Der neuen Analyse des Verbands Verkehr und Umwelt zufolge (Transport and Environment, T&E) hat BMW den CO2-Ausstoß seiner Neuwagen im vergangenen Jahr stärker gesenkt als jeder andere Autohersteller. Im Schnitt liegen die Münchner trotz der Reduzierung um 7,3 Prozent mit 170 Gramm CO2 pro Kilometer aber immer noch recht hoch. Sehen Sie hier die Fortschritte der übrigen Autobauer.
Hyundai liegt mit 3,9 Prozent auf Platz zwei, was nunmehr einem Flottenschnitt von 160 g/km gleichkommt. Als Ziel hat die EU-Kommission einen CO2-Ausstoß von Neufahrzeugen bis 2012 von durchschnittlich 120 Gramm pro Kilometer ausgegeben.
Da bleibt für die Hersteller noch einiges zu tun. Mercedes bringt es beispielsweise trotz einer Reduzierung von 3,5 Prozent noch auf einen Schnitt von 181 g/km. Umweltverbände kritisieren die Anstrengungen als zu halbherzig. Für einzelne Hersteller wie BMW und Daimler gelten Sonderwerte bis 2012 (etwa 137 g/km). Dennoch müsste Daimler seine Quote bis dahin um weitere 24 Prozent senken.
Toyota steht mit einem Flottenschnitt von 149 g/km schon deutlich besser da. Zuletzt verbesserten die Japaner ihren Schnitt um weitere 2,4 Prozent.
Dem Ziel noch näher ist der italienische Konkurrent Fiat, der bei 141 g/km liegt und um 2,0 Prozent reduziert hat.
VW liegt im Mittelfeld: Die Wolfsburg senkten um 1,8 Prozent auf 163 g/km.
Noch eine beträchtliche Wegstrecke hat Nissan mit 171 g/km vor sich. So gesehen fiel die Verbesserung um 1,4 Prozent eher bescheiden aus.
Dem Ziel sehr nahe sind laut T&E die französischen Hersteller Peugeot-Citroën. 0,9 Prozent ging es runter, so dass der PSA-Konzern jetzt bei 141 g/km steht.
Suzuki dagegen verharrt trotz seiner im Schnitt überschaubaren Modellgröße noch bei 162 g/km. Da brachte die Reduzierung um 0,8 Prozent keine spürbare Verbesserung.
Die General Motors-Flotte aus den USA benötigte dringend die europäischen Hersteller wie Opel oder Saab, um den Schnitt mit 0,5 Prozent Verbesserung auf 156 g/km zu drücken.
Nissan liegt mit 167 g/km ebenfalls erstaunlich weit hinten. 0,5 Prozent brachten nicht viel.
Renault reduzierte ebenfalls um 0,5 Prozent - kann aber auf einen Flottenschnitt von 146 g/km verweisen, was von T&E lobend hervor gehoben wird.
Wenn alle Ford-Modelle so klein wären wie der künftige Ka, stünde der US-Bauer vermutlich besser da als mit 162 g/km. Nur 0,2 Prozent Rückgang sind da schon sehr wenig.
Vollkommen kontraproduktiv hat sich der japanische Honda-Konzern im vorigen Jahr verhalten. Statt CO2-Abgase abzubauen, haben die Japaner um 1,1 Prozent zugelegt - auf jetzt 156 g/km.