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Neuer CC setzt auf klares Design: Volkswagens Schönling ist nun noch schöner

VON JENS MEINERS - zuletzt aktualisiert: 22.01.2012 - 22:02

Düsseldorf (RPO). Das Bindeglied zwischen Passat und Phaeton möchte er sein: der CC, der im Januar 2008 in Detroit präsentiert wurde und sich inzwischen 320.000 mal verkauft hat. Der flache Viertürer bildete gewissermaßen die Nachhut der vom damals bereits entlassenen Chefdesigner Murat Günak geprägten, eher verschnörkelten Designausprägung der Marke.

Und dementsprechend fremd nahm sich die coupéhafte Limousine im Volkswagen-Modellprogramm zuletzt aus. Denn inzwischen orientiert man sich am Bauhaus und setzt auf klare, einfachere Linien.

Jetzt haben die Wolfsburger den CC auf den neuesten Stand gebracht - jedenfalls soweit es das Budget für den mindestens 31.800 Euro teuren Viertürer zuließ. Denn Türen, Fenster, Dach, Kotflügel und Kofferraum blieben unangetastet.

Geändert hat man die Motorhaube, die ihre Aufwölbung verliert und dafür schärfer konturiert ist; die Stoßflächen und Seitenschweller; den Kühlergrill - und die Rückleuchten, die jetzt dank LED-Technik heller strahlen. Damit fügt sich der CC besser in die aktuelle Modellpalette ein, ohne seinen Charakter zu verlieren. VW betont die hinzugewonnene optische Verwandtschaft mit dem Phaeton; gleiches gilt allerdings auch in Bezug auf die anderen Baureihen der Marke.

Innenraum kaum verändert

Das Interieur wurde nur geringfügig verändert; am auffälligsten ist die neue Bedieneinheit für Heizung und Klimaanlage sowie die zentral angeordnete Analoguhr; beides ist so ähnlich aber auch im regulären Passat vorhanden. Und wie dort winden sich um die Luftausströmer glänzende Zierleisten. Angeboten wird der CC als Vier- oder Fünfsitzer; trotz der coupéhaften Dachlinie sitzt man gut.

VW hat einige neue Ausstattungen in den CC hineinkonstruiert. Bi-Xenon-Scheinwerfer sind Serie, gegen Aufpreis offeriert man eine automatische Fernlichtregulierung, die auch partiell abblenden kann. Es gibt optional eine kamerabasierte Verkehrszeichenerkennung, die zum Beispiel auch zeitliche Einschränkungen oder den Zusatz "bei Nässe" erkennt.

Quer einparken möglich

Der Parkassistent kann jetzt nicht nur längs, sondern auch quer einparken. Wer will, erhält einen Massagesitz und einen Sensor, mit dem sich der Kofferraum per Fußschwenk öffnen lässt. Doch für all dies gilt: Das gibt es auch im regulären Passat. Wirklich neu ist die Zusammenführung des radarbasierten Totwinkelassistenten und des kamerabasierten Spurhalteassistenten. Hier ist die Einführung im profaneren Passat allerdings auch nur eine Frage der Zeit.

VW hat den Geräuschpegel mit Dämm-Matten nochmals gesenkt, so dass sich der CC als exzellentes Reiseauto präsentiert. Je nach Ausstattung gibt es eine elektronische Dämpferregelung, die in drei Stufen einstellbar ist und für fast alle Fahrer eine passende Abstimmung offeriert.

Hervorragende Seitenlage

Das bewährte Fahrwerk glänzt mit hervorragender Straßenlage. Die leichte Untersteuertendenz wird - wo vorhanden - vom XDS-System wirkungsvoll gekontert. Dabei handelt es sich um eine Zusatzfunktion des ESP-Stabilitätssystems, die dem Auto mit präzisen Bremseingriffen noch mehr Agilität verleiht. Die elektrische Servolenkung ist präzise und leichtgängig, vermittelt aber dennoch guten Straßenkontakt. Selbst dann, wenn der relativ schwere 3,6-Liter-V6-Motor auf der Vorderachse lastet, wirkt der CC sehr agil.

Dieser Sechszylinder ist sicherlich die angenehmste Motorisierung für das neue VW-Modell. Mühelos schüttelt der großvolumige Motor seine 220 kW/300 PS aus dem Ärmel und dreht so leichtfüßig wie klangstark in obere Drehzahlbereiche.

Beau im VW-Programm

Vernünftiger ist der CC allerdings mit den Vierzylinder-Motoren; hier offeriert VW zwei Benziner mit 118 kW/160 PS und 155 kW/210 PS sowie zwei Dieselmotoren mit 103 kW/140 PS und 125 kW/170 PS. Die schwächere Variante gibt es dabei auch als Euro-6-fähige Version. Für die Kraftübertragung auf die vorderen oder alle vier Räder sorgt je nach Ausführung ein manuelles Sechsgang-Getriebe oder ein Doppelkupplungsgetriebe mit sechs oder sieben Gängen.

Der CC spielt auch nach seiner Überarbeitung überzeugend die Rolle des Beau im VW-Programm, ohne dass er sich von der neuen Formensprache noch distanzieren würde. Eines ist er jedoch weiterhin nicht: Ein überzeugendes Bindegliedes zwischen Passat und Phaeton.

Quelle: SP-X/nbe/pst/top

 
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