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BMW-Studie Infotainment tmn 2011 Panorama
  Foto: dpa-tmn, dpa-tmn
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Infotainment für den Fahrer: Die große Vernetzung im Auto

zuletzt aktualisiert: 19.02.2011 - 10:45

Düsseldorf (RPO). Radio hören im Auto war gestern. Mittlerweile geht es um weitaus mehr, nämlich um die komplette Fahrzeugvernetzung. Bei Audi heißt das „connect“. Unter diesem Begriff bündelt die Marke mit den vier Ringen alle Anwendungen und Entwicklungen, die das Auto mit dem Internet, dem Fahrer und der Infrastruktur verbinden.

„Revolutionäre Infotainment- und Entertainmentfunktionen“ stellt der Ingolstädter Hersteller in Aussicht. Die Welt von morgen hat zum Teil bereits heute schon Einzug gehalten – und zwar im A8, A7 Sportback und dem neuen A6. Demnächst auch im A1. Diese Modelle lassen sich nämlich auf Wunsch per UMTS-Modul mit der Online-Welt vernetzen.

Diese Verbindung ermöglicht eine ganze Reihe von Vorteilen, beispielsweise die uneingeschränkte Einbindung von Google Earth in die Kartendarstellung des Navigationssystems. Der integrierte Informationsdienst bringt zudem unter anderem Wetter- und Reisedaten oder aktuelle Nachrichten ins Auto. Außerdem können dank des W-LAN-Hotspots bis zu acht mobile Endgeräte mit dem Internet gekoppelt werden.

Vernetzung zwischen Auto und Fahrer

Aber auch die Vernetzung zwischen Auto und Fahrer will Audi weiter vorantreiben. So sollen künftig zum Beispiel mit GPS-Handy fotografierte Bilder im Navigationssystem abgespeichert werden können, das dann auf Wunsch zu den Koordinaten der Fotolocation führt. Auch soll die Verbindung zwischen Fahrzeug und Umwelt stärker verknüpft werden.

Dabei geht es um den Datenaustausch von verschiedenen Autos untereinander sowie zwischen Auto und Infrastruktur. Noch befindet sich diese Technologie in der Testphase. Doch schon bald könnte es sein, dass dem Fahrer das optimale Tempo für die grüne Welle empfohlen wird oder die Elektronik auf Wunsch die Geschwindigkeit vollautomatisch steuert.

Designstudie von BMW

Wie wichtig Infotainment im Auto werden könnte, will BMW mit einer neuen Designstudie demonstrieren. Das Münchener Unternehmen hat dazu einen sportlichen Roadster für den Genfer Automobilsalon angekündigt. Das Fahrzeug ist komplett um das Infotainment-System herum konstruiert worden.

Den Informationsfluss illustrieren farbige Lichteffekte im gesamten Auto. Zu den wichtigsten Innovationen zählt die vollständige Vernetzung von Fahrzeug und Geräten, die der Fahrer bei sich hat: So wird das Mobiltelefon automatisch ausgelesen; Termine und Adressen werden in die Routenführung integriert.

Selbstverständlich arbeiten auch andere Autobauer intensiv in diesem Bereich. Toyota beispielsweise hat kürzlich ein neues Multimediasystem unter dem Namen „Entune“ vorgestellt, das durch die Einbindung von Smartphones zahlreiche neue Funktionen in das Fahrzeug bringt. Es bietet Nutzern Zugriff auf komplett integrierte und aktualisierbare Unterhaltungs-, Navigations- und Informationsdienste.

Opels kompakte Bedieneinheit

Dank Bluetooth-Verbindung, Sprachsteuerung und über die Bedienelemente im Auto kann der Fahrer sämtliche Services nutzen, ohne das Mobiltelefon dafür in die Hand nehmen zu müssen. Das Multimediasystem wird zunächst in den USA eingeführt. Ein vergleichbares System soll dann im Laufe des Jahres auch auf den europäischen Markt kommen.

Opel hat mit dem kürzlich facegelifteten Corsa ein neues Multimedia-Infotainment-System unter der Bezeichnung „Touch&Connect“ eingeführt. Es vereint Audio-, Navigations- und Kommunikationsfunktionen in einer kompakten Bedieneinheit. Neben dem Hörfunkempfang bietet es die Möglichkeit, Compact Discs oder MP3-Musikdateien abzuspielen.

Um ein iPhone oder einen iPod anzuschließen und zu bedienen, sind keine speziellen Kabel notwendig. USB-Sticks können ebenfalls verwendet werden. Und auch hier ermöglicht eine Bluetooth-Schnittstelle und Freisprecheinrichtung das sichere Telefonieren. Das Einstellen der gewünschten Funktionen erfolgt entweder über das Touchscreen-Display oder über Dreh- und Drückregler.

Ökologischste Routenführung anzeigen

Das Navigationssystem läuft ebenfalls über den fünf Zoll großen Farbbildschirm, der zwei- und dreidimensionale Ansichten anzeigt. Auf Wunsch kann die ökologischste Routenführung eingestellt werden, um Kraftstoff zu sparen und so die Umwelt zu schonen. Außerdem kann das System um individuelle Informationen, etwa besondere Ausflugsziele, ergänzt werden.

Und auch wenn die Routenführung nicht aktiv ist, ermittelt auf Wunsch eine spezielle Funktion bei stockendem Verkehr oder Umleitungen mittels TMC (Traffic Message Channel) alternative Routen. Dieses Feature ist insbesondere für Pendler interessant, die ihre Strecke zwar kennen, aber über Staus auf ihrem Weg informiert werden wollen. Einen etwas anderen Weg der Kommunikation zeigt der Schweizer Konzeptauto-Spezialist Rinspeed auf. Seine Studie Bamboo nutzt ein sogenanntes Identiface.

Ein Bildschirm ersetzt den Kühlergrill und kann beispielsweise alternativ zu üblichen Markenlogos die Kontaktbereitschafft des Fahrers oder der Fahrerin signalisieren. Mit Farbcodes wie grün = „bin Single“, blau = „bin in Partylaune“, orange = „brauche eine Pause“ entsteht bei Rinspeed eine ganz neue Art der Auto-Verständigung.

Quelle: SP-X/tw

 
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