Stimmen unserer Leser: Befristeter Führerschein erregt Gemüter
zuletzt aktualisiert: 27.08.2010 - 08:17Düsseldorf (RPO). Die Nachricht, dass der Führerschein ab 2013 nur noch für 15 Jahre gültig sein soll, beschäftigt unsere Leser sehr. Vor allem stellen sie die Frage nach dem Sinn der Befristung. Einige fordern, die Frist mit medizinischen Untersuchungen zu verbinden.
Die Führerscheine sollen ab Januar 2013 nur noch 15 Jahre gültig sein. Doch beim Umtausch ist weder eine erneute Fahrprüfung erforderlich, noch eine medizinische Untersuchung. "Der Umtausch wird mit keiner ärztlichen oder sonstigen Untersuchung verbunden", so das Bundesverkehrsministerium. Der Bundesrat müsse den Plänen noch zustimmen.
Die Argumente, die Frist sei nötig, um die Führerscheine stets auf dem neuesten Stand fälschungssicher zu machen, oder die Passbilder möglichst aktuell zu halten, lassen viele unserer Leser nicht gelten. So kommentiert Leser "spk311": "Ja sicher, und jedes Mal 59 Euro oder so dafür bezahlen müssen. Irgendwo müssen wir doch dem Autofahrer das Geld aus der Tasche ziehen!" Nicht ohne Nostalgie kommentiert der Leser "Freidenker": "Mein grauer alter Schinken von 1979 ist garantiert fälschungssicher. So ein Papier gibt es auf der ganzen Welt nicht mehr."
Dabei findet sich unter den Kommentaren immer wieder Zustimmung für ein Verfallsdatum von Führerscheinen. So wirft "asrael" ein: "Man muss auch bedenken, dass Deutschland eines der ganz wenigen Länder auf der Welt ist, in denen der Füherschein bis zum Grab ausgestellt wird."
Andere fordern sogar, die Frist mit einer medizinischen Untersuchung zu verbinden. So kommentiert "Sethos", die Frist habe "ohne medizinische Untersuchung oder eventuell auch eine theoretische Prüfung keinen Sinn".
Eine solche Untersuchung, die von der EU angeregt wurde, schließt das Bundesverkehrsministerium aus. Der verkehrspolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Winfried Hermann, fordert hingegen eine Fahrtauglichkeitsprüfung. Der Tageszeitung "Die Welt" sagte er: "Ich bin sehr dafür, dass endlich einmal diskutiert wird, warum eine einmal erteilte Fahrerlaubnis bis ins Grab gültig sein soll."
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