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Rinspeed sQuba: Das ist das erste Unterwasser-Cabrio

zuletzt aktualisiert: 14.02.2008 - 11:20

Düsseldorf (RPO). Als im Jahr 1977 James Bond auf Tauchstation ging, hatte die Filmszene mit dem schnittigen Gefährt einen Haken: Sie war eine Animation. Gut dreißig Jahre lässt die Schweizer Autoschmiede Rinspeed den Traum mit dem „sQuba“ wahr werden.

Beim Genfer Autosalon (vom 6. bis 16. März) stellt Rinspeed das erste Unterwasser-Cabrio der Welt vor. Der Tauchvorgang in bis zu zehn Metern Tiefe, bei dem das Fahrzeug in einen dauerhaften Schwebezustand gelangt, unterscheidet den sQuba von seinen Konkurrenten. Auch diese tauchen zwar ab, bewegen sich aber laut Rinspeed-Boss Frank M. Rinderknecht meist zügig in Richtung Grund.

Der 52-Jährige zog Spezialisten zu Rate: „Es ist schon nicht leicht, ein Auto so wasserdicht und druckresistent zu machen, dass es sich unter Wasser bewegen kann. Die wirkliche Herausforderung war aber, dass sich das Ding wie ein Fisch im Wasser bewegen sollte.“

Mehrere Elektroantriebe

Zugleich sollte der sQuba ein Sportwagen sein. Deswegen bauten ihn die Schweizer Ingenieure von Esoro zum Tauch-Traum um. Gleich als erstes operierten sie den Verbrennungsmotor heraus und ersetzten ihn durch mehrere Elektroantriebe. Drei davon sind im Heck untergebracht. Einer sorgt für Vortrieb zu Lande, zwei treiben die Propeller für die Unterwasserfahrt an. Unterstützt werden sie durch zwei leistungsstarke Antriebe im Bug, die durch spezielle Drehlamellen zum Öffnen und Schließen der Wasserzufuhr „atmen“.

Das Abtauchen vom Land ins Wasser funktioniert so: Der sQuba fährt ins Wasser, der Wagen schwimmt, bis die Türe einen Spalt weit geöffnen, um das Wasser einströmen zu lassen. Damit begibt sich der sQuba in die Unterwasserwelt. Luft erhalten die Passagiere über ein eingebautes Pressluft-System wie es Taucher kennen.

Im Notfall schnell raus

Rinderknecht: „Aus Sicherheitsgründen haben wir den Wagen als offenes Fahrzeug gebaut, damit die Insassen im Notfall schnell aussteigen können. Denn bei einer geschlossenen Kabine würden sie die Türe nicht mehr geöffnet bekommen.“

Sicherheit ist nicht der einzige Grund für die Targa-Bauweise: Bei einem geschlossenen Innenraum von nur zwei Kubikmetern Luft hätte das Fahrzeuggewicht um zwei Tonnen erhöht werden müssen, um dem nicht gewünschten Auftrieb entgegenzuwirken. Damit wäre der sQuba an Land ungefähr so beweglich wie eine Schildkröte gewesen.

Die Stromversorgung stellen Lithium-Ionen-Akkus sicher. Der sQuba ist damit ein „zero-emission-car“, denn er produziert keine Abgase.


 
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