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Fahrbericht im kompakten Japaner: Toyota Verso ist ein Raumwunder

VON PIA TERHEYDEN - zuletzt aktualisiert: 13.02.2012 - 19:44

Düsseldorf (RP). Von außen betrachtet, pflegt der Verso das Understatement. So würde kaum einer auf die Idee kommen, dass in diesen kleinen Van tatsächlich sieben Personen hineinpassen. Und doch gelingt es – vorausgesetzt die Hinterbänkler sind keine erwachsenen Riesen.

Das perfekte Auto also für Familientouren. Und nicht nur das. Während manche Van-Fahrer viermal um den Block kurven müssen, um einen passenden Parkplatz für das ausladende Gefährt zu finden, dürfte die Trefferquote für den Verso-Chauffeur deutlich besser ausfallen. Das nur 4,40 Meter lange Auto passt nicht nur in normale Parklücken, es lässt sich auch dank guter Übersicht entspannt hineinmanövrieren. Für Städter mit Raumbedarf also das perfekte Auto.

Wer allerdings sperrige Ladung mit dem Verso transportieren möchte, dürfte schnell an Grenzen stoßen. Die Rückbank bietet zwar zwei Optionen zum Teilen, doch das war's dann auch schon mit der Flexibilität. Verglichen mit der Konkurrenz lassen sich in dem kompakten Japaner weder die Sitze ausbauen, noch lässt sich die zweite Sitzreihe großartig verschieben: Drei Zentimeter in Längsrichtung sind machbar, mehr aber nicht. Gut, dass sich die Sitze in der zweiten Reihe um fast 20 Zentimeter nach hinten und vorne bewegen lassen, sonst bliebe die Hinterbank schlichtweg unerreichbar und reines Alibi.

Ansonsten wirkt der Innenraum in der von uns gefahrenen Life-Ausstattungsserie trotz vieler dunkler Kunststoffelemente solide und durchdacht. Einen Designpreis werden sich die Japaner damit aber sicherlich nicht verdienen. Spaß macht das neue Multimedia-System "Toyota Touch" mit 6,1 Zoll großem Farbdisplay für die Bedienung des Radio/CD-Spielers sowie Bluetooth-Schnittstelle zum Mobiltelefon und USB-Anschluss. Das passende Navigationssystem (Aufpreis 550 Euro) leitet zuverlässig und erklärt sich in der Handhabung von selbst.

Beim Antrieb versprechen die Japaner dank Optimal Drive Konzept (weniger Gewicht und Reibung, dafür bessere Verbrennung) eine Leistungssteigerung um bis zu 20 Prozent. Der von uns gefahrene stärkste Dieselmotor mit 2,2 Liter Hubraum und einem Drehmoment-Maximum von 400 Nm zwischen 2000 und 2800 U/min zeigte sich aber trotz 177 PS nicht sonderlich durchzugsstark. Überzeugend hingegen waren die Verbrauchswerte von durchschnittlich 7,2 Litern auf 100 Kilometern. Bei moderaterer Fahrweise hätten wir bestimmt einen noch besseren Wert erzielt.

Überraschend sind die Fahreigenschaften des Verso: Dank des beachtlichen Radstands von 2,78 Metern und einem souveränen Fahrwerk bleibt der Kompaktvan in schnell gefahrenen Kurven sehr stabil. Eine gute Übersicht bietet auch die erhöhte Sitzposition. So lässt sich die ganze Bagage sicher durch den Verkehr kutschieren.

Quelle: RP/nbe/pst


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