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In Deutschland fast unbezahlbar: "Amischlitten" haben ihren Preis

zuletzt aktualisiert: 19.10.2004 - 16:53

Düsseldorf (rpo). Jedes Jahr werden in den USA rund 16 Millionen Autos verkauft. Die meisten davon sind eigene Marken. Die USA sind damit der größte Automarkt der Welt. Auf dem deutschen Markt ist der Anteil der amerikanischen Modelle jedoch nicht nennenswert. Nicht einmal jedes hundertste Auto ist ein US-Modell, wie Focus Online berichtet. Ein Grund dafür sind sicherlich die überteuerten Preise.     

2003 waren in Deutschland unter den Autoherstellern mit mehr als 50.000 zugelassenen Fahrzeugen gleich acht Importeure. Darunter befand sich jedoch kein einziger US-Autobauer. Das hat sicherlich finanzielle Ursachen, denn verglichen mit den Preisen auf dem Heimatmarkt sind die US-Modelle in Deutschland sehr teuer.

Die Viper von Dodge beispielsweise kostet in den USA umgerechnet rund 75.000 Euro, in Deutschland muss man dagegen satte 105.000 Euro hinblättern. Der Chrysler 300 ist in den Vereinigten Staaten schon für umgerechnet 20.300 Euro zu erwerben; hierzulande kostet der Wagen mit 34.900 Euro mehr als 70 Prozent mehr.

Ein weiteres Beispiel ist der Cadillac XLR. Das Auto kostet drüben umgerechnet 67.700 Euro, während es hier rund 22.000 Euro (30 Prozent) teurer ist. Und schließlich: Der Chrysler Crossfire ist in den USA für umgerechnet 26.500 Euro zu haben. In Deutschland zahlt man mit 37.200 Euro 40 Prozent mehr dafür, obwohl das Auto in Osnabrück hergestellt wird.

Manches amerikanische Automodell übertrumpft im Preis sogar vergleichbare deutsche Fabrikate, obwohl Technik und Hardware in den Vereinigten Staaten dem deutschen Standard oftmals hinterher hinken. Der Cadillac XLR beispielsweise kostet deutlich mehr, als BMW für den vergleichbaren offenen 6er verlangt, so Focus Online.  

Doch auch deutsche Autos sind in den USA günstiger als hier: Der BMW 325i kostet dort inklusive Steuer umgerechnet 26.000 Euro - ganze 6.000 Euro mehr als in Deutschland - und ist darüber hinaus meist noch besser ausgestattet.

Ursachenforschung

Auf der Suche nach möglichen Ursachen für die eklatanten Preisunterschiede fallen einem zunächst die unterschiedlich hohen Vertriebskosten ein. Doch dies ist meist ein Trugschluss, denn die Vertriebskosten auf beiden Märkten sind durchaus miteinander vergleichbar, so Focus Online unter Berufung auf BMW-Sprecher Michael Rebstock. Vor allem bei teureren Fahrzeugen seien die Preisunterschiede nicht auf Unterschiede bei den Kosten zurückzuführen. 

Ein weiterer Grund für die Diskrepanzen: Oftmals bepreisen Importeure die Autos abhängig vom Wettbewerb: "Die Kalkulation unserer Preise orientiert sich am Markt", sagt Werner Roeser, Pressesprecher von Cadillac-Importeur Kroymans gegenüber dem Online-Service.

Der zurzeit sehr starke Kurs des Euro ist natürlich wesentlich für die großen Preisunterschiede verantwortlich. Bei einem Eins-zu-Eins-Verhältnis zwischen den beiden Währungen wären die US-Preise aus europäischer Sicht um 20 Prozent höher. 

  


 
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