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Unfall-Statistik: Die gefährlichsten Länder für Autofahrer

zuletzt aktualisiert: 02.06.2009 - 07:43

Düsseldorf (RPO). Wer mit dem Auto nach Russland, Polen oder in die Slowakei fährt, sollte vorsichtig sein. Auf Grundlage einer OECD-Statistik hat ein US-Magazin die zehn gefährlichsten Länder für Autofahrer ermittelt. Vor allem Osteuropa schneidet schlecht ab.

Die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) hat unter ihren 30 Mitgliedsstaaten eine Umfrage durchgeführt, wie viele Menschen pro eine Million Einwohner und pro eine Million Fahrzeuge dort im Jahr 2007 tödlich verunglückt sind. Diese Studie hat das US-Magazin „Forbes“ ausgewertet und die osteuropäischen Staaten ausgemacht als das gefährlichste Pflaster für Autofahrer.

Allerdings seien die eigentlichen gefährlichsten Länder für Autofahrer außerhalb der OECD zu suchen, räumt „Forbes“ in dem Artikel ein. In China, Indien und Südafrika, die nicht in der Studie enthalten sind, sei die Zahl der Verkehrstoten weltweit am höchsten. In diesen rapide wachsenden Volkswirtschaften steige die Zahl der Autos sprunghaft an. Der Kulturschock für die Landbevölkerung berge weitere Unfall-Risiken.

Unter den OECD-Staaten ist Russland nach dem Bericht das gefährlichste Land für Autofahrer – mit 939 Toten auf eine Million Autofahrer im Jahr 2007. Das US-Magazin bescheinigt der russischen Regierung, sie erledige einen „lausigen Job“ bei der Durchsetzung von Geschwindigkeitsbegrenzungen und Gesetzen gegen Trunkenheit am Steuer.

Auch Belgien auf der Liste

Überrascht zeigten sich die „Forbes“-Journalisten über das Abschneiden der USA auf dem achten Platz mit 163 Toten auf eine Million Autofahrer. Die amerikanischen Gesetze seien zwar strikt, aber die Trinkgewohnheiten der Jugendlichen machten es schwer, die tödlichen Unfälle durch Trunkenheit am Steuer zu reduzieren.

Überraschend belegte auch Belgien einen der Listenplätze – wenn auch den letzten der Top Ten mit 168 Toten auf eine Million Autofahrer. OECD-Statistiker Mario Barreto begründete gegenüber „Forbes“, das Abschneiden Belgiens liege auch an der geringen Einwohnerzahl von nur 10,4 Millionen Menschen.

Frankreich, das im Jahr 2002 die Vorgängerstudie angestellt hatte, hat sich seither deutlich verbessert. Mit strengeren Geschwindigkeitsbegrenzungen und schärferen Strafen für Trunkenheit am Steuer, so „Forbes“, habe es Frankreich in den vergangenen vier Jahren geschafft, die Rate tödlicher Auto-Unfälle um 38 Prozent zu senken. Es gehöre jetzt zu den sichersten Ländern für Auto-Faher in der OECD.

Die deutschen Zahlen

In Deutschland sind im Jahr 2008 44.467 Menschen im Straßenverkehr tödlich verunglückt. Hier sind 49,6 Millionen Autos angemeldet (Stand 1. Januar 2009). Legt man diese Zahlen des statistischen Bundesamtes zugrunde, ergeben sich rechnerisch etwa 90 Verkehrstote pro eine Million Fahrzeuge.


 
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