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Bei extremen Minusgraden leiden auch Autos: Der ADAC listet schwache Batterien stets auf Platz eins als häufigste Pannenursache. Im Winter geben sie erst recht ihren Geist auf. Das ist aber nur eine der winterlichen Schattenseiten. Wie Sie tun sollten und weitere ultimative Frosttipps für Autos finden Sie hier.
Quelle: ADAC, AvD, TÜV Süd
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Türschloss zugefroren?
Der Enteiser gehört in die Manteltasche. Vorbeugend und noch wirkungsvoller kann man Schlösser mit einem Schließzylinder-Öl behandeln. Finger weg von heißem Wasser. Es taut zwar kurzzeitig auf, gefriert aber schnell wieder.
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Türdichtung eingefroren?
Die Dichtungen rechtzeitig mit speziellen Mitteln auf Glycerin- oder Silikonbasis frostsicher machen. Denken Sie dabei auch an die Dichtleisten an Kofferraum und Heckklappe.
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Zugeeiste Windschutzscheibe?
Verwenden Sie Eisspray und lassen Sie es so lange einwirken, bis Sie das Eis mit der Gummilippe entfernen können. Mit dem Schaber verkratzen Sie womöglich Ihre Scheibe. Eissprays gibt es wie Enteiser oder Glycerinmittel in Baumärkten oder an Tankstellen.
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Wagen springt nicht an?
Lassen Sie ihre Batterie vom Fachmann checken. Unnötige Elektrofresser wie Radio, Heizung oder Licht sollten beim Startvorgang zunächst abgeschaltet bleiben. Springt der Wagen bei Minusgraden trotzdem nicht an, versuchen Sie nicht, das Auto über einen längeren Zeitraum von fünf bis zehn Sekunden zu starten. Ihre Batterie braucht dann erst eine Erholungspause von rund einer Minute. Springt der Wagen dann an, machen Sie unbedingt erst eine Langstreckenfahrt. Nur so kann sich die Batterie wieder aufladen.
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Das Auto springt endgültig nicht an?
Für alle Fälle ist die Mitnahme eines Starthilfekabels ratsam. Pluspole (rote Kabel) zuerst an die volle, dann an die leere Batterie, das Minuskabel (schwarz) erst an die Spenderbatterie, dann an den Motorblock Ihres Autos als Masse. Anschließend Auskuppeln, Handbremse ziehen und Zünden. Aber Obacht: Bei Neuwagen kann die Elektronik des Spenderautos Schaden leiden. Starke Stromverbraucher - wie Abblendlicht oder Heckscheibenheizung - einschalten, um Spannungsspitzen zu vermeiden. Sind Sie unsicher, rufen Sie den Pannendienst.
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Darf das Auto durch die Waschstraße?
Normalerweise ist der Besuch der Waschstraße auch im Winter sinnvoll, um Streusalz und schädliche Chemikalien zu entfernen. Fällt das Thermometer unter minus fünf Grad, kann die Fahrt durch die Waschstraße allerdings fatale Folgen haben. Dann droht das Wasser Dichtungen und Türschlösser einzufrieren.
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Diesel winterfest machen?
Die frühere Methode, etwas Benzin beizumischen, schadet modernen Diesel-Aggregaten. Der an den Zapfsäulen angebotene Winterdiesel verkraftet Kältegrade um die minus 20 Grad. Danach wird er zähflüssig. Tipp: Notfalls ins Parkhaus oder in eine Garage und auftauen lassen.
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Motor warmlaufen lassen?
Wenn Sie den kalten Motor einfach im Stand warmlaufen lassen, riskieren Sie nicht nur ein Bußgeld. Es kostet auch jede Menge Sprit und der Schadstoffausstoß ist hoch. Zudem schaden Sie Ihrem Wagen: Der Katalysator ist noch nicht "in Form" und das Öl extrem zähflüssig. Besser: Starten Sie das Auto, fahren Sie sofort los und vermeiden Sie kurze Strecken. Rund vier Kilometer dauert es, bis die Betriebstemperatur erreicht ist.
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Wo parken?
Sie besitzen keine Garage oder keinen Carport? Eine geschütze Stelle - zum Beispiel in der Nähe von Häusern - kann vor eisigem Wind schützen.
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Wie bremse ich mit und ohne ABS/ESP?
Ohne ABS Auskuppeln und das Bremspedal nur „dosiert“ betätigen, da sonst die Räder blockieren und das Fahrzeug ins Schleudern gerät. Bei einer Notbremsung mit voller Kraft aufs Bremspedal treten, wobei der Wagen ausbrechen kann. Darum: Schnell von der Bremse gehen und in die gewünschte Fahrtrichtung lenken, dann erneut bremsen. Mit ABS das Pedal voll durchtreten und Kurs halten. Nicht irritieren lassen durch das „Rattern“ am Bremspedal – es bedeutet, dass das ABS an mindestens einem Rad arbeitet. Nur mit ABS kann gleichzeitig gebremst und gelenkt werden! Treten Sie auch hier die Kupplung getreten werden.
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Der Wagen bricht aus?
Gaspedal beim Anfahren nur behutsam drücken – sonst rutscht der Wagen oder bricht aus. Bei Automatikgetrieben die Wahltaste „Winterprogramm“ aktivieren. Stets mit möglichst großem Gang und niedriger Drehzahl fahren, die Kupplung dabei beim Schalten behutsam kommen lassen. Vermeiden Sie ruckartige Lenkbewegungen. Kommt das Fahrzeug trotzdem ins Schleudern, auskuppeln und gefühlvoll gegenlenken. Reagiert der Wagen nicht mehr aufs Lenken, gibt’s nur eines: Vollbremsung!
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Ultimative Frosttipps 1
Das Kühlwasser muss bis minus 30 Grad reichen. Beim Wasser der Wischanlage reichen minus 20 Grad. Zur Not erhöhen Sie den Frostschutz auch hier. Wichtig: Die Behälter müssen voll sein. Kontrollieren Sie beides vor Fahrtantritt. Achten Sie zudem auf Ihre Temperaturanzeige im Auto. Ist die Kühlflüssigkeit eingefroren, läuft der Motor heiß. Warnleuchten gehen an. Ist die Wischanlage eingefroren, hilft nur ein wärmerer Ort.
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Ultimative Frosttipps 2
Füllen Sie immer den Tank halb voll Sprit. Falls Sie in einen Stau geraten, geht die Heizung nicht aus. Nehmen Sie zusätzlich Decken mit und zwar unbedingt so viele wie Personen mitfahren.