Bond-Auto wird versteigert: Aston Martin: In Schuss, nicht zerschossen
VON ELFRIEDE MUNSCH - zuletzt aktualisiert: 26.08.2010 - 15:26London (RPO). Autofahren, so lässig wie der Sean Connery alias James Bond: Das ist möglich, vorausgesetzt man nennt "ein wenig Kleingeld" sein eigen. Denn der legendäre Aston Martin DB5 aus "Goldfinger" und "Thunderball" wird im Oktober versteigert.
Das weltberühmte Film-Auto kommt in London am 27. Oktober unter den Hammer. Es ist nicht irgendein DB5, sondern das einzige noch existierende Exemplar, das in den Filmproduktionen Goldfinger und Thunderball zum Einsatz kam. Rund vier Millionen Euro, also etwa das Zehnfache des üblichen Werts eines DB5, erwarten die Auktionshäuser RM und Sotheby's für dieses einzigarte Auto. Der Erlös kommt einer karitativen Stiftung zu.
Wenige Bond-Autos erhalten
Die Lebensdauer von James Bonds Dienstfahrzeugen ist normalerweise begrenzt. Wenn nicht der Geheimagent Ihrer Majestät seine ihm anvertrauten Fortbewegungsmittel unsachgemäß behandelt, indem er mit ihnen Abkürzungen quer durch Olivenhaine oder Treppenabgänge nutzt, sich damit überschlägt, sie zerschrammt oder sprengt, zerstören seine Gegner oder Filmcrew-Mitarbeiter die Sonderanfertigungen.
Doch es gibt zum Glück auch Ausnahmen, die die Produktionen unbeschadet überstanden haben. Insgesamt gab es nur zwei Aston Martin DB 5 mit der berühmten Zulassungsnummer „FMP 7B“, die für die Aufnahmen von Goldfinger und Thunderball benutzt wurden. Eins wurde gestohlen und vermutlich zerstört. Das jetzt zu versteigernde Exemplar war nach den Dreharbeiten und diversen Promotionveranstaltungen 1969 für 12.000 Dollar an den amerikanischen Radiomogul Jerry Lee verkauft worden.
Bond-DB5 wieder fahrbereit
Dieser machte das Auto nur selten der Öffentlichkeit zugänglich, ansonsten blieb der DB5 aber samt seiner Spezifikationen weitgehend unverändert. Nach der langen Standzeit erfolgten nun lediglich einige Maßnahmen durch RM Auto Restoration, um das Auto wieder fahrbereit zu machen. Dazu zählten eine Überarbeitung des Motors und der Einbau einer neuen Kupplung, sowie Brems- und Abgasanlage.
Die diversen Extras mit dem gewissen Q-Faktor wurden ebenfalls gewartet. So können sich 007-Fans unter anderem über Maschinengewehre, Abwehrschilder, drehbare Wechselkennzeichen, der Schleuderfunktion für den Beifahrersitz sowie den Ölspender und Nagelstreuer freuen. Nicht zu vergessen: die Radmutter-Fräse und das Ortungssystem via Peilsender. Alle Zusatzfunktionen lassen sich über eine versteckte Konsole in der Armlehne bedienen.
Interessenten können sich bereits am Vortag der Auktion, am 26. Oktober, einen persönlichen Eindruck von dem Auto machen. Dazu reicht es, den 60 Euro teuren Ausstellungskatalog zu erwerben, der zu dem Besuch des Ausstellungsgeländes und der Auktion für zwei Personen berechtigt.
Bieter müssen sich zudem registrieren und ihre Liquidität beweisen. Das kostet rund 110 Euro (inklusive eines Katalogs) und ermöglicht zusätzlich die Teilnahme an der Cocktail-Gala am Abend vor der Auktion. Da gibt es dann Wodka-Martine, natürlich geschüttelt, nicht gerührt.
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