Vorgeschmack auf die Premiere: Das wird der neue BMW 5er
zuletzt aktualisiert: 23.11.2009 - 10:00Düsseldorf (RPO). Am Montagabend (23. November) feiert der neue BMW 5er seine offizielle Weltpremiere. Der Vorhang der sechsten Generation hebt sich am Standort München. Einen Vorgeschmack lieferte BMW - abgesehen von kursierenden Erlkönig-Fotos - mittels einer kinetischen Skulptur.
Das ließen die Erlkönig-Bilder erkennen: Mächtig dominiert der Kühlergrill die Frontpartie des neuen 5er BMW. Sie zeigt den Trend bei BMW, die Niere immer größer werden zu lassen. Offenbar bleibt der 5er seinen Tugenden treu – genügend Platz im Innenraum, ein großer Kofferraum und eine Fahrzeuglänge, die bei rund 4,90 m liegt. Damit wird er gegenüber seinem Vorgänger nur marginal wachsen und das soll auch den Geldbeutel der Käufer schonen: Die Preise sollen ausstattungsbereinigt nahezu identisch bleiben.
Bei den Motoren ist zur Markteinführung kaum mit Überraschungen zu rechnen. Zu erwarten sind, ähnlich wie beim 5er GT ein 530d, ein 535i und ein 550i. Aber auch nach unten ist Platz genug für die neuen Basismotoren des Konzerns. Ein 518d soll den Einstieg bilden, der 520d und der 523d diesen toppen. Alle Motoren sind 2-Liter-Diesel mit Direkteinspritzung und Turboaufladung, die zwischen 150 und 204 PS leisten werden. Damit das BMW Programm EfficientDynamics auch beim neuen 5er Wirkung zeigt, bekommen alle Modelle die Start-Stop-Automatik spendiert.
Premiumsegment soll wachsen
BMW will trotz der aktuellen Probleme im nächsten Jahr "der weltweit führende Premiumhersteller" bleiben und Audi weiter in die Schranken weisen. Konzernchef Norbert Reithofer sagte der "Wirtschaftswoche", der Münchner Autobauer profitiere dabei auch von neuen Modellen. "BMW hat derzeit im Vergleich zu den direkten Wettbewerbern die durchschnittlich älteste Modellpalette." Das werde sich nach und nach ändern. "Insgesamt wird die BMW Group zwischen 2010 und 2012 ungefähr die Hälfte ihres Produktfolios erneuern."
Das Premiumsegment werde 2010 aller Voraussicht nach wieder wachsen. Für dieses Jahr strebe BMW schwarze Zahlen an, bekräftigte Reithofer laut Magazin. Betriebsbedingte Kündigungen soll es in seinem Unternehmen auch im nächsten Jahr nicht geben. "Wir werden aber weiter auf natürliche Fluktuation, Altersteilzeit und freiwillige Aufhebungsverträge setzen." Der BMW-Chef plädierte für eine Verlängerung der maximalen Kurzarbeitsdauer. Dies sei besonders für unsere Zulieferindustrie sinnvoll. Inwieweit auch BMW 2010 punktuell von Kurzarbeit Gebrauch machen werde, stehe noch nicht fest.
Hybrid im 5er und 3er
Technisch setzt Reithofer auf den Hybrid-Antrieb, der auch in den nächsten Baureihen der 5er und 3er-Modelle angeboten werden soll. "Und wenn ich von Hybrid spreche, dann meine ich einen sogenannten Vollhybriden, mit dem man auch kürzere Strecken rein elektrisch fahren kann", sagte Reithofer. Wo immer es sinnvoll sei, wolle BMW dabei mit anderen Herstellern kooperieren. "Ich bin der Meinung, dass nicht jeder Hersteller die nötigen Technologien neu erfinden sollte."
Während Konkurrent Daimler bis 2015 ein wasserstoffbetriebenes Brennstoffstellen-Auto auf den Markt bringen will, ist Reithofer bei dieser Technik skeptischer. "Ich glaube, dass der Wasserstoffantrieb kaum vor 2030 kommen wird." Dagegen werde der Anteil der Elektrofahrzeuge 2020 bereits zwischen 5 und 15 Prozent liegen.
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