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mercedes F800 style panorama HERSTELLER 2010-0222
  Foto: Hersteller

F800 Style: Neue Oberklasse-Vision von Mercedes

zuletzt aktualisiert: 22.02.2010 - 12:48

Düsseldorf (RPO). Eine Woche vor dem Genfer Salon landet Mercedes-Benz einen Coup der überraschenden Art. Die Stuttgarter zeigen den F800 Style. Zwei Rollen sind der Studie zugedacht. Sie ist einerseits Showcar und verfügt andererseits über zukunftsweisende Antriebe im Oberklasse-Segment.

Mit einem neuen Forschungsfahrzeug gibt Mercedes einen Ausblick auf eine "grüne" Oberklasse-Limousine im E-Klasse-Format. So ermöglicht die Plattform des 4,75 Meter langen Fünfsitzers verschiedene Antriebstechnologien: Der Wagen kann rein elektrisch mit einer Brennstoffzelle oder mit einem Plug-In-Hybrid angetrieben werden. Die Studie F 800 Style wird auf dem Genfer Autosalon (4. bis 14. März) vorgestellt, teilt der Hersteller mit.

Die Brennstoffzelle sitzt vorne unter der Haube. Der Elektromotor mit etwa 100 kW/136 PS für Geschwindigkeiten bis zu 180 km/h ist an der Hinterachse montiert. Die Wasserstofftanks für eine Reichweite von 600 Kilometern stecken im Mitteltunnel und unter der Rückbank. In der Hybrid-Konfiguration läuft vorn ein V6-Benziner mit etwa 220 kW/300 PS, dem ein 80 kW/109 PS starker, im Getriebe integrierter E-Motor zuarbeitet. Weil er genug Kraft und die Batterie unter dem Kofferraumboden ausreichend Kapazität hat, kann der F 800 bis zu 120 km/h schnell und bis zu 30 Kilometer weit ohne den Verbrenner fahren.

Bei einer Systemleistung von 300 kW/409 PS beschleunigt der F800 in 4,8 Sekunden auf 0 auf 100 km/h. Für den Plug-In-Hybrid, der in etwa drei Jahren mit der nächsten Generation der S-Klasse in Serie geht, gibt Mercedes einen Gesamtverbrauch von 2,9 Litern an (C02-Ausstoß: 68 g/km). Der Verbrauch der Brennstoffzelle liegt bei 0,9 Kilogramm Wasserstoff oder umgerechnet 3 Litern Diesel.

Trotz modernster technischer Komponenten zur Energie-Ersparnis finden im Innenraum fünf Personen Platz. Plug-in-Hybrid oder Brennstoffzellenantrieb sind platzsparend im Motorraum und in Zwischenräumen des Fahrzeugchassis untergebracht.

Das äußere Erscheinungsbild des F800 Style ist von einem langen Radstand, kurzen Karosserieüberhängen und einer fließenden Dachlinie geprägt. Von der Seite betrachtet erweist sich die Studie als Mixtur: Der leicht vorgewölbte Kühler vom dem Stern besitzt Züge des SLS AMG. Anstelle der Flügeltüren überrascht Mercedes mit einem Schiebetür-Konzept. Um den Zustieg zum Fond zu erleichtern, verzichtet Mercedes beim F800 Style darüber hinaus auf die sogenannte B-Säule und montiert hinten eine Tür, die erst aufschwingt und dann wie eine Schiebetür nach hinten gleitet.

Die vorderen Scheinwerfer sind in einzelne Segmente für Tagfahrlicht, Blinkeinheit und Hauptscheinwerfer untergliedert. Mit LED-Technik sind auch die Rückleuchten des F800 Style versehen.

Neben dem sauberen Antrieb zeigt Mercedes mit dem F800 auch neue Informations-, Bedien- und Assistenzsysteme. So errechnet der Bordcomputer die elektrische Reichweite für die jeweilige Umgebung und zeigt den Aktionsradius auf dem Navi-Monitor an. Statt auf dem Bildschirm tastet der Fahrer auf einem Bedienfeld am Mitteltunnel. Und im Stau übernimmt die automatische Abstandsregelung zusammen mit einer Stereokamera bis Tempo 40 innerhalb der entsprechenden Fahrspur auch das Lenken.

Das letzte Showcar von Mercedes ähnlicher Art war der F700, den Mercedes zur IAA 2007 mitbrachte. Der sogenannte "Diesotto" verküpfte damals die Antriebstechnologien Diesel und Ottomotor miteinander, blieb in der Praxis letztlich aber ohne große Relevanz.

Quelle: tmn/auto-reporter.net/RPO/kpl

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