NRW-Plan: Blutprobe für Alkoholsünder abschaffen
zuletzt aktualisiert: 27.05.2010 - 07:52Hagen (RPO). NRW plant offenbar, die Blutprobe für Alkoholsünder abzuschaffen. Wie eine Zeitung berichtet, will Innenminister Ingo Wolf (FDP) auf der heute beginnenden Länderkonferenz eine Initiative einzubringen, wonach Autofahrer auch bei mehr als 1,1 Promille nur noch "pusten" müssen.
Die in Hagen erscheinende "Westfalenpost" zitiert Wolf mit den Worten, "die Messung des Alkoholgehaltes durch die Analyse des Atems ist auch bei höheren Promillewerten so präzise wie bei einer Blutuntersuchung." Derzeit muss der Alkoholsünder bei Werten über 1,1 Promille auf die Polizeiwache. Dort wird nach richterlicher Anordnung ein Arzt hinzugezogen, der Blut entnimmt.
Bei Werten unter 1,1 Promille ist die Atemalkohol-Analyse jedoch ohne richterliche Anordnung schon heute beweissicher möglich. "Ein Blutprobe ist immer ein Eingriff in die körperliche Unversehrtheit, der sich heute vermeiden lässt", sagte Wolf. Angesichts moderner präziser Messverfahren sei die Atemanalyse in Alkoholverdachtsfällen als das "mildere Mittel zu wählen."
Die Konferenz der Landesinnenminister beginnt am heutigen Donnerstag in Hamburg.
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