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Auto Opel Omega 1994 Panorama 2011-2107 Hersteller
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Omega wird 25: Opels Dauerbrenner für die bürgerliche Mitte

VON WOLFRAM NICKEL - zuletzt aktualisiert: 27.07.2011 - 08:21

Köln (RPO). Mit dem Omega wagte Opel einen neuen Aufbruch. Nach einer Durststrecke wollten die Rüsselsheimer Autobauer den Anschluss zu den Premiumkonkurrenten erreichen. Der Erfolg setzte sich ein - einzig die Verarbeitungsqualität ließ zu wünschen übrig.

Heute soll der elektrisch angetriebene Ampera die Marke im Zeichen des Blitzes zu Image und neuen Erfolgen führen. Vor genau 25 Jahren war es der Omega, der Opel mit dem Aerodynamikbestwert von cw=0,28 und dem Anspruch besonderer Umweltfreundlichkeit durch neue Diesel und starke Benziner mit serienmäßigem Drei-Wege-Katalysator in der oberen Mittelklasse ganz nach vorne bringen sollte.

Mehr als drei Jahrzehnte war der Rekord das beständige Bindeglied zwischen Kadett und Kapitän, die entscheidende Beförderungsstufe auf der Karriereleiter des Opel-Fahrers, der ganz nach oben wollte. Erst die Generation Golf und ihr Griff zu neuen Premiumalternativen von Audi und BMW änderte alles.

A und O des gesellschaftlichen Aufstiegs

Repräsentative Kapitäne, Admirale und Diplomaten waren nun nicht mehr gefragt und in den 1980er Jahre erzielte auch der Rekord keine Bestwerte mehr in den Verkaufsstatistiken. Opel suchte nach neuen Symbolen für das A und O des gesellschaftlichen Aufstiegs und fand dafür in der bürgerlichen Mitte Astra und Omega. Besondere Bedeutung als neuer Bürgermeister kam dem Omega zu. Dies nicht nur als Nachfolger der umsatzstarken Rekord-Reihe, sondern auch als Basis für die internationale neue Opel-Oberklasse aus Senator und V8-Varianten.

Wahlweise gab es wieder einen Caravan. Eine bei Opel traditionelle Karosserievariante, der jetzt besonderes Gewicht zukam, nachdem auch Audi, Mercedes und BMW den Kombi gesellschaftsfähig machten. Mit BMW verband Opel ab 1994 zudem erstmals eine Motorenkooperation, denn die Münchner lieferten Sechszylinder-Diesel nach Rüsselsheim. Ein Turbomotor, der im Omega sogar durch größere Zuverlässigkeit glänzte als im 5er BMW.

Unbefriedigende Verarbeitungsqualität

Dafür blieb ansonsten ausgerechnet die unbefriedigende Verarbeitungsqualität ein Makel, gegen den Opel bis zum Omega der vorletzten Serie fast schon verzweifelt ankämpfte. Verloren war der schon sprichwörtliche Nimbus "Opel – der Zuverlässige". Vielleicht war es auch dieser Rufschaden, der dem Omega und seinem 1987 lancierten geringfügig größeren Bruder Senator letztlich keine Chance ließ im Kampf gegen die süddeutschen Premiumwettbewerber.

Daran konnten weder der Gewinn des prestigeträchtigen Titels "Autos des Jahres/Car of the Year 1987" noch sportliche Überflieger wie der Omega 3000, der als Homologationsmodell bei Irmscher gefertigte Omega Evolution 500, das folgende Motorsportengagement in der DTM oder der Lotus Omega als damals schnellste Serienlimousine der Welt etwas ändern.

Keine Rekordzahlen

Auch der ab 1996 auf dem Omega-Band produzierte Cadillac Catera konnte keine Rekordzahlen erzielen. Offenbar passte der in Design und Ausstattung nur geringfügig amerikanisierte Opel doch nicht ganz in die traditionelle Cadillac-Markenwelt.

Frische Schubkraft für die größten Opel sollte daher ein V8-Flaggschiff mit dem Blitz im Emblem liefern, das allerdings kurz vor der Markteinführung im Jahr 2000 wieder zurückgezogen wurde. Mit 228 kW/310 PS starkem 5,7-Liter-V8-Benziner aus der Corvette hätten es die Omega-Limousinen und Kombis mit dem BMW 540i und AMG-Typen der Mercedes-Benz E-Klasse aufnehmen können.

Stattdessen kam im Sommer 2003 das endgültige Aus für die letzte große Limousine mit Hinterradantrieb aus Rüsselsheim, mit der sich Opel - wie zuvor Ford mit dem Scorpio - aus der gehobenen Mittelklasse verabschiedete. Der Abverkauf des Omega zog sich noch bis zum Sommer 2004 hin, dann sollten der kleinere Vectra und der Signum mit neuem Raumkonzept die Omega-Kundschaft auffangen. So ganz glückte dies allerdings nie – weshalb fünf Jahre später der stattliche Insignia neue Zeichen zu setzen versuchte und jetzt der elektrische Ampera frische Imagefunken überspringen lassen soll.

Quelle: SP-X

 
 
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