Lösung aller Stauprobleme?: Das erste fliegende Auto der Welt
zuletzt aktualisiert: 05.04.2007 - 10:53Düsseldorf (RPO). Sechs Jahre hat der Niederländer John Bakker in die Entwicklung des erstes fliegenden Autos investiert, das alle Stauprobleme lösen soll. Das PAL-V (Personal Air/Land Vehicle) ist ein Dreirad mit kleiner Fahrgastzelle und Bestandteilen eines Hubschraubers am Heck.
Nach den Jahren der Forschung hat John Bakker jetzt ein Management Team zusammengestellt und stellt Mitarbeiter ein, um PAL-V Europe zu gründen. Investoren wurden schon gefunden. Zur Zeit sucht die Firma weitere Investoren, um die Einführung in den Markt zu beschleunigen.
Am Boden ist das schlanke, aerodynamische Fahrzeug bequem. Es kann Geschwindigkeiten bis zu 200 km/h erreichen – auf der Autobahn sowie nach dem Abheben.
In der Luft bleibt PAL-V unter der Grenze von 1.500 Metern und bleibt damit unter dem Luftraum für den Linienverkehr. Das Fahr-/Flugzeug stimmt mit den Gesetzen überein, die 2005 in den US und Europa eingeführt wurden.
Wie ein Hubschrauber hat das PAL-V eine sehr kurze Ab- und Anflugsfähigkeit, landen kann man praktisch überall. Man fährt es zum nächsten Flugfeld oder Hubschrauber-Landeplatz, und da es unter 1.500 Metern fliegt, muß man keinen Flugplan abgeben.
Sicher zu Boden
Dank einer speziellen Autogyrotechnologie kann das PAL-V sicher gelenkt und gelandet werden. Selbst wenn der Motor ausfällt, steigt es langsam ab und stürzt nicht etwa wie ein Stein zu Boden.
Durch das langsamer drehende Flügelblatt ist das PAL-V mit weniger als 70 Dezibel leiser als ein Hubschrauber. Ein Flugschein fürs PAL-V ist einfacher zu erhalten (mit 20 Stunden Unterricht) als für einen Hubschrauber oder ein Flugzeug wegen der Gesetze für Sportflugzeuge.
In den Vereinigten Staaten sowie auch bald in Europa gibt es eine Infrastruktur für „digitale Autobahnen“, die eine Flugbahn in der Luft unter Verwendung der GPS-Technologie erstellt. Dadurch werden Zusammenstöße in der Luft vermieden.
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