Sondereditionen sollen Käufer anlocken: Autohersteller gehen 2011 auf Kundenjagd
zuletzt aktualisiert: 04.02.2011 - 11:22Düsseldorf (RPO). Besonders wenn ein Modell schon seit einigen Jahren auf dem Markt ist, versuchen Automobilhersteller den Absatz mit Sondereditionen anzukurbeln. Sie locken meist mit einer umfangreichen Ausstattung und bieten so im Vergleich zum Listenpreis eine mehr oder weniger deutliche Ersparnis. Häufig macht zusätzlich eine schicke Namensgebung auf das Sondermodell aufmerksam. Und oftmals wird die Auflage limitiert, um zusätzliches Kundeninteresse zu wecken.
Der französische Automobilbauer Renault beispielsweise startete mit einem Liebesbeweis ins neue Jahr 2011. So werden Sondermodelle von Twingo, Clio Campus, Kangoo und Mégane unter der Bezeichnung „Je t’aime“ (französisch für „Ich liebe Dich“) angeboten. Zur Ausstattung der Fahrzeuge gehört unter anderem eine Klimaanlage. Der Twingo „Je t’aime“, bestückt mit einem 1,2-Liter Benzinmotor mit 43 kW/58 PS, ist für 7990 Euro zu haben. Die Basisversion des Kleinstwagens kostet üblicherweise 9990 Euro, ist allerdings auch mit einem stärkeren Benziner versehen (55 kW/75).
Der französische Mitbewerber Peugeot hat drei Kleinwagen-Sondermodelle aufgelegt. So ist neben dem 206+ und 207 beispielsweise der 50 kW/68 PS starke 107 „Urban Style“ zum Preis ab 10.990 Euro zu haben. Zur Ausstattung gehören unter anderem Klimaanlage, CD-Radio und Drehzahlmesser.
Volkswagen auf Kundenfang
Auch Europas größter Autobauer geht mit Sondereditionen auf Kundenfang. Von seinen Modellen Polo, Golf, Golf Plus und Golf Variant hat Volkswagen eine neue Sondermodellreihe mit dem Namen „Style“ auf den Markt gebracht. Die Modelle kosten ab 14.075 Euro (Polo), was nach Herstellerangaben einem Preisvorteil von 1885 Euro entspricht.
Konzerntochter Seat ist ebenfalls mit Sondermodellen in das neue Jahr eingestiegen. Unter der Bezeichnung „Copa“ – der Schriftzug prangt auf Fahrer- und Beifahrertür – bietet die spanische Marke für die Modelle Ibiza, Ibiza ST (Kombiversion), Leon und Altea/Altea XL Kombi Sondereditionen an. Sie bieten gegenüber den vergleichbaren Serienfahrzeugen einen Preisvorteil von bis zu 2100 Euro.
Preisvorteile von bis zu 3915 Euro verspricht Opel den Kunden, die sich für die „Design-Edition“ entscheiden und die Pakete Style, Sportive und Performance ordern. Die „Design-Edition“ ist für die Modelle Astra, Meriva, Zafira, Insignia, Antara und Vivaro Combi lieferbar.
Smart mit „nightorange“ auf dem Markt
Toyota bietet für den Yaris unter der Bezeichnug „Edition“ und „CoolEdition“ gleich zwei Sondermodelle an, die jeweils eine umfangreiche Mehrausstattung bieten. Der Preisvorteil der Edition-Version beträgt im Vergleich zur Ausstattungsvariante Life nach Herstellerangaben 2110 Euro.
Smart hat das Sondermodell „nightorange“ aufgelegt. Hier ist der Name Programm: Mit greller Lackierung und schwarzen Akzenten ist der Kleinstwagen fortwo zu haben. Die Preise beginnen beim Coupé mit dem Dreizylinder-Basismotor (52 kW/71 PS) bei 13.995 Euro. Neben der auffälligen Lackierung punktet der Zweitürer mit einer umfangreichen Sonderausstattung gegenüber dem vergleichbaren Modell Passion, das 12.860 Euro kostet.
Düster geht es bei Porsche zu. Der Sportwagenbauer legt ab April ein Sondermodell seiner Ikone 911 auf und nennt es „Black Edition“. Die neue Variante basiert auf dem 3,6-Liter-Boxermotor mit 254 kW/345 PS und ist ausschließlich mit Heckantrieb und in Schwarz zu haben. Auch im Innenraum bleibt es dunkel: Die Teilleder-Ausstattung ist schwarz, ebenso wie das Sportlenkrad und die Instrumententafel. Das auf 1911 Einheiten limitierte Sondermodell kostet als Coupé 85.538 Euro.
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