Der Porsche 928, der schon auf dem Genfer Salon 1977 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, wird von einer internationalen Fachjury als erster und bislang einziger Sportwagen zum „Auto des Jahres 1978“ gewählt. Der 928 war erst die dritte echte Porsche-Fahrzeugreihe (nach dem 356 und dem 911) und sollte die inzwischen in die Tage gekommene Serie 911 ergänzen.
In der Basisversion kam der Porsche 928 dank seiner seiner 176 kW (240 PS) auf eine Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h. Vom Sommer 1977 bis zum Herbst 1995 wurden in verschiedenen Versionen etwa sechzigtausend Porsche 928 in Zuffenhausen hergestellt.
Mitte der 70er Jahre machte sich die 1972 gegründete BMW Motorsport GmbH an die Umsetzung eines Projektes, an dessen Ende der BMW M1 stand. Mit dem M1 verfolgte BMW das Ziel, ein konkurrenzfähiges Auto für die Markenweltmeisterschaft in den Gruppen 4 und 5 zu bauen. Laut Reglement musste BMW neben den Rennversionen des M1 auch 400 Serienmodelle für den normalen Straßenverkehr bauen.
Für die markante Flunderform zeichnete der italiensche Designer Giorgetto Giugiaro verantwortlich. Der 6-Zylinder-Mittelmotor mit 277 PS katapultierte die Serienversion in unter sechs Sekunden auf 100 km/h. Die Rennversion erreichte 470 PS, mit Turbolader sogar bis zu 1000 PS. Fahrleistungen, die die Motorpresse den BMW M1 ehrfürchtig als „Der „Donnerkeil“ (Motor Revue) oder „Das Geschoß“ (Auto Motor und Sport) bezeichnen ließen.
Auf dem Pariser Autosalon 1978 feierte der BMW M1 seine offizielle Premiere. Genau 100.000 Mark mussten die Käufer damals für den exklusiven Renner auf den Tisch legen. Als sich der Mutterkonzern BMW Anfang der 80er Jahre entschied, wieder in die Formel 1 einzusteigen, war das endgültige Ende des M1 besiegelt und im Februar 1981 rollten die letzten der insgesamt 456 Fahrzeuge aus der Produktionshalle.
Mit einem neuen frischen Gesicht wartete Fiat im Jahr 1978 auf: Der Ritmo überraschte mit einem eigenwilligen Design. An Scheinwerfer zwischen den Kunststofffänger hatte sich bis dahin noch kein Hersteller herangetraut. Zehn Jahre hielt sich der Ritmo in der Kompaktklasse, bevor er 1988 durch den Fiat Tipo abgelöst wurde.
Andere Fahrzeuge aus Italien präsentierten sich 1978 noch konservativer, etwa der Fiat 131 Supermirafiori. Mirafiori hieß das Fiatwerk in Turin.
Klein, aber nach außen betont sportlich gab sich 1978 der Fiat 127.
Die dritte Version des Ford Capri 1978 war im Grunde nicht mehr als ein Facelift des Capri II. Auffälligste Merkmale Doppelscheinwerfer vorne und veränderter Kühlergrill. Der letzte Capri lief übrigens 1986 vom Band.
Bevor bei Audi die Zeit der Kombis mit dem Namen "Avant" anbrach (ab 1991), trugen die Schrägheck-Varianten der Modelle diesen Namen. Mit dieser Farbe des Audi 100 Avant aus dem Jahr 1978 würden sich die Ingolstädter heutzutage vermutlich nicht mehr auf den Markt trauen. Die Jäger von damals fielen im Gelände wohl gerne auf.
In der Motorenpalette der Baureihe 123 von Mercedes-Benz kam es im Jahr 1978 zu einigen Änderungen. Zunächst wurde im April 1978 die Leistung des 280 E auf 185 PS erhöht; danach kam der 240 D an die Reihe, der ab August 72 PS mobilisierte.
In der Motorenpalette der T-Modelle kam es 1978 zu den gleichen Änderungen wie bei den entsprechenden Limousinentypen. Im August 1978 wurde die Leistung des 240 TD auf 72 PS erhöht.
Beim 2,8-Liter-Motor der Mercedes-Benz SL-Serie wurde die Verdichtung im April 1978 wieder auf ihren alten Wert erhöht, so dass das Modell mit einigen anderen Maßnahmen gemeinsam wieder das frühere Leistungspotenzial erreichte.
So sah im Jahr 1978 die US-Ausführung des Mercedes-Benz 450 SLC Coupé aus.
Ein Dauerbrenner von Citroën: Der GS, der zwischen 1970 und 1986 insgesamt 2,5 Millionen Mal hergestellt wurde. Das Foto zeigt die letzte Ausführung als GS-Modell, bevor das Modell nach einem Facelift in GSA umgetauft wurde.
1978 kam ein Citroën auf den Markt, der als Nachfolger der legendären Ente gedacht war, aber nie ihre Popularität erreichte: Das Modell Visa war anfangs nur als Zwei-Zylinder-Boxermotor erhältlich.
Die Citroën Dyane basiert technisch auf der Ente. Durch in die Kotflügel eingelassene Scheinwerfer und eine gefälligere Karosserie sollte die Dyane als etwas gehobeneres Modell erscheinen. Doch Kult war und blieb allein der 2CV. Klassisches Zeichen dafür: Die Ente wurde sieben Jahre länger gebaut als die Dyane, deren Produktion 1983 endete.
Einer der letztes Saab 99 Turbo, die im Jahr 1978 vom neuen Saab 900 abgelöst wurden.
Die neuen Sechszylinder in den 3ern von von BMW glänzten 1978 nicht nur mit üppiger Leistung, sie waren überdies auch noch sparsam: "Mit einem Testverbrauch von 13,2 und 13,4 Liter für 320 und 323i", so lobte eine namhafte Fachzeitschrift, "beweist BMW, dass es möglich ist, auch kleinen Sechszylindern Wirtschaftlichkeit anzuerziehen."
Auch BMW traute sich bei seiner 3er Serie 1978 eine ganze Menge zu.
Die hochgezogene Heckansicht des 3ers, an der sich manche Gemüter stießen, war 1978 zwischen den Schlussleuchten längst mit einer schwarzen Kunststoffblende optisch beruhigt.
Manfred Winkelhock im Jahr 1978 am Steuer eines BMW 3er in der Tourenwagen-Meisterschaft.
Der Renault 30, der bereits seit 1975 auf dem Markt war, kommt 1978 als TX-Version auf den Markt. Das Oberklasse-Modell unterscheidet sich vom fast baugleichen Renault 20 übrigens durch größere Motoren und Doppelscheinwerfer.
Die Modellpalette der Franzosen wird immer breiter: Ab April 1978 steht der Renault 18 bei den Händlern.
Der Renault 12 wurde bereits seit Ende der 60er Jahre verkauft und besaß ein volllkommen ungewöhnliches Design. “auto, motor und sport” urteilte: “Zwar hat das Auto weder überragende Eigenschaften noch eine revolutionäre Technik zu bieten, aber in der Summe seiner Qualitäten entpuppt es sich als rechter Musterknabe”!
Und noch ein Renault: Der Renault 4 präsentierte sich zum Ausgang der 70er Jahre gegenüber seinen Anfängen kaum verändert. Unterscheidungsmerkmal war der Kühlergrill aus Kunststoff und die querliegenden Blinker vorne.
Auch Japaner fanden im Jahr 1978 die Farbe Gelb total schick - andernfalls hätte man diesen Datsun 160 J nicht in diesem Gewand angeboten.
Ein bisschen dezenter kommt dieser Datsun Bluebird daher...
...und beinah unauffällig gibt sich dieser Datsun Skyline.
1978 wusste Volkswagen seinen Golf I langsam etwas schnittiger ins Bild zu rücken - zum Beispiel mit schwarzen Stoßfängern aus Kunstoff statt welchen aus Chrom.
In Mexiko baute man derweil weiter fröhlich VW Käfer.
Heißer Reifen: Der Ford Mustang, Baujahr 1978.
Immer wieder gerne gesehen: Ein VW Bulli. Wieviel deutsche Familien haben damit Urlaub gemacht? Mit Kind und Kegel und später mit Surfbrett und Strandlaken. Bereits 1950 begann die Serienproduktion des T1. Diese Variante wurde zwischen 1972 und 1979 gebaut und hieß T2b. In Brasilien wird das Modell noch heute hergestellt, während bei uns seit 2003 das Modell T5 auf den Straßen zu sehen ist.