Kuriose Ausflüchte: Die dümmsten Ausreden der Tempo-Sünder
zuletzt aktualisiert: 05.04.2010 - 10:51Düsseldorf (RPO). Nichts bringt den Deutschen mehr Punkte im Flensburger Zentralregister ein, als zu schnelles Fahren. Die Ausreden, die sich Polizisten und Amtsrichter von den Ertappten dann anhören müssen, sind oft abenteuerlich.
Seit dem Beginn der laufenden statistischen Auswertung des Verkehrszentralregisters im Jahr 1991 ist das Rasen eine der Hauptursachen für die Punkte in Flensburg. Daran werde sich wohl auch in Zukunft nichts ändern, sagen die Autoren des Jahresberichtes 2009 des Kraftfahrtbundesamtes voraus.
Weniger vorhersagbar als diese Tatsache sind dagegen die teils dumm-dreisten, teils kreativen Ausreden, mit denen Tempo-Sünder versuchen, sich herauszureden – ob bei den Polizisten vor Ort oder später vor dem Amtsrichter. Die Erfolgsaussichten der Raser sind allerdings denkbar gering, sogar bei originellen Ausflüchten.
Selbst Notsituationen zählen nicht: So scheiterte ein 67-Jähriger vor dem Düsseldorfer Amtsgericht mit der Behauptung, er sei bloß dem Krankenwagen gefolgt, mit dem seine Frau in eine Klinik gebracht wurde - und der Krankenwagenfahrer habe das Tempolimit doch sicher eingehalten.
Eine 23-jährige Frau erzählte, sie habe einer Freundin zu Hilfe eilen wollen, die von ihrem Zuhälter verprügelt worden sei. Keine dieser Situationen hat das Gericht als einen Notstand anerkannt, der Raserei rechtfertigt.
Völlig aussichtslos sind die Ausreden-Klassiker vom unvorhersehbaren Harndrang oder Diarrhoe-Anfall. Lesen Sie bei uns die kuriosesten Ausreden der Autofahrer.
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