Subaru Legacy und Outback: Der erste Boxer-Diesel der Welt
VON MANFRED KÜHNAPPEL - zuletzt aktualisiert: 02.02.2008 - 13:34Düsseldorf (RPO). Die dieselfreie Zeit beim Allrad-Spezialisten Subaru geht zu Ende. In wenigen Wochen werden die Modelle Legacy und Outback die ersten Boxer-Diesel der Welt erhalten. Dadurch will Subaru vor allem in der Mittelklasse, wo Diesel ein absolutes Muss sind, wettbewerbsfähig bleiben.
Subaru ist zwar bekannt für seinen Boxer-Motor und dessen ständige Weiterentwicklung, allerdings führt an einem sparsamen kein Weg mehr vorbei. Und warten nur mit einer kleinen Sensation auf: Sie haben den ersten Boxer-Dieselmotor entwickelt. An einer solchen Kombination hat sich bisher kein anderer versucht. Dabei liegen die Vorteile einer solchen Kombination auf der Hand: Besondere Laufruhe des Motors durch die spezielle Bauweise gepaart mit sparsamen Verbrauch.
Die Anfänge des Boxer-Motors reichen zu Erfinder Carl Benz ins 19. Jahrhundert zurück, bevor er bei Volkswagen im Käfer oder im Bulli zur millionenfacher Massenproduktion heranreifte. Später setzten unter anderem die Hersteller Alfa Romeo oder Porsche auf die als laufruhig geltenden Motoren.
Im Gegensatz zum herkömmlichen Reihenmotor sind die Zylinder im Boxer-Motor liegend und versetzt gegenüber angeordnet. Das sorgt dank der sich wechselseitig aufhebenden Massenkräfte für mehr Laufruhe und einen niedrigeren Schwerpunkt des Wagens.
Preise ab 28.880
Subaru hat den Zylinderabstand verkleinert. Die linken und rechten Lagerblöcke der Kurbelwelle sorgen für eine hochsteife Struktur, die den Einsatz eines gewichtssparenden Motorblocks aus Leichtmetall erlaubt. Für die Gemischaufbereitung setzt Subaru ein Common-Rail-System ein, das mit einem Einspritzdruck von rund 1800 bar arbeitet.
Die ersten Serienmodelle des Boxer-Turbodiesels bringt Subaru im März zu Preisen ab 28.880 Euro in den Handel. Diese Summe gilt nach Angaben von Subaru Deutschland in Friedberg (Hessen) für die Legacy Limousine. Der Legacy Kombi steht ab 30.110 Euro in der Liste. Der gleiche Boxer-Diesel mit 110 kW/150 PS und einem maximalen Drehmoment von 350 Newtonmetern kommt auch im Outback zum Einsatz, den Subaru für mindestens 33.230 Euro anbietet.
Den Verbrauch gibt der Hersteller mit 5,6 Litern auf 100 Kilometer an. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von rund 148 Gramm pro Kilometer. Alle Boxer-Diesel sind laut Subaru mit permantem Allradantrieb und Fünfgang-Schaltgetriebe kombiniert. Außerdem ist serienmäßig eine Fahrdynamik-Regelung an Bord.
Experten bescheinigen dem Boxer-Diesel nach ersten Probefahrten nicht nur einen genügsamen Verbrauch, sondern auch eine überraschende Laufruhe gegenüber anderen „nagelnden“ Dieseln.
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