Energie-Institut: "Abwrackprämie ist ökologisch"
VON MICHAEL BRÖCKER - zuletzt aktualisiert: 15.04.2009 - 07:49Berlin (RP). Nach Berechnungen des renommierten Heidelberger Instituts für Energie und Umweltforschung (Ifeu) ist die Abwrackprämie auch ökologisch ein Erfolg.
"Der Umwelteffekt ist eindeutig und wissenschaftlich belegbar", sagte der Direktor des Instituts, Ulrich Höpfner, unserer Redaktion. Die Verschrottung der oftmals durch hohen Benzinverbrauch und Schadstoffausstoß gekennzeichneten Altautos führe "fast zwangsläufig" zu einer positiven Umweltbilanz durch die Anschaffung moderner Fahrzeuge, so Höpfner.
Nach den Berechnungen des Ifeu-Instituts führt die Prämie im Durchschnitt schon nach einer Laufleistung des Neufahrzeugs von 10.000 Kilometern zu einem positiven ökologischen Gesamteffekt. Vorausgesetzt wird, dass der Neuwagen auf 100 Kilometern mindestens ein Liter weniger Benzin verbraucht als das Altauto. "Und dass ist bei fast jedem Neuwagen der Fall."
Zudem würden die Neuwagen deutlich weniger Kohlendioxid in die Luft pusten. "Jeder zweite Neuwagen weist eine um zwei Stufen bessere Schadstoffnorm auf", sagt Höpfner. Damit reduziere sich der Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxid um die Hälfte.
Umweltverbände hatten kritisiert, dass die Abwrackprämie nicht an ökologische Kriterien geknüpft ist und auf den Schrottplätzen auch eigentlich fahrtüchtige Autos abgegeben würden. Höpfner hält diese Bedenken aber für übertrieben. "Das mag im Einzelfall sein. Aber die meisten Schrottautos waren Dreckschleudern."
Mehr als 1,2 Millionen Neuwagenkäufer haben sich die Verschrottungsprämie schon reserviert. Inzwischen wurden die Mittel auf fünf Milliarden Euro aufgestockt. Damit erhalten weitere 800.000 Neuwagenkäufer die Gutschrift, von der vor allem Kleinwagenhersteller wie VW, Opel und Toyota profitieren. Ökonomen warnen indes vor massiven Absatzeinbrüchen im nächsten Jahr.
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