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Mercedes-Benz C-Klasse Coupé Hersteller Panorama 2011-0328
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Die wichtigsten Limousinen 2012: Die Meister und Mitläufer in der Mittelklasse

zuletzt aktualisiert: 31.01.2012 - 07:11

Düsseldorf (RPO). Der Start der sechsten Generation des BMW 3er bringt neuen Schwung in die Premium-Sparte der Mittelklasse. Doch auch der frisch geliftete Audi A4 und die erst vor einem Jahr gründlich überarbeitete Mercedes C-Klasse gehören trotz mehr als vier Jahren Bauzeit noch nicht zum alten Eisen.

Die Mittelklassemodelle sind bei allen drei Herstellern die wichtigsten Umsatzträger. Nicht nur in Deutschland, auch in den USA und Asien gehören sie zu den Verkaufsrennern. Kein Wunder, dass alle drei mittlerweile einen Reifegrad erreicht haben, der sich hinter dem der Oberklassemodelle kaum mehr zu verstecken braucht. Weder bei Assistenzsystemen noch beim Motorenprogramm müssen die Dienstwagennutzer im mittleren Management neidvoll auf die S-Klassen, A8 und 7er ihrer Chefs blicken.

Naturgemäß am reichhaltigsten mit Hightech-Extras bedacht ist der jüngste des Trios, der gerade erst lancierte BMW 3er. Das aus dem Kampfjet-Cockpit entlehnte Head-up-Display, ein kamerabasiertes Rundum-Überwachungssystem und ein bordeigener Internet-Anschluss sind nur die exklusivsten Ausstattungsoptionen. Mercedes punktet u.a. mit einem Notbremsassistenten auf Radarbasis, Audi erlaubt sogar das Fernsehgucken vom klimatisierten Fahrersitz aus. Allerdings gibt es Sicherheit und Komfort nicht zum Nulltarif. Wer die nötigen Kreuzchen in der Optionsliste macht, kommt unterm Strich schnell auf fünfstellige Extrakosten.

Die Motoren hingegen verschreiben sich der Sparsamkeit. Neben den mittlerweile etablierten Spritsparhelfern wie Start-Stopp-System, Bremskraftrückgewinnung und Benzindirekteinspritzung setzen alle drei Hersteller auf das sogenannte Downsizing, Hubraumreduzierung bei gleichzeitiger Aufladung. BMW etwa hat seinen Sechszylinderbenziner bei der Neuauflage durch einen kleineren Vierzylinder-Turbo ersetzt und kommt so bei üppigen 180 kW/245 PS Leistung auf einen Normverbrauch von nur noch 6,1 Liter – vor wenigen Jahren erreichten höchstens Diesel derartige Werte.

Audi setzt auf einen 125 kW/170 PS starke Vierzylinder mit Turboaufladung und einem Verbrauch von 5,6 Litern, und auch Mercedes hat mit seinem 150 kW/204 PS starken Vierzylinder-Turbo einen modernen Benziner an Bord, der mit 6,4 Litern aber mehr verbraucht als die Konkurrenz. Auf Dieselseite unterbieten alle drei Wettbewerber mittlerweile locker die Fünf-Liter-Marke. Am sparsamsten ist hier wieder der Neuling: Als 320d Efficient Dynamics kommt der BMW mit 4,1 Litern aus – bei 120 kW/163 PS aus vier Zylindern. Weniger etwas für Sparfüchse als für Diesel-Verächter oder US-Kunden ist der für 2013 angekündigte Hybrid auf der Basis des bärenstarken Turbo-Sechszylinder-Benziners.

Bei der Fahrwerksabstimmung kann man sich heute noch immer grob an die alte Regel halten: Mercedes bildet den komfortablen Pol, BMW den sportlichen und Audi liegt irgendwo in der Mitte. Dank optionaler Sportfahrwerke, adaptiver Dämpfer, wachsender Raddimensionen und auf Knopfdruck wählbarer Fahrprogramme nivellieren sich die Unterschiede aber immer mehr. Audi liegt bei der Dynamik in Kurven aufgrund seines Frontantriebs etwas zurück, Fahrer können das aber gegen Aufpreis mit Allradtechnik ausgleichen. Hinterradantriebs-Verfechter Mercedes kann ebenfalls mit vier angetriebenen Rädern bestellt werden, BMW reicht die Allradmodelle nach.

Beim Platzangebot hat BMW deutlich zugelegt. Mit 4,62 Metern Länge kommt er an den gut 8 Zentimeter längeren und etwas breiteren Audi zwar nicht heran, distanziert aber den Mercedes, der von Stoßfänger zu Stoßfänger 4,59 Meter misst. Beim Kofferraumvolumen liegen nun alle auf einem ähnlichen Niveau von rund 480 Litern. Trotzdem bleiben Kniefreiheit im Fond und Kofferraumvolumen einer der wenigen Punkte, wo die größeren Limousinen der drei Marken den Mittelklassemodellen noch spürbar überlegen sind.

Dafür bieten die kleineren Fahrzeuge einen immensen Preisvorteil. Wer knapp 40.000 Euro investiert, erhält ein ordentlich motorisiertes Modell, das auch bei der Ausstattung die dringendsten Wünsche befriedigt. Am günstigsten fährt man mit dem Audi A4, der als Benziner in der 88 kW/120 PS starken Basisversion für 27.500 Euro zu haben ist. Der Diesel mit identischen Leistungswerten kostet ab 29.900 Euro. Bei BMW geht es aktuell mit 30.600 Euro für den 85 kW/116 PS-Diesel los, weitere Motoren, die die Preisschwelle unter 30.000 Euro sinken lassen sind aber bereits angekündigt. Mercedes verlangt in Deutschland traditionell die höchsten Preise und startet mit 32.814 Euro für den Diesel mit 88 kW/120 PS.

Am Ende bleibt es jedoch wie stets eine Sache des Geschmacks, der Fahrphilosophie und der Markenvorliebe, auf welche der drei Premiumlimousinen die Wahl des Käufers fällt. Der neue BMW hat zwar schon aufgrund seiner Jugend in einigen Bereichen knapp die Nase vorn, entscheidend distanzieren kann er die Wettbewerber aber nicht. So dürften für den Kunden Design, Image und andere subjektive Faktoren letztlich entscheidend sein. Und Ob die ausländische Konkurrenz den Topstars in diesem Segment das Wasser reichen kann, erfahren Sie in unserer Bilderstrecke.

Quelle: sp-x/nbe/csi

 
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