Golf auch im Ausland Spitze: Die Top 15 der deutschen Auto-Exporte
zuletzt aktualisiert: 30.11.2009 - 15:50Düsseldorf (RPO). Wie sehr der weltweite Pkw-Absatz bis weit ins das Jahr 2009 gelitten hat, zeigt die Top 15 der deutschen Auto-Exporte. Von Januar bis September konnten nur zwei Fahrzeuge ihre Bilanz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verbessern: Der neue Opel Insignia sowie der Ford Fiesta. Das meistexportierte deutsche Auto bleibt der VW Golf.
Die kräftigsten Einbußen gab es laut einer Statistik des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) beim Export wie in Deutschland auch in der Mittelklasse. Die C-Klasse von Mercedes verlor mehr als die Häfte ihrer Absatzzahlen. Auch der VW Passat lag bei einem Minus von fast 42 Prozent. Schlimmer traf es nur den auslaufenden Opel Astra, der vor dem Modellwechsel einen Einbruch von über 60 Prozent verzeichnete.
Der VW Golf kam mit einem Minus von 19,6 Prozent relativ glimpflich davon und behauptete seinen Spitzenplatz in den Top 15 der ins Ausland verkauften Autos souverän. In absoluten Zahlen sieht seine Bilanz zwischen Januar und September so aus: 234.607 Stück konnte Volkswagen absetzen (Vorjahr 291.793).
Das kuriose Plus von 66198,5 Plus beim neuen Opel Insignia erklärt sich aus der Tatsache, dass das Modell erst seit Ende November 2008 verlauft wurde. Auch der Ford Fiesta, der besser als im Vorjahr abschnitt, ist erst seit Oktober 2008 auf dem Markt.
Absatz zieht wieder an
Im Oktober hat der Absatz von Pkw laut VDA weltweit wieder angezogen. Insbesondere die asiatischen Märkte konnten das Wachstum der vorangegangen Monate weiter ausbauen und die Pkw-Verkäufe gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern. Eine Stabilisierung zeichnet sich jetzt auch auf dem US-Markt ab, wo im Oktober das Vorjahresniveau leicht überschritten wurde.
In Europa bleibt das Marktgeschehen gespalten. Während in Westeuropa die positiven Nachfrageeffekte der Abwrackprogramme überwiegen, ist in den neuen EU-Ländern ein Ende der Talfahrt noch nicht in Sicht. Insgesamt konnten die Neuzulassungen in Europa im Oktober um 11 Prozent gesteigert werden und blieben damit im bisherigen Jahresverlauf mit 12,2 Millionen Fahrzeugen um minus 5 Prozent unter Vorjahr.
In Westeuropa wurde im Oktober mit 1,2 Mio. neu zugelassenen Pkw (+16 Prozent) die fünfte Absatzsteigerung in Folge erzielt. Wachstumsträger waren die großen westeuropäischen Pkw-Märkte. Neben Deutschland (+24 Prozent) konnte auch in Großbritannien (+32 Prozent), Spanien (+26 Prozent), Frankreich (+20 Prozent) und Italien (+16 Prozent) der Absatz im vorangegangen Monat weiter gesteigert werden. Kumuliert ergibt sich für die ersten zehn Monate des laufenden Jahres damit für Westeuropa ein Minus von nur noch 3 Prozent.
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