Die Weltpremiere der neuen SL-Baureihe 129 gehörte im März 1989 zu den Hauptattraktionen des Genfer Automobil-Salons. Mit den Vorgängermodellen der Baureihe 107 wiesen die vollkommen neu konstruierten Typen 300 SL, 300 SL-24 und 500 SL außer der Gesamtkonzeption praktisch keine Gemeinsamkeiten auf.
Das Design der neuen SL-Generation präsentierte sich einerseits traditionsorientiert und wies andererseits gestalterisch neue Detail-Lösungen auf.. So hatte man beispielsweise die Kühlermaske, das legendäre Markenzeichen der SL-Typen, unter Beibehaltung der traditionellen Grundform stilistisch neu interpretiert.
Ebenso wie 18 Jahre zuvor der 350 SL durch eine Fülle innovativer Konstruktionsdetails automobilen Fortschritt demonstriert hatte, war auch der SL der Baureihe 129 ein in jeder Hinsicht neues Auto.
Während bei den Vorgängertypen der breite Chromrahmen mit dem Stern dominierte, war die Kühlerverkleidung jetzt organisch in die Motorhaube integriert; den Stern als einizigen Chromschmuck des Wagens ergänzte Mercedes durch horizontale Lamellen aus Aluminium.
Ein Quantensprung gegenüber dem Vorgängermodell - der W 107er Baureihe von Mercedes-Benz, wobei sich über Geschmack sicherlich streiten lässt.
Für die neue SL-Baureihe stand erstmals das sogenannte "Windschott" Verfügung, das zwar im Gegensatz zum elektrohydraulischen Verdeck nicht als High-Tech-Wunderwerk bestaunt wurde, aber ebenfalls in mühevoller Detailarbeit entwickelt worden war. Das Windschott bestand aus einem eingerahmten luftdurchlässigen Gitter und ließ sich mit wenigen Handgriffen am Überrollbügel befestigen. Windgeräusche und Zugluft wurden so auf ein Minimum reduziert.
Im September 1989 präsentierte Mercedes zudem auf der Frankfurter IAA ein überarbeitetes Modellprogramm der E-Klasse. Im Vordergrund der Modellpflege stand die stilistische Überarbeitung der Karosserie und die Neugestaltung des Innenraums. Auffälligstes Erkennungsmerkmal der modellgepflegten Typen waren die seitlichen Flankenschutz-Leisten mit integrierten Längsschwellern, die so bereits zweieinhalb Jahre zuvor bei den Coupé-Modellen eingeführt worden waren.
1989 kam von BMW die BMW 8er-Reihe in den Handel. Das Luxusklassecoupé beerbte den BMW 6er. Für ihn musste man allerdings deutlich tiefer in die Tasche greifen...
...dafür war der BMW 8er ein ganze Nummer größer als sein Vorgänger. Bis zum Herbst 1992 war das Modell mit der werksinternen Bezeichnung E31 nur mit dem bereits vom BMW 750i bekannten Zwölfzylinder-Motor mit 300 PS lieferbar.
Zum 80. Geburtstags von Entwickler Ferdinand "Ferry" Porsche wird der neue 911 Carrera 1989 mit Tiptronic angeboten - die wahlweise automatisches oder manuelles Schalten ermöglicht.
Das bis dahin teuerste 944er Modell von Porsche: Für dieses Turbo Coupé mit 250 PS musste man im Jahr 1989 exakt 97.175 hinlegen.
Ein bisschen günstiger kam man bei diesem 944er S2 Coupé davon. Für die 84.555 Mark gab es allerdings 39 PS weniger.
Das Spitzenmodell der 200er Baureihe von Audi war 1989 der Audi 200 quattro 20V mit einem turbogeladenen Fünfzylinder-Motor. Seine 220 PS jagten das Modell auf eine Höchstgeschwindigkeit von 242 km/h. Dieser Typ war der letzte Audi 200.
Obwohl der Audi 200 nicht als Avant angeboten wurde, stellte die Firma Artz ein Kleinserie des Modells her. Diese besaß Allradantrieb und den 200 PS-Motor aus dem Audi Quattro.
Auf der IAA 1989 in Frankfurt stellte Opel seinen neuen Calibra vor. Auf dem abgebildeten Modell gewann Manuel Reuter 1996 die ITC-Meisterschaft.
Nicht ganz so flott, aber solide mit Frontantrieb und einem hervorragenden cW-Wert von 0.29 ging dieser Opel Vectra 1989 im Straßenverkehr an den Start.
Autobauer Ford aus Köln feierte 1989 sich und sein Erfolgsmodell Fiesta: 25 Jahre hatte der Kleinwagen auf dem Buckel.
Im Ausland fuhr der Fiesta auch schon mal unter dem Namen Urba über die Straßen.
Mit einer Frontpartie fast wie die aktuellen Modelle war dieser Alfa Romeo RZ aus dem Jahr 1989 ausgestattet. Gebaut wurde er bis 1994.
Das letzte Modell der ersten Serie des Fiat Uno vor dem Facelift im Jahr 1989. Zwischen Markteinführung 1983 und 1989 waren die Schweinwerfer steil aufgestellt, danach wurden sie flacher. Der Kühlergrill änderte sich und die Innenausstattung wurde komfortabler.
Speziell für den US Markt baute Jaguar das XJ-S Cabriolet mit einem Targa-Dach und einem faltbaren Heck. Vorerst gab es nur einen Sechszylinder, später auch einen V12-Motor. Die Nachfrage für das Cabriolet war allerdings nicht so hoch, insbesondere da das Verdeck zeitaufwendig zu öffnen und zu schließen war.
Von 1989 bis 2000 war der XM die große Oberklasse-Limousine von Citroen. Die Hydropneumatik aus dem Vorgängermodell CX wurde übernommen und weiterentwickelt.
1990 wurde der Citroen XM (im Foto das Citroen-typische Einspeichenlenkrad) zum Auto des Jahres gewählt. 1991 konnte Citroen die höchsten Absatzzahlen verzeichnen. Allerdings brachen diese nicht viel später ein, weil die Franzosen die die Elektronik nicht in den Griff bekamen. Erst mit 2006 kam mit dem Modell Citroën C6 ein Nachfolger für den XM auf den Markt.
Zudem stellte Citroen 1989 im Jahr 1989 die Modelle BX 4WD Break und BX GTi-4WD mit permanentem Allradantrieb vor. Im 4WD kam der 1.9 Liter Benziner mit bis zu 104 PS zum Einsatz.
Die zweite Serie des Renault R21 als Fließheck-Version aus dem Jahr 1989.
Nach seinem Facelift hatte der Renault R 25 ab dem Jahr 1989 eine rundere Frontpartie und ein Heck mit breitere Rückleuchten. Größer wurde der Franzose nicht, auch der geräumige Innenraum blieb wie er war.
Auf der IAA1989 in Frankfurt präsentierte Mazda eine neue 323-Generation für den deutschen Markt. Sie knüpfte nahtlos an den Erfolg des Vorgängermodells an. Den Japanern ging es darum, eine eigenständige Karosserielinie zu finden und bei kompakten Abmessungen eine hohe Raum-Ökonomie zu erzielen. Windkanaltests und Analysen ließen fließende Konturen der Außenhaut entstehen, die sich in guten cw-Werten niederschlugen.
Mit 208 kW/283 PS stieß Nissan 1989 mit seinem neuen, bis 1996 gebauten 300ZX in neue Leistungsregionen vor. Zudem riskierten die Japaner bewusst einen Bruch mit der traditionsreichen Vergangenheit. Das Design wich von den bekannten typischen Z-Proportionen ab. Die Entwickler entschieden sich für ein so genanntes „cab forward“-Design mit weit nach vorn gerückter Fahrgastkabine.
1989 erzielte Nissan (im Foto ein Maxima) ein Zulassungsplus von 1,61 Prozent gegenüber 1988 und besaß damit einen Marktanteil von 2,94 Prozent.
Verbesserungen versuchte Mercedes bei der neuen SL-Baureihe gegenüber den Vorgängermodellen bei der passiven Sicherheit zu erzielen. Das Fehlen eines Dachverbandes erforderte intensive Ingenieurleistungen, um den gleichen Standard wie bei den geschlossenen Varianten zu erreichen.