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fiat mito multiair panorama RPO 2009-0923
  Foto: RPO, Manfred Kühnappel
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Multiair-Motor: Neuer Spritknauserer aus Italien

VON MANFRED KÜHNAPPEL - zuletzt aktualisiert: 23.09.2009 - 08:45

Frankfurt (RPO). In der Fiat-Halle der IAA mitten unter den ganzen Hochprozentern wie Ferrari und Maserati wirkt der weiße Alfa Mito ein wenig verloren. Dabei steckt unter seiner Haube ein Stück Zukunft. Sein Multiair-Motor wird als vergleichbar bahnbrechend gefeiert wie einst der Common-Rail beim Diesel.

Das Geheimnis der Fiat-Ingenieure: Anstatt einer mechanischen Nockenwelle steuert beim Multiair-Triebwerk eine variable Elektrohydraulik die Ventile des Motors einzeln. Jeder Zylinder wird individuell und drehzahlabhängig mit einem Benzin-Luft-Gemisch befüllt. Resultat: Mehr Leistung, weniger Verbrauch.

„Damit verbindet sich kein Konstruktionsaufwand am Motor. Zudem ist die Technologie gewichtsneutral“, erklärt Alfa-Pressesprecher Malte Dringenberg. Das Ergebnis lässt aufhorchen: Die Leistung steigt um bis zu 10 Prozent, das Drehmoment um bis zu 15 Prozent. Gleichzeitig sinkt der Spritverbrauch gegenüber einem gleich großen Motor (1,4 Liter Hubraum) um bis zu 10 Prozent bei gleicher Leistung (170 PS) sogar um bis zu 25 Prozent. Der CO2-Ausstoß fällt bis zu 10 Prozent niedriger aus.

„Mit der Resonanz von autokundigen Besuchern auf der IAA sind wir sehr zufrieden“, so Dringenberg. Man habe sich sehr bewusst dafür entschieden, die Autokäufer nicht mit einer revolutionären Technik wie etwa einem Elektroantrieb auf die Zukunft zu vertrösten, erläutert Dringenberg: „Wir zeigen wie man den Verbrennungsmotor mit einer guten Idee nach vorne bringen und ihn zu einem erschwinglichen Preis anbieten kann.“

Hinter BMW oder VW nicht verstecken

Hinter den Dieselsparern Bluemotion von VW oder EfficientDynamics von BMW müsse man sich nicht verstecken. In zwei, drei Jahren werde auch Multiair reif für den Diesel sein, verspricht Dringenberg.

Der kompakte Alfa Mito Multiair mit 135 PS ist seit dem 5. September im Handel und kostet 17.300 Euro. Er ist 700 Euro teurer als der 120-PS-Vorgänger ohne Multiair und ohne Start-Stopp-Funktion. Auf der IAA steht zudem das neue Topmodell: Der weiße Alfa Mito Quadrifoglio Verde mit 170 PS. Er soll im Januar 2010 an den Start gehen, Preis noch unbekannt. Das grüne Kleeblatt auf seinem Blech zeichnete bislang die sportlichen Topversionen aus. Beim Quadrifoglio Verde weist es auf den niedrigen Verbrauch und die geringen Emissionen des Turbomotors hin.

Bei Alfa, Fiat und Lancia  

Nach und nach soll die Technologie bei den Konzern-Motoren von Alfa, Fiat und Lancia Einzug halten. Der neue Fiat Punto Evo, der als Polo-Rivale und Nachfolger des Grande Punto in den Frankfurter Messehallen steht, ist als erstes Fiat-Fahrzeug mit Multiair-Triebwerk schon startklar. Wenn es nach den Fiat-Managern geht, kann sich Volkswagen schon mal warm anziehen.

Quelle: RPO

 
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