Abwrackprämie interessiert: Besucherschwund bei Leipziger AMI
zuletzt aktualisiert: 06.04.2009 - 08:27Leipzig (RPO). Im Vorjahr konnte die Leipziger Automesse AM noch rund 293.000 Interessenten begrüßen. In diesem Jahr waren es nach Messeangaben nur noch gut 250.000. Es gibt Überlegungen, die Leipziger Messe im Wechsel mit der Frankfurter Autoschau IAA nur noch alle zwei Jahre auszurichten.
Die Leipziger Messe Auto Mobil International (AMI) hat in diesem Jahr einen deutlichen Rückgang der Besucherzahlen hinnehmen müssen. Kamen im Vorjahr rund 293.000 Interessenten, waren es nach Messeangaben vom Sonntag in diesem Jahr gut 250.000. "Unsere Aussteller sind mit der Publikumsresonanz, der Qualität der Besucher und den Geschäftsabschlüssen sehr zufrieden", zog Messechef Wolfgang Marzin am Sonntag dennoch ein positives Fazit.
Der Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), Volker Lange sagte, die Messe habe dazu beigetragen, den Stimmungsumschwung pro Auto zu verstärken. Laut Messe haben 61 Prozent der Aussteller schon während der AMI Geschäftsabschlüsse getätigt. Über 80 Prozent erwarteten ein gutes Nachmessegeschäft, hieß es. "Zufriedene Aussteller und gute Geschäfte sind letztlich die Maßstäbe für eine erfolgreiche Messe", erklärte Marzin. Nach den Worten von VDIK-Chef Lange standen Informationen rund um das Thema Abwrackprämie und umweltfreundliche Fahrzeuge im Zentrum des Besucherinteresses.
Dabei konnte die AMI den Angaben zufolge ihren internationalen Einzugsbereich erneut erweitern. "Der Anteil ausländischer Besucher, vor allem aus Polen und Tschechien, hat sich auf 11 Prozent erhöht", berichtete Projektdirektor Matthias Kober. Außerdem seien Besucher aus Lettland, Litauen, Moldawien, Rumänien, Russland, der Slowakei, der Ukraine und Ungarn registriert worden.
Zwar hatte die Messe mit 493 Ausstellern nur vier Aussteller weniger als im Vorjahr. Dennoch gab es eine Reihe von Absagen bedeutender Hersteller. BMW, Mitsubishi, Volvo, Saab, Chrysler, Dodge, Jeep und Fiat mit den Töchtern Alfa Romeo, Ferrari und Lancia nannten meist Kostengründe für ihren Verzicht. Während der Automesse stellte der Deutschlandchef von Ford, Bernhard Mattes, den jährlichen Rhythmus der AMI in Frage. Er schlug vor, die Leipziger Messe solle sich mit der Frankfurter Autoschau IAA abwechseln und nur alle zwei Jahre stattfinden. Die AMI 2010 ist für die Zeit vom 10. bis 18. April angekündigt.
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