Zusatzprotokoll zum Doppelbesteuerungsabkommen vereinbaren, wie das Finanzministerium mitteilte. Die Besteuerung von Rentnern mit Altersbezügen aus dem jeweils anderen Staat sowie von Grenzgängern werde vereinfacht. Künftig werden Renten aus der deutschen Rentenversicherung an in Frankreich lebende Bezieher nur in Frankreich besteuert. Dies gilt auch für den umgekehrten Fall. Mindereinnahmen für den deutschen Fiskus würden ausgeglichen. Es gibt 72 000 Menschen, die in Frankreich eine deutsche Rente erhalten - ein Großteil davon sind Grenzgänger. mehr

Oberhausen

Jelineks Flüchtlingsstück ganz aktuell

Intendant Peter Carp hat am Theater Oberhausen "Die Schutzbefohlenen" inszeniert, Elfriede Jelineks Text-Massiv zum Thema Flüchtlinge, das so gut in die Zeit passt wie kaum ein anderes Stück. Um ein Gefühl für die zerbrechliche, bedrohte Existenz von Menschen auf der Flucht zu schaffen, lässt Carp zuerst die Theatermaschine alleine sprechen. Die Bühne ist unübersichtlich und dunkel, ein Raum aus Begrenzungen, Barrieren. Ein Scheinwerfer sucht - nach "Unbefugten"? Wasser rauscht, man hört es metallisch knatschen. Die ungewisse Fahrt über das Mittelmeer als akustische und visuelle Erzählung trifft wirkungsvoll auf das Gefühl. mehr

Berlin

Peymann denkt schon laut über seinen Ruhm nach

Theatermacher Claus Peymann (77) geht mit einer wohlklingenden Kampfansage in seine letzten zwei Jahre als Intendant des Berliner Ensembles. "Ich möchte es meinem Nachfolger möglichst schwer machen", sagte er, der einer der dienstältesten Intendanten Deutschlands ist, der "Märkischen Allgemeinen Zeitung" (Dienstagausgabe). "Alle sollen sagen: Mein Gott, war das eine tolle Zeit mit dem Peymann und seiner Truppe." Er träume davon, sagte Peymann, seine 18 Jahre am Berliner Ensemble zu einem unvergesslichen Abschluss zu bringen. "Dann werde ich 80 Jahre alt sein, da sind andere schon längst vermodert." Im Sommer 2017 übernimmt der derzeitige Frankfurter Intendant Oliver Reese das von Bertolt Brecht gegründete Haus am Schiffbauerdamm. mehr

Düsseldorf

Bankenaffäre in Österreich: NRW.Bank spricht von Skandal

NRW.Bank-Chef Klaus Neuhaus hat die bisherige Weigerung Österreichs, für die Schulden der Kärntner Heta-Bank zu haften, scharf kritisiert. Es sei das erste Mal, dass sich ein Land "mit juristischen Winkelzügen seiner Garantien entledigt", sagte Neuhaus gestern. Er nannte das Verhalten der Österreicher "einen Skandal". Die NRW-Förderbank gehört zu den Instituten, die Forderungen gegen die Heta haben. Sie hat nach bisher unbestätigten Informationen rund 270 Millionen Euro in Österreich im Feuer. Ebenfalls betroffen sind unter anderem die BayernLB, die Hypo Real Estate und der Rückversicherer Munich Re. mehr

Nürburg

Zieht Festival vom Nürburgring nach Gelsenkirchen?

Wenige Wochen vor dem geplanten Termin gibt es Hinweise auf einen möglichen Wegzug des neuen Rockfestivals "Grüne Hölle" vom Nürburgring. Die Konzertagentur Deag prüft die Verlegung des Festivals vom Nürburgring nach Gelsenkirchen. Derzeit liefen Gespräche mit der dortigen Veltins-Arena, teilte Deag gestern mit. "Eine Entscheidung dazu wurde aber noch nicht getroffen." Deag-Chef Peter Schwenkow sagte, innerhalb von drei Tagen solle Klarheit geschaffen werden. Es gebe bereits eine Reservierung für das Stadion in Gelsenkirchen für den Festivaltermin vom 29. bis 31. Mai. mehr

Bergbau

Newmont Mining

Der Goldpreis sollte weiter vom Abwertungswettlauf profitieren. Goldminen wie Newmont Mining sind in der aktuellen Situation einem Direktinvestment in Gold aber vorzuziehen. Newmont Mining dürfte ungetrübt von einem steigenden Goldpreis profitieren, nachdem in den letzten Jahren intensiv an der Kostenschraube gedreht wurde. Zudem wird die zyklische Kostenentlastung aufgrund schwacher Produktionswährungen wie dem australischen Dollar und sinkender Energiepreise ihre volle Wirkung entfalten, so dass ein steigender Goldpreis einen enormen Hebel auf den Gewinn entfalten könnte. (Xetra, 30.2.: 20,39 Euro) mehr

Pharma

Sanofi

Die Sanofi-Aktie hat sich in den letzten Wochen hervorragend entwickelt. Mit den gestiegenen Kursen hat sich aber auch der ehemalige Bewertungsabschlag zum Sektor relativiert. Zudem ist das wichtige Zukunftsmedikament "Praluent" durch Patentklagen gefährdet, es drohen deutliche Reduzierungen bei den Gewinnschätzungen. Auf dem jetzigen Bewertungsniveau bieten daher andere Titel im Sektor (vor allem hinsichtlich der Pipelinequalität) ein besseres Chance/Risiko-Verhältnis. Angesichts der genannten Punkte raten wir zu Gewinnmitnahmen. Xetra, 30.3.: 93,03 Euro) mehr

Meldungen

Wer stehend arbeitet, sollte sich trotzdem oft bewegen

Schwere Beine und Rückenschmerzen - wer viel im Stehen arbeiten muss, kennt das Problem zur Genüge und aus leidvoller Erfahrung. Friseure, Verkäufer oder Küchenpersonal sollten deshalb darauf achten, möglichst viel in Bewegung zu kommen. Darauf weist Michael Nasterlack von der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin hin. Diese vorbeugenden Maßnahmen verhindern, dass Muskulatur und Wirbelsäule über lange Zeit einseitig belastet werden, und es bringt außerdem die Blutzirkulation in Gang. Beim Stehen selbst achten Mitarbeiter am besten darauf, dass sie hüftbreit stehen. mehr

Nürnberg

Deutsche kochen viel seltener als etwa Inder

Im Fernsehen wird geschnippelt, gebraten und gedämpft, zu Hause stehen die Regale voller Rezeptbücher - und dennoch sind die Deutschen einer Umfrage zufolge eher Kochmuffel. Nicht einmal fünfeinhalb Stunden pro Woche stehen sie am Herd, so das Marktforschungsunternehmen GfK. Damit liegen sie auf dem viertletzten Platz unter 22 Nationen. Nur in Brasilien, der Türkei und Südkorea verbringen die Menschen demnach noch weniger Zeit mit Kochen. Das größte Engagement in der Küche zeigen demnach Inder und Ukrainer mit mehr als 13 Stunden pro Woche. In Westeuropa liegt Italien mit gut sieben Stunden vorne, gefolgt von Spanien. mehr

Kommentar

Spieler sind immer Verlierer

Es gibt kaum ein traurigeres Bild als Männer vor einem Spielautomaten. Mit leerem Blick verfolgen sie die Zahlen- und Symbolspiele, springen von Automat zu Automat und hoffen, dass es irgendwo Eurostücke regnet. Spieler sind immer Verlierer. 619 Automaten in Remscheid laden dazu ein, seine Finanzen und seine Seele zu ruinieren. Das sind die Kehrseiten einer freiheitlichen Gesellschaft, die es sich erlauben will, der Marktwirtschaft freien Lauf zu lassen. Remscheid ohne Spielautomaten - niemandem würde etwas fehlen. cip mehr