Sportback concept in Detroit enthüllt: Das wird der neue Audi A7
zuletzt aktualisiert: 12.01.2009 - 11:59Düsseldorf (RPO). Audi hat auf der Automesse in Detroit die Studie Sportback concept enthüllt. Sie liefert einen Vorgeschmack auf den A7, das viertürige Luxuscoupé der Ingolstädter. Es soll auf den Spuren des erfolgreichen Mercedes CLS wandeln.
Das Sportback concept ist 4,95 m lang, 1,93 m breit und dabei 1,40 flach. Laut Audi soll es sich um einen betont progressiven Entwurf für die Oberklasse handeln. Audi-Sprecher Jochen Grüten weist ausdrücklich darauf hin: „Es handelt es sich bei dem Fahrzeug noch nicht um den A7.“ Die Formensprache soll dem späteren Fahrzeug aber bereits sehr nahe kommen. Auch die Technik des Audi Sportback concept sei zukunftsorientiert.
Der Sportback zeigt, wie die Lücke zwischen den Modellen A6 und A8 geschlossen werden könnte: Ähnlich wie die Mercedes Coupélimousine CLS besitzt der AudiViertürer fließenden Linien. Als A7 soll er mit der Technik des nächsten A6 und Designzitaten des neuen A8 binnen der nächsten zwei bis drei Jahre auf den Markt kommen.
Der in Detroit präsentierte Viertürer ist 4,95 Meter lang, 1,93 Meter breit und nur 1,40 Meter hoch. Unter einem beinahe durchgehenden Glasdach und einer ebenfalls verglasten Heckklappe bietet die Studie Platz für vier Passagiere. Im Innenraum finden sich weiße Lederpolstern und Konsolen aus Holz sowie ein Monitor, der auf Knopfdruck aus der Mittelkonsole fährt. Hinter den Passagieren bleibt laut Audi Platz für 500 Liter Gepäck.
Im Motorraum ist ein besonders sauberer Diesel untergebracht, der auch die US-Normen in allen 50 Bundesstaaten erfüllt. Der aus dem Q7 entlehnte Dreiliter-Sechszylinder mit AdBlue-Katalysator gegen Stickoxide leistet 165 kW/225 PS, dazu gibt es eine siebenstufige S-Tronic und Allradantrieb. Damit beschleunigt der Viertürer in weniger als sieben Sekunden auf Tempo 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 245 Stundenkilometer, teilt Audi weiter mit. Dank Bremsenergierückgewinnung, Start-Stopp-Automatik und weiteren Maßnahmen sinkt der Verbrauch des Diesels auf 5,9 Liter, was einem CO2-Ausstoß von 156 Gramm pro Kilometer (g/km) entspricht.
US-Schwäche nutzen
Die deutsche Autoindustrie will die gegenwärtige Schwäche der US-Autobauer nutzen und auf dem amerikanischen Markt angreifen: VW, BMW, Mercedes und Co. peilen einen deutschen Marktanteil von 10 Prozent an, wie Matthias Wissmann, der Verbandchef der Automobilindustrie (VDA) auf der ersten Automesse 2009 erklärte. Nur Porsche hat ebenso wie Nissan ganz auf die Schau im kriselnden Detroit verzichtet.
Audi Sportback Concept, Audi R8 V10, BMW Z4, Volkswagen BlueRoadster dazu die Mercedes E-Klasse mit deutlich auf den US-Geschmack getrimmten Zügen – mit diesen Größen deutschen Automobilbaus dokumentieren die Deutschen ihr Interesses am US-Markt.
Spagat zwischen Spritsparern und Hinguckern
Ansonsten dominieren in Detroit Fahrzeuge mit intelligenten Antrieben wie Hybrid oder Elektro. Es geht um einen vernünftigen Spagat zwischen Spritsparern und ansprechender Oberklasse, die auch etwas fürs Auge bietet.
In der Oberklasse haben die deutschen Marken laut VDA ihre dominierende Position auf nunmehr 43 Prozent Marktanteil ausgebaut. In der immer wichtigeren Kleinwagenklasse - zu der smart, BMW Mini oder VW Jetta gezählt werden - haben die deutschen Marken zugelegt und ihren Absatz 2008 um 11 Prozent auf 258.000 Einheiten steigern können, während das Segment insgesamt nahezu stabil blieb. Damit ist laut VDA fast jedes dritte deutsche Fahrzeug, das in den USA abgesetzt wurde, dem Kleinwagensegment zuzuordnen. Dominiert werden die Kleinwagen von japanischen Herstellern.
Neuer GM-Kleinwagen
Und die US-Autoindustrie? Sie liegt in den Staaten komplett am Boden, gibt aber nicht auf. Nach Jahrzehnten des Baus von spritschluckenden Straßenkreuzern beugt sich der US-Autogigant General Motors (GM) dem Zeitgeist und bringt einen sparsamen Kleinwagen auf den Heimatmarkt. Der dreitürige Chevrolet Spark soll 5,9 Liter Benzin auf 100 Kilometer verbrauchen und 2011 in den USA eingeführt werden. Schon 2010 will GM nach eigenen Angaben mit dem Chevrolet Volt ein Elektroauto vermarkten.
Bei der Modellvorstellung auf der Automesse in Detroit waren hunderte GM-Mitarbeiter erschienen und schwenkten Plakate mit der Aufschrift: „Gekommen, um zu bleiben.“ Sie spielten damit auf die Lage größten Autobauers der Welt an, der tief in den roten Zahlen steckt. Vorstandschef Rick Wagoner erklärte, die insgesamt 17 neuen Modelle seien kleiner und sparsamer.
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