US-Regierung fordert Aufstockung: Abwrackprämie in den USA der Renner
zuletzt aktualisiert: 03.08.2009 - 08:49Washington (RPO). Das Repräsentantenhaus in den USA hatte erst am Freitag zwei Milliarden Dollar für das Programm "Cash for Clunkers" (Bares für Rostlauben) gebilligt. Eine Milliarde Dollar dürfte am ersten Wochenende schon aufgebraucht sein.
Die US-Regierung hat den Senat aufgefordert, umgehend die Mittel für eine Aufstockung der Abwrackprämie freizugeben. Ohne die zusätzlichen zwei Milliarden Dollar müsste das Programm in den nächsten Tagen ausgesetzt werden, sagte Verkehrsminister Ray LaHood am Sonntag in einem Interview des Senders C-SPAN. Die bisher eine Milliarde Dollar dürften an diesem Wochenende aufgebraucht sein. Er sei aber zuversichtlich, dass der Senat zustimmen werde, sagte LaHood weiter.
Das Repräsentantenhaus hatte am Freitag die zwei Milliarden Dollar für das Programm "Cash for Clunkers" (Bares für Rostlauben) gebilligt. Nun dringt das Weiße Haus darauf, dass der Senat ebenfalls noch vor der Sommerpause zustimmt. Mindestens ein republikanischer Senator hat sich aber bereits kritisch über die Initiative geäußert, die zuletzt Ford nach eigener Darstellung wieder zu steigenden Verkaufszahlen verholfen hat.
Seit Montag voriger Woche können US-Autobesitzer ihr altes Modell gegen ein neues umweltfreundlicheres Fahrzeug eintauschen und dafür eine Prämie von bis zu 4500 Dollar bekommen. Bereits 40.000 Anträge seien bei den Behörden eingegangen, sagte der demokratische Abgeordnete Dave Obey. Vermutlich seien bis zu 200.000 weitere Autos im Rahmen des Programms verkauft worden, ohne dass die Anträge auf Erstattung der Prämie bislang bearbeitet seien.
"Die Konsumenten haben mit ihrem Geldbeutel gesprochen, und sie sagen uns, dass sie das Program mögen", sagte Obey. Im Repräsentantenhaus stimmten 316 Abgeordnete für die Ausweitung der Abwrackprämie, unter ihnen auch viele Vertreter der oppositionellen Republikaner. Es gab 109 Gegenstimmen. Einige republikanische Abgeordnete kritisierten, die Prämie verzerre den Markt und werde langfristig Schaden anrichten.
Die Höhe der Prämie richtet sich in den USA danach, um wieviel das neue Fahrzeug umweltschonender ist als das alte. Die US-Prämie orientiert sich an Vorbildern aus Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien. Auch in Deutschland war der zunächst für die Prämie vorgesehene Fördertopf schnell ausgeschöpft. Die Bundesregierung stellte schließlich statt ursprünglich 1,5 Milliarden Euro fünf Milliarden Euro zur Verfügung.
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