Nissans neues Cabrio: 370Z Roadster: Schön offenherzig
zuletzt aktualisiert: 11.04.2009 - 10:18New York (RPO). In der heftig umstrittenen Cabriofrage wählt Nissan den klassischen Weg: Der neue 370Z Roadster bekommt eine Stoffmütze alter Prägung. Seine Weltpremiere feierte der offene Zweisitzer auf der Autoshow in New York, die noch bis 19. April dauert.
Der geschlossene 370Z soll bei uns im Juli auf den Markt kommen. In den USA folgt der Roadster im Spätsommer. Der Verkauf in Europa sei zwar fest eingeplant, werde aber noch bis zum Jahreswechsel auf sich warten lassen, hieß es dazu in der Deutschlandzentrale in Brühl (Nordrhein-Westfalen).
Wie der 350Z trägt auch sein Nachfolger ein klassisches Stoffverdeck, das automatisch bewegt wird und sich auf Knopfdruck in 20 Sekunden hinter die Sitze faltet.
Exklusiv dem neuen Roadster vorbehalten sind Ledersitze mit netzartigen Mittelbahnen. Dank der luftigen Struktur ist es möglich, je nach Jahreszeit die Körperrückseite der Insassen mit warmer oder kalter Luft zu befächeln.
Unter der Haube macht der Roadster die gleichen Fortschritte wie das Coupé: Auch er bekommt den auf 3,7 Liter Hubraum vergrößerten Sechszylinder, dessen Leistung um 5 kW/18 PS auf 243 kW/331 PS steigt. Gleichzeitig erhöht sich das maximale Drehmoment auf 366 Newtonmeter. Zu Fahrleistungen und Verbrauch der europäischen Ausgabe machte Nissan noch keine Angaben.
Die offene Version teilt sich im Übrigen den Antriebsstrang, die Achsen, die Bodengruppe und die meisten anderen Komponenten mit dem Z-Coupé. Erstmals bietet Nissan auch europäischen Kunden einen Z-Roadster mit Siebenstufen-Automatik an. Sie ähnelt in ihrer Charakteristik eher einem Schaltgetriebe und passt über ein kurzes Zwischengaskommando beim Herunterschalten die Drehzahl automatisch an. Wer besonders schnelle Schaltmanöver schätzt, kann die Gänge auch via Schaltwippen am Lenkrad wechseln. Alternativ steht wie beim 370Z Coupé ein eng abgestufter Sechsganghandschalter zur Wahl.
Das beheizbare Rückfenster im Stoffverdeck aus Glas erhielt einen größeren Ausschnitt als das Pendant am 350Z Roadster; ein zwischen den fest fixierten Überrollbügeln montiertes gläsernes Windschott mit eingeprägtem Z-Logo beugt beim schnellen Offenfahren Turbulenzen im Innenraum vor. Unter aerodynamischen Gesichtspunkten gestaltet sind auch die beiden Höcker am Übergang zur Kofferraumklappe, die den Fahrtwind verwirbelungsfrei in Richtung Heck leiten.
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