Musterprozesse: ADAC will gegen Umweltzonen in Großstädten klagen
zuletzt aktualisiert: 29.12.2007 - 15:07München (RPO). Der ADAC will gegen die im kommenden Jahr geplanten Umweltzonen in mehreren Großstädten Klage einreichen. "Wir prüfen in einigen Regionen - allen voran in Berlin - Musterprozesse für Anwohner mit älteren Fahrzeugen."
Das sagte ADAC-Sprecher Michael Ramstetter der Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag". Zum Jahreswechsel werden zunächst in Berlin, Hannover und Köln und später in weiteren Städten Umweltzonen eingerichtet, um die Feinstaubbelastung zu reduzieren.
Der ADAC hält dies für nicht effektiv: "Die Plakettenverordnung mit ihren restriktiven Regelungen ist unverhältnismäßig und bedeutet zudem einen zu hohen Verwaltungsaufwand."
Das Autofahren in Deutschland wurde nach Berechnungen des Automobilclubs ADAC im Jahr 2007 bereits deutlich teurer. "Für einen Pendler (30 Kilometer einfach) mit Durchschnittseinkommen rechnen wir für 2007 mit rund 1000 Euro zusätzlichen Autokosten", sagte Ramstetter.
Als Ursachen nannte er neben den höheren Benzinpreisen auch den Wegfall der Pendlerpauschale und die höhere Mehrwertsteuer.
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