Klassiker-Serie: 1973: Passat und eine "Silberne Zitrone"
zuletzt aktualisiert: 02.07.2007 - 08:03Düsseldorf (rpo). 1973 brach die Zeit des Volkswagen Passat an, der ebenso wie der Kadett C auf der IAA in Frankfurt Premiere feierte. Und dann war da noch ein berüchtigter Wagen namens Matra-Simca Bagheera. Weil der flache Sportwagen rekordverdächtig viele Mängel offenbarte, bekam er die "Silberne Zitrone" verliehen.
Der Beginn einer langen Ära: Auf der IAA 1973 in Frankfurt stellt Volkswagen seine erste Generation des Passat vor. Die Produktion war im Mai desselben Jahres aufgenommen worden. Der Passat trat die Nachfolge des VW 1600 an und führte VW dank zukunftsweisender Technologie aus der Krise.
Die technischen Merkmale des Passat waren Frontantrieb, wassergekühlter 4-Zylindermotor, obenliegende Nockenwelle, Ganzstahl-Karosserie und Motorstärken von 55 PS bis 110 PS (ab 1977). In seiner technischen Konzeption ist er eng an den Audi 80 angelehnt.
Opel brachte pünktlich zur Frankfurter Automobilaustellung 1973 eine neue Generation seines Erfolgsmodells Kadett auf den Markt. Die dritte Version mit dem internen Kürzel C wurde von 1973 bis 1978 gebaut.
Matra-Simca versuchte mit seinem Bagheera auf dem Markt Fuß zu fassen. Weil der Motor im Bereich der Rücksitzbank lag, überraschte der nur 1,17 Meter hohe Zweitürer bei seiner Präsentation mit zwei weiteren Sesseln neben dem Fahrersitz. Berüchtigt war das bis 1980 gebaute Modell aufgrund seiner Kunststoff-Karosserie, die mit einem Stahlgerippe verklebt war und dazu neigte Teile zu verlieren. Nicht nur deswegen vergab der ADAC an den Bagheera die "Silberne Zitrone" für Autos mit rekordverdächtig vielen Mängeln.
Was sich 1973 sonst noch auf dem Automarkt tat, sehen Sie oben rechts.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport,
Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder,
Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.



