Vollstreckung droht: Die Top Ten der Bußgelder in Europa
zuletzt aktualisiert: 22.07.2010 - 07:59Düsseldorf (RPO). Bußgelder aus dem europäischen Ausland werden künftig auch in Deutschland eingetrieben. Bislang war das nur für Knöllchen aus Österreich möglich. Weil in anderen Ländern andere Strafen vergeben werden, haben wir die Top Ten der teuersten Bußgelder in Europa zusammengestellt.
Dabei sind 90 Euro für Falschparken in Spanien nachgerade ein Schnäppchen. Vor allem Temposündern drohen teure Rechnungen. So kostet eine Tempoüberschreitung von 55 Stundenkilometern in Frankreich 1500 Euro, in Österreich sind bis zu 2180 Euro fällig.
In Großbritannien verlangen die Ordnungshüter dafür sogar 5500 Euro. Zum Vergleich: 50 km/h zu viel kosten in Deutschland 160 Euro, ziehen allerdings auch drei Punkte und ein Fahrverbot von vier Wochen nach sich.
Wer jetzt mit dem Auto in den Urlaub fährt, sollte sich in Europa vor Knöllchen hüten. Denn der Bundestag hat zugestimmt, dass nichtbezahlte Verwarnungen und Bußgelder ab 70 Euro erstmals aus sämtlichen 26 EU-Ländern eingetrieben werden.
Die Neuregelung gilt ab Herbst, kann Verkehrssünder aber schon jetzt teuer zu stehen kommen. Nämlich dann, wenn der ausländische Bußgeldbescheid erst nach dem 30. September ins Haus flattert oder diesem Zeitpunkt rechtskräftig wird. Wegen des Gesetzgebungverfahrens kann es auch ein paar Wochen später sein.
Da ist es ein schwacher Trost, dass auch Autofahrer aus dem europäischen Ausland bei uns dasgleiche Schicksal droht.
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