Nach dem Krisenjahr 2008 wird der Autoabsatz Experten zufolge 2009 in Deutschland noch weiter zurückgehen. Erwartet werden 2,85 Millionen Pkw-Neuzulassungen - das wäre erstmals das Niveau der Fahrzeugverkäufe vor der Wiedervereinigung. Skoda setzt zu Jahresbeginn auf seinen neuen Octavia. Als Limousine kostet die Basisversion rund 15.500 Euro, der Combi ist etwa 1000 Euro teurer.
Renault hatte bei Erscheinen des neuen Megane bereits eine große Modellfamilie angekündigt. Den Auftakt in 2009 macht das Coupé, das am 23. Januar erwartet wird.
Der zuletzt kriselnde weltgrößte Autobauer Toyota setzt am 24. Januar auf eine Modelloffensive von vier Fahrzeugen: Dann schicken die Japaner den neuen Avensis an den Start. Als Limousine kostet er 22.700 Euro, für den Kombi (Foto) muss man bei gleicher Motorisierung und Ausstattung 1000 Euro mehr hinblättern.
Toyotas Hoffnungsträger für den boomenden Markt der Kleinstwagen lautet iQ. Die Lifestyle-Kiste soll dem Smart Konkurrenz machen. Der Kniff: Obwohl der iQ nur 30 Zentimeter länger ist als der Smart finden vier Personen in ihm Platz. Mindestens 12.700 Euro soll das Raumwunder kosten.
Der Toyota Aygo wird zum Modelljahr 2009 leicht überarbeitet. Der Dreizylinder-Benzinmotor mit einem Liter Hubraum und VVT-i Technologie stößt dann nur noch 106 Gramm CO2 je Kilometer aus. Verkaufsstart für den neuen Aygo ist ebenfalls der 24. Januar 2009.
Der vierte im Bunde: Auch den Yaris hat Toyota gründlich aufgefrischt. Kein Modell emittiert nun mehr als 120 Gramm CO2 je Kilometer.
Der Aygo ist eine Gemeinschaftsentwicklung mit dem Peugeot 107 (seit Dezember 2008 im Handel) und dem Citroen C1, der ebenfalls ab Januar 2009 in frischem Design erhältlich ist.
Porsche steht ab 2009 nicht mehr allein da auf dem deutschen Sportwagenmarkt. Im westfälischen Städtchen Delbrück ist die Produktion des zweisitzigen Sportwagens Artega GT abgeschlossen. Mit 300 PS und 270 Stundenkilometer Spitze düst er Anfang 2009 zu den ersten Käufern.
Porsche versucht Cayenne-Kunden diese Spezialversion namens Transsyberia schmackhaft zu machen. Der neue Offroad-Porsche wurde auf der Basis eines Langstrecken-Rallyeautos entwickelt. Im Laufe des Jahres präsentiert Porsche dann einen neuen Cayenne Diesel.
Im Januar rollt auch der neue Hyundai i20 zu den Händlern. Der fünftürige Getz-Nachfolger kostet in der Basisversion 12.000 Euro. Wenn der Kleinwagen im April als Dreitürer folgt, soll der Einstiegspreis auf 11.250 Euro sinken.
Honda überarbeitet nach zwei Jahren sein Kompaktmodell Civic. Startdatum ist der 17. Januar. Damit ist der Civic eines der ersten Fahrzeuge 2009.
Vom Peugeot Partner Tepee ist ab Januar ein neuer Siebensitzer auf dem Markt. Aufschläge von 700 bis 800 Euro je nach Ausstattung werden fällig.
Der völlig neue Kia Soul rollt am 6. Februar in den Handel. Das fünftürige Steilheckauto aus Korea wandelt auf den Spuren des kastenförmigen Daihatsu Materia.
Ferrari verwöhnt seine Frischluft-Anhänger. Mit dem GT California erweitern die Italiener ihre Modellpalette um einen neuen offenen Sportwagen. Als Antrieb ist ein neuer Achtzylinder-Motor mit 4,3 Litern Hubraum und 338 kW/460 PS vorgesehen.
Das Bond-Girl weiß schon, wie er sich fährt: Für den Februar ist der neue Ford angekündigt. Der Einstiegspreis für die beiden Benziner und die beiden Diesel soll bei rund 10.000 Euro liegen.
Das ist die neue Generation des Porsche Boxster, wie er in Los Angeles erstmals das Licht der Welt erblickte. Der Boxster wird ab 46.142 Euro kosten. Mitte Februar kommt er in den Handel, gemeinsam mit dem...
...überarbeiteten Porsche Cayman. Er steht mit 49.831 Euro in der Preisliste.
Mercedes setzt große Hoffnungen in seine neue E-Klasse. Das Volumenmodell soll wieder Schwung in die schwächelnde Produktion des Premiumbauers bringen.
Im März öffnet sich das Dach des neuen Peugeot 308 CC. Nach Limousine und Kombi ist es die dritte Karosserie-Variante des Franzosen.
Ein Billigauto für Transport und Freizeit: Dacia hat für März den Logan als Pickup angekündigt. Der Pritschenwagen auf Basis des Logan Kombi kann 800 Kilogramm Ladung tragen und soll ebenfalls 7250 Euro kosten.
Der neue Mercedes-Benz CLS Grand Edition soll im März 2009 auf den Markt kommen. Die Werbekampagne mit Top-Model Julia Stegner kann sich sehen lassen.
Ende März kommt das neue Mini Cabrio in den Handel. Die Preise beginnen bei 22.500 Euro für das Mini Cooper Cabrio, der offene Cooper S kostet 4000 Euro mehr.
Das "Auto des Jahres 2009" kommt im Frühjahr als Kombi. Der Opel Insignia Sports Tourer gesellt sich zur erfolgreichen Limousine. Schon der Name macht klar, dass die Rüsselsheimer alte Zöpfe abschneiden wollen. Die Zeiten, in denen Opel-Kombis "Caravan" hießen, sind vorbei.
Hyundai hat für das Frühjahr den neuen Geländewagen i55 in der Planung.
Der Nachfolger des Nissan 350 Z heißt 370 Z. Der Konkurrent von Porsche Boxster und Cayman ist etwas kürzer und breiter, aber auch deutlich leichter. Weltpremiere feierte der 370 Z in Los Angeles, ab April 2009 steht er im Handel.
Auch einen neuen GT-R schickt Nissan ins Rennen um die Gunst der Sportwagen-Fans.
Bei Volkswagen bereitet man sich auf die neue Generation des Polo vor. Im Frühjahr soll es soweit sein.
Rechtzeitig zum Beginn der Open-Air-Saison steht bei den Audi-Händlern der Nachfolger des A4-Cabrios in den Läden. Der offene Viersitzer trägt künftig das Kürzel A5 und kostet ab 37.300 Euro aufwärts.
Von Honda kommt im April ein neues Hybrid-Fahrzeug. Der Insight soll dem neuen Prius Konkurrenz machen, den Hybrid-Rivale Toyota in der Mache hat.
Suzukis Kleinster ist wieder da: Jahrelang war der Alto in der Versenkung verschwunden. Zum Preis von unter 10.000 Euro feiert der fünftürige Kleinstwagen im April ein Comeback.
Ein schrilles Debut auf der Bologna Motorshow feierte der überarbeitete Mazda 3. Die Motorenpalette beginnt mit einem 110 PS starken 1,6-Liter, neben dem ein 2,2-Liter mit 150 PS oder 185 PS angeboten wird.
Ein großes Flagschiff hat Seat in der Planung. Im Frühjahr soll der Exeo kommen. Das neue Topmodell der spanisches VW-Tochter basiert auf der Technik der abgelösten Generation des Audi A4.
Der neue Roadster Z4 bekommt ein Aluminiumdach anstelle des traditionellen Stoffdachs. Ab 9. Mai 2009 rollt der Z4 in den Handel. Die Preise beginnen bei 35.900 Euro.
Die sportliche Limousine Cruze im Design eines Coupés beerbt im Frühjahr 2009 den bisherigen Chevrolet Nubira. Der Cruze startet mit zwei Benzinern mit 1,6 und 1,8 Litern Hubraum, die 82 kW/112 PS und 103 kW/140 PS leisten.
Nach dem kleinen Ka folgt von Ford der stärkste Focus mit den Buchstaben RS und 300 PS unter der Haube. Für die IAA in Frankfurt (17. bis 27. September) verspricht der Konzern noch eine Großraum-Limousine auf dem Fahrgestell des Fiesta.
Volkswagen erweitert im Frühling seine Golf-Palette. Der GTI soll seinen Durst einschränken. Die Neuauflage der sechsten Generation mit seinem 210 PS Vierzylinder-Motor kommt laut VW nur noch auf einen Verbrauch von 7,5 Litern (CO2-Ausstoß 178 g/km).
Alfa mischt mit einem Schönling die Cabrio-Szene auf. Der Spider 8c soll Anfang Juni kommen.
Das erste eigene Hybrid-Auto von Mercedes bereichert die Oberklasse. Für den S400 BlueHYBRID kombinieren die Stuttgarter den 3,5-Liter-Sechszylinder des S350 mit einem Elektromotor, der mit 15 kW/20 PS und 160 Newtonmeter Drehmoment beim Beschleunigen hilft.
Im Sommer plant Lotus den Marktauftritt des neuen Flitzers Evora. Nach 13 Jahren haben die Briten damit wieder einen komplett neuen Sportwagen im Programm.
Der SLR Stirling Moss von Mercedes besitzt weder Dach noch Windschutzscheibe - Fahrer und Beifahrer stürmt wie bei einem Speedster der Fahrtwind ungebremst ins Gesicht. Die offene Rennflunder mit 650 PS wird ab Juni zum Preis von einer Dreiviertel Million Euro pro Stück verkauft.
Toyotas Luxusmarke Lexus plant für 2009 gleich mehrere neue Modelle. Zu den prominentesten zählt der RX 450h. Er setzt wie sein Hybrid-Vorgänger RX 400h auf die Kombination eines V6-Benzinmotors und zweier leistungsstarker Elektromotoren. Start: Mitte 2009.
Lange wurde er als Showcar auf den Messen der Welt herumgereicht. Im Spätsommer soll der Peugeot 308 RC-Z als Serienmodell vorgestellt werden. Man darf gespannt sein, wie ähnlich er dann noch dem Audi TT sein wird.
Hondas neuer CRZ ist für Anfang September geplant.
Ein Gran Turismo von Porsche für Kind und Kegel: Der neue Panamera erweitert im September die Modellpalette. Der Fünftürer übernimmt die Frontpartie des 911er und bekommt ein kurzes Heck mit großer Klappe. Bei höheren Geschwindigkeiten fährt dort automatisch ein Spoiler aus. Das Leistungsspektrum liegt zwischen 300 und 500 PS.
Neben dem Audi A5 Cabrio steht bei Audi die dritte Generation des Flaggschiffs A8 ganz oben in der Luxus-Skala. Im September wird er erwartet.
Was Lexus für Toyota ist Infiniti für Nissan. Im Herbst feiert die Edelmarke aus Japan ihr Europadebut mit mehreren Modellen. Eines davon ist der FX50.
Nissan selbst plant für den Herbst, mit dem kantigen Cube auf den deutschen Markt zu rollen. 98 PS hat der Würfel auf Rädern, der in Japan weniger als 10.000 Euro kostet.
So sieht der neue Golf Plus aus, den die Wolfsburger ab Herbst auf den Markt schicken.
Seit Jahren geistert der Skoda Yeti auf Messen herum. Stets hieß es, er werde irgendwann in Serie gehen. Im Spätherbst 2009 ist es für den kleinen Offroader soweit.
Hier ist der neue BMW X1 noch als getarnter Erlkönig auf finnischem Schnee unterwegs. Im November ist der Start des kleinen Geländewagens geplant. Der X1 gilt als kleiner Ableger des X3.
Noch in weiter Ferne liegt für Opel ein neuer Astra. Ob er noch bis zur IAA im September fertig wird, ist ungewiss. Experten vermuten, dass das neue Volumen-Modell erst gegen Jahresende zur Verfügung steht - und damit viel zu spät.