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Umfrage: ADAC-Lieblingsauto: E-Klasse setzt sich durch

zuletzt aktualisiert: 14.01.2010 - 12:43

Düsseldorf (RPO). Die Mercedes E-Klasse ist nach dem Votum der ADAC-Mitglieder das „Lieblingsauto der Deutschen“. Bei der großen Umfrage standen 47 neue Fahrzeugtypen zur Wahl, die seit Beginn des Jahres 2009 auf den Markt gekommen sind. Rund eine Viertelmillion Teilnehmer gab ihre Stimme ab.

Nach dem Gewinn des VW Golf im letzten Jahr konnte die E-Klasse von Mercedes, nach 2008, wieder den ersten Platz bei Deutschlands größter Publikumswahl sichern. Damals siegte die seinerzeit neue C-Klasse.

Mit dem VW Polo schafft es erstmals ein Kleinwagen auf Platz zwei, vor dem BMW X1 auf Rang drei. Rund 20 Millionen Leser der ADAC Motorwelt, die zahlreichen Besucher der ADAC-Homepage sowie der IAA 2009 waren aufgerufen, ihren Favoriten zu küren.

Europas größter Automobilclub vergibt seit 2005 die begehrte Trophäe. Neben Design und Image spielen bei der Wahl insbesondere Kriterien wie Preis-Leistungs-Verhältnis, Funktionalität, Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und Umweltverträglichkeit eine Rolle.

Schöne, aber kapriziöse Exoten sind dadurch meist ohne reelle Chance. Ein Blick in die bisherigen Siegerlisten: Im Auftaktjahr 2005 holte der Audi A6 die Trophäe nach Ingolstastadt. Im Jahr darauf stand der VW Passat ganz oben auf dem Treppchen, gefolgt vom BMW 3er und dem Opel Zafira. Das Jahr 2007 war das Jahr der Sportler: Es gewann das Audi TT Coupé vor dem BMW 3er Coupé. 2008 siegte die Mercedes C-Klasse und im letzten Jahr konnte sich der VW Golf als Kompaktwagen die Trophäe vor dem Opel Insignia und dem Mercedes SLK sichern.

Audi beliebteste Marke

Bei den Marken kann sich Audi bereits zum dritten Mal in Folge über den ersten Platz freuen, denn auch 2010 geht dieser Preis nach Ingolstadt. Vor allem die vielen zufriedenen Kunden tragen zum langfristigen Erfolg der Marke Audi bei. Denn bei der für die Wertung wichtigen Kundenzufriedenheit hat Audi die Nase vor anderen Premiumherstellern vorn.

Die nun schon drei Jahre anhaltende Spitzenleistung ergibt sich auch durch die Bemühungen, ökologische Techniken und Modelle zu fördern. Doch ausruhen sollten sich die Ingolstädter nicht, denn die konkurrierenden Premiumhersteller konnten in den letzten Jahren weiter aufholen. Mercedes und BMW landeten hier auf den Plätzen.

In der Kategorie Qualität gelang dem Subaru Justy eine Überraschung. Der Kleinwagen der japanischen Marke verdrängt den Sieger der Jahre 2008 und 2009, den BMW X3, auf den zweiten Rang - vor allem dank "glänzender Ergebnisse in der Kundenzufriedenheit", wie der ADAC erklärte. Platz drei erreichte der Mercedes CLK. In die Rangliste des Qualitätspreises fließen die Pannenstatistik des Verkehrsclubs sowie die Kundenzufriedenheitsbefragung ein.

In der Kategorie Persönlichkeit ehrte der ADAC Linde-Chef Wolfgang Reitzle. Die Jury betonte dabei sein Engagement für den Einsatz von Wasserstoff als Treibstoff. In der Kategorie "Innovation und Umwelt" setzte sich Sicherheit gegen Umweltschutz durch. Der Preis ging an Bosch für ein spezielles ABS für Motorräder. Elektroautos und Spritspartechnik hatten das Nachsehen.

Köhler fordert Umwelt-Offensive

Bei der Verleihung der "Gelben Engel" am Donnerstag in München hat Bundespräsident Horst Köhler die Automobilindustrie aufgefordert, umweltfreundlichere Autos zu bauen. „Der Markt für herkömmliche Autos in Europa ist heute nahezu gesättigt. Der für nachhaltig umweltverträgliche nicht“, so Köhler.

Vor allem die kleinen unter den beliebten Autos dürften dem Ehrengast Freude bereitet haben. In seinem Grußwort ein Umdenken bei der Mobilität gefordert. Was sei denn das beste Auto, fragte Köhler: Das schnellste oder das sparsamste mit dem geringsten CO2-Ausstoß? In diesem Zusammenhang kritisierte Köhler auch den Gastgeber: Beim Markenranking des ADAC hätten Umweltaspekte ein zu geringes Gewicht. "Ich finde diese Haltung können wir uns nicht mehr leisten", sagte der Bundespräsident.

Gleichzeitig sprach sich der Bundespräsident dafür aus, den öffentlichen Nah- und Fernverkehr weiter auszubauen. Köhler erwartet von den Autofahrern die Bereitschaft zu umweltgerechter Mobilität. Gerade der ADAC könne hierzu Überzeugungsarbeit leisten. ADAC-Präsident Peter Meyer wies in seiner Rede auf die Bedeutung der Automobilhersteller als Job-Lokomotive gerade auch in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten hin.

Quelle: RPO/kpl

 
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