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Jaguar XF 3.0 DS Panorama
  Foto: Jaguar
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Fahrbericht Jaguar 3.0 DS: Das schnurrende Diesel-Kätzchen

VON JOACHIM MIES - zuletzt aktualisiert: 12.10.2009 - 07:51

Düsseldorf (RP). Eleganz und Sportlichkeit wurden stets mit Jaguar verbunden - Diesel weniger. Mit dem neuen Selbstzünder für den XF könnte sich das ändern. Der Biturbo-Diesel ist mit 275 PS ein echter Kraftmeier, mit dem man aber auch entspannt dahingleiten kann.   

Man kann an diesem Jaguar viele Seiten loben. Das vergleichsweise hoch liegende, wohlgeformte Heck mit den schmalen Rückleuchten und dem namensgebenden Raubtier auf dem Kofferraumdeckel. Oder die markante Frontpartie, die von den breitgezogenen Scheinwerfern und einem großen Lufteinlass im Stoßfänger dominiert wird. Für den schönsten Blick aber muss man ein paar Schritte zurücktreten. Denn über die Detailansicht hinaus erweist sich der XF insgesamt als ein wohlgelungenes, zeitlos schönes Automobil –­ elegant, ohne ins dandyhafte zu verfallen, dazu sportlich, ohne mit Muskelpaketen zu protzen.

Man weiß nicht, wo er endet

Den Nachteil solch schmucker Linienführung erkennt man rasch, wenn man hinterm ebenfalls Jaguar-geschmückten Lenkrad Platz genommen hat: Wo das fast fünf Meter lange Gefährt endet, entzieht sich dem Blick. Angst ums edle Blech braucht man trotzdem nicht zu haben. Zumindest dann nicht, wenn man für ein paar Euro mehr das Parkhilfe-System geordert hat, dessen Sensoren schon viele Zentimeter vor einem Hindernis optisch und vor allem akustisch Alarm schlagen. Das ginge ­– wie auch das Geklacker des Blinkers ­– womöglich etwas dezenter.

Pulsierender Start-Knopf

Ansonsten bietet der Innenraum des XF mit edlen Materialien und viel Liebe zum Detail ein Wohlfühl-Ambiente, wie man es von einer britischen Luxus-Limousine wohl erwarten darf ­ technische Spielereien wie den beim Einstieg sanft rot pulsierenden Start-Knopf und den nach dem Start wie von Zauberhand aus der Versenkung auftauchenden Automatik-Drehknopf auf dem Mitteltunnel eingeschlossen. Auch der iPod kann angedockt werden –­ und seine Songs auf ein Audio-System schicken, das manche Anlage im heimischen Wohnzimmer übertreffen dürfte.

Diesel ist ein schnurriger Leisetreter

Gut für die Ohren: Auch bei schneller Fahrt muss der Lautstärkeregler – praktischerweise am Lenkrad ­– nicht bis zum Anschlag hochgedreht werden. Denn der neu entwickelte Dieselmotor ist ein schnurriger Leisetreter, der sich akustisch kaum störend in den Vordergrund drängt. Von der Leistung her ist der Sechszylinder mit Biturbo-Aufladung hingegen ein rechter Kraftmeier, der in Verbindung mit der vorzüglichen Sechs-Stufen-Automatik den Blitzstart ebenso locker hinlegt wie den Zwischenspurt. In der Spitze ist vernünftigerweise bei 250 Schluss –­ aber nur, weil der Motor elektronisch abgeregelt wird.

Am Ende bleibt die Souveränität 

Fast überflüssig, zu erwähnen, dass diverse elektronische Hilfen an Bord sind, die dazu beitragen, die enorme Kraft sicher auf der Straße zu halten. Und selbstverständlich auch, dass der Fahrkomfort der Leistung in nichts nachsteht. So bleibt am Ende Souveränität: Man kann mit dem XF wunderbar unangestrengt schnell fahren. Man kann es aber auch gemächlich angehen lassen und sehr entspannt all die vorbeiziehen lassen, die zwanghaft auf der Überholspur kleben.

Quelle: RP

 
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