Im Dezember 1987 liefen bei Volkswagen die ersten Modelle der dritten Generation der Passat-Limousine vom Band. Drei Monate später ging der VW Passat als Variant in Produktion und behauptete seine Position als beliebtes Familienauto.
Der neue Passat besaß ein neues Konzept, nämlich einen quer eingebauten Motor. Das typische Merkmal war eine Frontblende ohne Kühlergrill. Erst 1993 kehrte Volkswagen anlässlich einer Modellpflege zu einer Version mit Kühlergrill zurück.
Im Januar 1988 schickte Volkswagen den Corrado als Scirocco-Nachfolger an den Start. Eine vergleichbare Erfolgsgeschichte konnte das vielfach getunte 160 PS-starke Sportcoupé aber nicht schreiben. Bis zum Produktionsende 1995 wurden 97.521 Fahrzeuge ausgeliefert, und davon etwa 41.000 in Deutschland zugelassen.
Ein Überblick über die Volkswagen-Modellpalette aus dem Jahr 1988.
Die PS-Zahl des Porsche 928 S4 wurde nochmals um zehn gesteigert, doch der Preis von 134.865 Mark blieb stabil.
Etwas weniger durchzugsstark war traditionell der Porsche 944, der in seiner Turbo S-Version aus dem Jahr 1988 auf 250 PS kam.
Sechs nach dem ersten Modellwechsel 1982 wurde die erste Touring-Version des BMW 3ers der zweiten Generation ausgeliefert.
Eine kuriose Geschichte: Ein BMW-Ingenieur hatte einen reinen Privatzweck für seine Familie im Hinterkopf, als er einen 3er aufschweißte, um mehr Raum zu schaffen. Dann präsentierte er das fertige Auto im April 1985 seinen Vorgesetzten - und die waren begeistert. Im August 1987 stellte BMW den 3er als touring vor.
Ein BMW M3 aus dem Jahr 1988 - "M" steht bei den Münchner seit jeher für Motorsport, also für mächtig Dampf unter der Haube.
Ein etwas anderes Konzept verfolgt dieser 325 iX, der zum ersten Mal 1988 an den Start ging. Der 217 km/h schnelle 325i mit seinem 171 PS starken Sechszylinder hatte vom bisherigen 323i die Position des Flaggschiffs übernommen. Nun war er auch noch als 325iX mit Vierradantrieb lieferbar.
Auch der BMW 5er wartete im Jahr 1988 mit einer ersten "M"-Version auf.
Zeitlos schick: Der 500 SL Roadster von Mercedes-Benz. Gebaut wurde er noch bis einschließlich August 1989 - in Jahren liefen insgesamt 237.287 Fahrzeuge in Sindelfingen vom Band.
Im September 1988 ergänzte der auf dem Pariser Automobil-Salon präsentierte Typ 560 SE die Modellpalette der Baureihe 126 von Mercedes-Benz. Damit war der 5,6 Liter-Motor auch in der Limousine mit normalem Radstand lieferbar.
Schon im Jahr 1988 stellte Mercedes-Benz dieses 190 E-Cabrio aus der Baureihe W201 auf die Beine. Dabei handelte es sich zunächst nur um einen Prototypen.
Mercedes präsentierte 1988 ein gründlich überarbeitetes Programm der Kompaktklasse. Ein halbes Jahr zuvor war das 1.000.000ste Fahrzeug der Baureihe 201 in Bremen vom Band gelaufen. Im Vordergrund der Modellpflege standen die stilistische Überarbeitung der Karosserie und die Neugestaltung des Innenraums. Auffälligstes Erkennungsmerkmal waren die seitlichen Flankenschutz-Leisten
Die zweite Serie des Audi Coupé ab 1988 basierte auf dem im Herbst 1986 vorgestellten Audi 80, war jedoch im Gegensatz zur ersten Generation eine komplett eigenständige Entwicklung mit optischen Parallelen zum Audi 80. Das Schrägheck hatte eine große, im Dach angeschlagene Heckklappe. Auf der Basis dieses Modells wurde später das erste Cabrio entwickelt.
Ende 1988 brachten die Ingolstädter mit dem Audi V8 die erste deutsche Oberklasselimousine mit permanentem Allradantrieb (quattro) und Automatikgetriebe auf den Markt. Der V8 basierte auf dem Audi 100/200.
Mit dem V8 versuchte sich Audi erstmals, in der Oberklasse zu etablieren. Das Foto zeigt das 4,2-Liter-Modell neben einem Horch.
Von Opel kam 1988 der Kadett GSI 16V auf den Markt. Er war das erste Großserienmodell der Rüsselsheimer mit vier Ventilen pro Zylinder. Die Besonderheit des Motors war die gemeinsame Entwicklung des sehr aufwändig gestalteten Zylinderkopfes gemeinsam mit Cosworth in England.
Ebenfalls 1988 erschien der Opel Corsa GSI mit 1,6-Liter und 98 PS als Schräghecklimousine auf der Bildfläche.
Der Opel Vectra stieg 1988 in der Mittelklasse zum Nachfolger des Ascona empor. Die erste Generation (A) wurde in den verschiedensten Varianten bis 1995 produziert.
Den Opel Vectra gab es als Stufenheck und Schrägheck. Eine Kombiversion war nicht im Angebot.
Der Vectra A war ein großer Erfolg. Er zählte stets zu den meistverkauften Autos in Deutschland und lieferte sich mit dem VW Passat lange ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz in der Mittelklasse. Im besten Jahr 1991 wurden 185.736 Stück verkauft.
Von September 1988 bis Oktober 1992 gab es den Opel Omega A mit einem 2,4-Liter-Einspritzmotor und 125 PS, der ein weiterentwickelter Rekord-Motor war.
Als bei Lamborghini 1988 das 25.-jährige Jubiläum anstand, planten die Ingenieure einen Nachfolger für den Countach. Der "Diablo" wurde aber nicht rechtzeitig fertig, und deswegen fiel bei der italienischen Sportwagenschmiede die Entscheidung,
auf der Basis des Countach, den so genannte "Quattrovalvole 25th Anniversary" zu bauen.
Den "Anniversary" gab es nur in begrenzter Stückzahl. In einer Hinsicht hatte er wirklich Neues zu bieten. Von der bisherigen Verkleidung des Quattrovalvole blieb kaum etwas übrig.
Der Anniversary erhielt neue Spoiler mit abkühlenden Entlüftungsöffnungen für die vorderen Bremsen und neue Abkühlungen für die hinteren Bremsen.
Er bekam auch eine neue Vorderabdeckung aus einer Carbonfaserzusammensetzung. Die Stoßdämpfer wurden in das Design des Countach übernommen und farblich eingepasst.
Der Anniversary wurde bis 1990 produziert und zum erfolgreichste Countach überhaupt. Die Entwicklung des "Diablo" durfte noch etwas warten.
Noch einmal der Kontrast: Auch dies ist ein Lamborghini. Mit dem LM wagten sich die Italiener ausnahmsweise mal ins Gelände.
Den Peugeot 405 break gab es auch mit permanentem Allradantrieb.
Der Peugeot 405 war als Limousine oder als Kombi zu haben. Als Antriebsaggregate standen von 1,4-Liter-Vergasern, über verschiedene Diesel-Modelle (inklusive Turbodiesel) bis hin zu Benziner-Spitzenmodelle zu Verfügung. Eines davon mobilisierte sogar 270 PS.
Immer noch unterwegs, hier als Turbodiesel-Modell: Der Citroen BX TRD Turbo.
Der Renault R4 war auch 1988 noch das anspruchslose und “unkaputtbare” Arbeitstier für viele Arten von Lasten. Allerdings zog für den Dauerbrenner, der seit 1961 (!) auf dem Markt war, so langsam das Ende seiner Laufbahn herauf. 1992 endete seine Produktion nach über acht Millionen Exemplaren.
Der Renault R19 feierte 1988 zunächst in Frankreich sein Debüt.
Der Renault R25 ist kein Renner. Nach sechs Jahren wird seine Produktion eingestellt.
Der erfolgreiche Renault Espace wurde von 1984 bis 1996 fast 500.000 mal verkauft.
Im April 1988 wurde das 300.000. Nissan-Fahrzeug der unteren Mittelklasse und der 75.000. Kompaktwagen in der Bundesrepublik verkauft. Die Japaner deckten dieses Marktsegment mit einer Palette von 19 Varianten der Sunny-Baureihe ab. Das GTI Coupé war davon eines der durchzugsstärksten.
Als echte Sportwagenserie setzte Nissan weiter auf die Z-Modelle wie hier den 300 ZX.
Ab 1. Juli 1988 galt für alle neu zugelassenen Nissan-Fahrzeuge ohne Ausnahme eine erweiterte Dreijahres-Technik-Garantie. Die Gewährleistung wurde von 60.000 auf 100.000 Kilometer erweitert.
Nissans Nettoumsatz betrug 1988 in Deutschland 1,646 Milliarden Mark. Der Nissan-Marktanteil in der Bundesrepublik lag stabil bei 2,9 Prozent. Der Anteil aller japanischen Importeure in der Bundesrepublik erreichte mittlerweile 15,2 Prozent.
Schaut man sich diesen Nissan Prärie von 1988 an, wird man unwillkürlich an Familienvans erinnert, die knapp 20 Jahre später auf dem Markt zu finden sind.
Den Fiat Tipo stellten die Italiener zwischen 1988 und 1995 als Nachfolger des Fiat Ritmo her. Er hatte mehr zu bieten als sein Äußeres vermuten ließ, denn nur ein Jahr später wurde er zum "Auto des Jahres" gekürt.
Vom Supersportwagen Jaguar XJ 200 wurde 1988 der erste Prototyp vorgestellt. Von dem exklusiven Fahrzeug, das weder einen Vorgänger noch einen Nachfolger besaß, wurden von 1992 bis 1994 nur 275 Stück gebaut. Die Fahrleistungen waren dank eines stärkeren Turbomotors besser als ursprünglich geplant: Bei Testfahrten im US-Bundesstaat Texas erreichte dieser Jaguar eine Spitzengeschwindigkeit von 341,6 km/h.
Rover hingegen hatte im Jahr 1988 lediglich dieses langweilige Design zu bieten, in das die Vitesse gewandet war.
Ein echter Dauerbrenner: Das Golf Cabrio. Die erste Version, wegen ihrer Optik liebevoll "Erdbeerkörbchen" genannt, überdauerte sogar den Modellwechsel und wurde zwischen 1979 und 1993 in einer Gesamtzahl von 388.522 Stück hergestellt. Im Bild das Modelljahr 1988 - erkennbar unter anderem an den modernen Felgen.