Gemessen am Original 300 SL aus den 50ern hat sich Mercedes beim neuen Flügeltürer SLS AMG auffällig um einen klassischen Retro-Stil bemüht.
Besonders der Kühlergrill wirkt wie eine Verbeugung vor der großen Ikone.
Der Blick ins luxuriöse Cockpit. Offizielle Premiere feiert der Supersportwagen auf der IAA in Frankfurt nächste Woche.
Fließend gestaltet sich die Linienführung wie beim Vorbild über das Fahrzeug bis zum Heck mit dem kurzen Überhang.
Die Front-Scheinwerfer sind vertikal ausgerichtet. Mercedes verweist mit Stolz darauf, viele Elemente aus dem Flugzeugbau verwendet zu haben. Sowohl beim äußeren Auftritt als auch...
... beim Cockpit, das seinem Namen in diesem Fall zurecht trage. "Der SLS AMG wird sicher einer der begehrenswertesten Sportwagen aller Zeiten“, lehnt sich Mercedes-Boss Dieter Zetsche ganz weit aus dem Fenster.
Die Front mit der tief heruntergezogenen, gepfeilten und seitlich eingezogenen Frontschürze wirkt fast dreidimensional und verleiht dem SLS AMG einen kraftvollen Stand auf der Straße.
Seitlich fällt die ausgeprägte Fahrzeugschulter des SLS auf, die sich wie ein gespannter Muskel von der Front bis zum Heck erstreckt.
Dynamik vermittelt die Heckansicht des SLS: Der flach abfallende Heckdeckel sorgt ebenso für Breitenwirkung wie die ausgeprägte Fahrzeugschulter und die flachen Rückleuchten.
Das stilistische Highlight bilden fraglos die Flügeltüren, deren Aufschwung allerdings nicht wie beim 300 SL bis zur Dachmitte reicht.
Auch das kleine Fenster unmittelbar hinter den Türen hat Mercedes weggelassen.
Angetrieben wird der 1620 Kilogramm schwere Sportwagen mit Aluminium-Karosserie von einem V8-Motor mit 6,2 Litern Hubraum und 420 kW/571 PS.
Den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 schafft der bei der Sportmarke AMG entwickelte SLS in 3,8 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 317 km/h begrenzt.
Im Normzyklus verbraucht der Flügeltürer 13,2 Liter (CO2-Ausstoß: 313 g/km).
Sechs große Kühllufteinlässe prägen die Seitenansicht. Einen klaren Hinweis auf den hubraumstarken V8-Saugmotor liefert der integrierte „6.3“-Schriftzug.
Drei verschiedene Rädervarianten bieten alle Durchsicht auf die Hochleistungs-Bremsanlage.
Die LED-Lichtelemente in Flügelform am Heck sorgen für ein eigenständiges und faszinierendes Nachtdesign. Tief und mittig platziert ist die LED-Nebel/Rückfahrleuchte im Formel-1-Stil.
Wer die Flügeltüren nach oben schwingen lässt und in den Sportsitzen Platz nimmt, darf sich auf diesen Innenraum freuen.
Prägendes Stilelement ist die Instrumententafel, die in Form eines Flügelprofils gestaltet wurde.
Die Mittelkonsole aus mattiertem Echtmetall mit ihren zahlreichen Funktionen ist lang gestreckt.
Nappaleder und auf Wunsch auch Applikationen in Echtcarbon sorgen für eine ganz besondere Atmosphäre.
Trotz Sportwagen-typisch tiefer Sitzposition von nur 369 Millimeter Sitzhöhe über der Fahrbahn erlauben die weit öffnenden Flügeltüren einen bequemen Ein- und Ausstieg.
Mercedes verkauft den neuen SLS-Flügeltürer zu Preisen ab 177.310 Euro.
Zu den Händlern kommt die Neuauflage der Sportwagen-Ikone im Frühjahr 2010.
Sehen Sie hier weitere Bilder des Mercedes SLS AMG Flügeltürer-